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Porsche Panamera Sport Turismo - erster Test Porsche Panamera Sport Turismo 2017

Schnelles Heck

Ein Porsche Panamera als Kombi? Ja, aber als Sport Turismo, was edler, teurer und mehr nach Lifestyle klingt. Wir bitten zum ersten Test.

mid/brie

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Zugegeben, für einen Kombi hat die neue Variante des Porsche Panamera vom Designteam um den Michael Mauer einen hübschen Popo spendiert bekommen.

Und warum gibt es den Sport Turismo - auch ST genannt - als Alternative zur Sportlimousine überhaupt? Wahrscheinlich stecken wieder mal die Golf-Spieler der betuchten Kundschaft dahinter, die Kofferraumvolumina selten in Literangaben taxieren. Für sie ist entscheidend, wie viele Golfbags in den Wagen passen.

Es könnten aber auch Porschefahrer mit Familiensinn sein, denen die vier Sitzplätze im konventionellen Panamera einfach nicht ausreichen. Im Sport Turismo ist auch die fünfte Person an Bord willkommen (4+1-Sitzkonzept) - wenn nicht die Option mit vier Einzelsitzen gewählt wird. Womit wir wieder beim Schwerpunkt Golfbags wären. Egal, was die Käufer umtreibt: Mit der neuen Panamera-Version zieht auf jeden Fall mehr Variabilität in die Luxusklasse ein.

n Zahlen ausgedrückt, offeriert der Sport Turismo mit bis zu 1.390 Liter Gepäckvolumen 50 Liter mehr als die Limousine. Wenn die große Heckklappe elektrisch nach oben schwingt, gibt sie eine Öffnung frei, deren Ladekante auf 63 Zentimeter Höhe erfreulich niedrig ist.

Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 2:1:2 separat oder komplett nach vorn klappen, um den Laderaum zu vergrößern. Bei diesem Manöver, das mit kleinen Elektroschaltern in Gang gesetzt werden kann, entsteht eine nahezu ebene Ladefläche.

Klar, dass Porsche für seinen Luxus-Kombi ein variables Laderaum-Management anbietet, um die Frachtstücke gegen Verrutschen zu sichern. Dazu gehören Befestigungsschienen im Laderaumboden, vier Verzurrösen, und ein Gepäckraum-Trennnetz.

Für den Blickschutz in den Frachtraum sorgt ein flexibles Rollo. Während der Fahrt können Elektrogeräte über eine 230-Volt-Steckdose betrieben werden und auch zwei USB-Ladebuchsen sind vorhanden. Die Fondpassagiere können sich über eine höhere Dachlinie freuen, was das Ein- und Aussteigen einfach komfortabler macht.

Natürlich steht es außer Frage, dass sich der Sport Turismo genauso dynamisch um die Ecken treiben lässt, wie die Limousine. Das liegt nicht zuletzt auch an den Motoren, die wir allesamt schon von der Limousine her kennen.

Zum Verkaufsstart im Herbst legt der ST mit fünf Motorvarianten los: als Panamera 4 mit 330 PS, als E-Hybrid mit 462 PS, als 4S mit 440 PS, als 4S Diesel mit 422 PS und als Turbo mit 550 PS. Und auch bei den Fahrwerksqualitäten steht der Edelkombi der Limousine in nichts nach. Um der höheren Zuladung gerecht zu werden, hat Porsche die Dimension der Bremsen beim neuen Modell allerdings angepasst.

Besonders stolz scheint Porsche auf den raffinierten Dachspoiler zu sein. Je nachdem, ob er gerade den Luftwiderstand verringern oder die Bodenhaftung an der Hinterachse verbessern soll, variiert er seine Stellung: ganz großes Kino für die Insassen der nachfolgenden Fahrzeuge.

Die Preise für den Porsche Panamera Sport Turismo beginnen in Österreich bei bei 114.629 Euro für den E-Hybrid. Der ist aufgrund von null Prozent Normverbrauchs-Abgabe (NoVA) trotz 132 PS Mehrleistung um 181 Euro günstiger als der Panamera 4 um 114.810 Euro.

In Deutschland kostet der Panamera 4 ST 97.557 Euro, der E-Hybrid dagegen 112.075 Euro. Das Topmodell Turbo ist in Österreich mit 195.116 Euro zu bezahlen, in Deutschland mit 158.604 Euro.

Generell ist der Sport Turismo rund 3.000 bis 5.000 Euro teurer als das Limousinen-Pendant. Wer die fettleibige Preisliste mit der schier endlosen Auflistung von aufpreispflichtigen Zusatzausstattungen in Händen hält, weiß natürlich, dass die genannten Zahlen nur Näherungswerte sind.

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