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Skoda Rapid Facelift - erster Test Skoda Rapid Spaceback 2017

Dezent überarbeitet

Skoda hat den kompakten Rapid überarbeitet. Neue Dreizylinder-Benziner, dazu optischer Feinschliff und ein ausgeweitetes Assistenz-Angebot.

mid/mk

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Im Grunde sollte er ein Inder werden. Skoda erweiterte 2011 die Modellpalette um den kompakten Skoda Rapid, der in der Historie der tschechischen Marke schon einmal zum Erfolgsmodell wurde.

Die heutige Version schiebt sich als Limousine zwischen den Kleinwagen Fabia und den Octavia und war mit Stufenheck ursprünglich nur für den wachsenden indischen Markt gedacht. Die große Akzeptanz des Rapid in Indien ebnete ihm 2012 dann auch den Weg nach Europa, wo er in gleich zwei Karosserie-Versionen auf den Markt kam.

Der Viertürer ist mit einer Länge von 4,48 Meter der längere von beiden, die Schrägheck-Variante Spaceback kommt auf 4,30 Meter Länge und soll vor allem Freizeitsportler mit ihrem variablen Innenraum überzeugen. Für beide gibt es jetzt drei Benziner und zwei Diesel als Motorisierungen, die Preise beginnen bei 15.790 Euro für den Spaceback und bei 15.890 Euro für die Limousine - in Deutschland, die Österreich-Tarife stehen noch nicht fest.

Mehr als 800.000 Fahrzeuge hat Skoda seit der Einführung des Rapid verkaufen können. Die Modellpflege und vor allen die wirtschaftlicheren Motoren sollen diesen Erfolg in Zukunft stützen. Neu gezeichnete Scheinwerfer, verlagerte Nebelscheinwerfer, eine verlängerte Heckscheibe bei den Spitzenmodellen und neue Raddesigns sind die wesentlichen Veränderungen.

Innen gibt es hochwertigere Türverkleidungen und Intarsien an der Schalttafel, Sportsitze als Option und neu gestaltete Instrumente. Das Bi-Xenon Tagfahrlicht leuchtet heller als die bisherigen Halogen-Scheinwerfer, mit LED-Technik arbeiten jedoch nur das Tagfahrlicht und die Blinker.

Dafür finden sich mehr Assistenten an Bord des Rapid. Ein Lichtsensor schaltet die Hauptscheinwerfer bei Dunkelheit ein oder wechselt vom Fern- zum Abblendlicht, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer entgegenkommt. Fußgängerschutz und City-Notbremse sind mit von der Partie, unter den aufpreispflichtigen Systemen ist auch die Müdigkeitserkennung für den Fahrer.

Für gute Verbindungen sorgt das jetzt angebotene Top-Infotainmentsystem Amundsen, dessen 6,5 Zoll großer Farbmonitor zur Schaltzentrale für die Navigation und der Kommunikation wird.

Sprachsteuerung ist möglich, auch der Kontakt zum Händler wird auf Wunsch automatisch hergestellt, wenn während der Fahrt eine Fehlfunktion erkannt wird oder ein Inspektionstermin vereinbart werden sollte. Damit die Passagiere auf der Rückbank ebenfalls kommunizieren können, stehen für sie zwei USB-Steckdosen bereit.

Besonders erfreulich ist der jetzt auch in Rapid und Rapid Spaceback angebotene 1,0-TSI-Motor, der in den Leistungsstufen 70 kW/95 PS und 81 kW/116 PS zur Wahl steht. Vor allem die kräftigere Ausführung erfreut mit hoher Durchzugskraft und halbwegs erträglicher Geräuschentwicklung.

Die bei Dreizylindern typische Nervosität der Maschine ist ihr allerdings auch nicht fremd. Gerne dreht der Motor vor dem Einkuppeln unnötig hoch, die lange Auslegung der sechs Gänge fordert bisweilen ihren Tribut, hilft aber beim Kraftstoffsparen.

4,5 Liter verbraucht der Skoda Rapid Spaceback nach Norm auf 100 Kilometer, 55 Liter Tankinhalt versprechen sehr anständige Reichweiten. Die CO2-Emissionen betragen 104 g/km. Das Getriebe ist mit sechs Gängen ausgestattet und schaltet sich angenehm leicht und präzise. In 9,8 Sekunden beschleunigt der unbeladen 1.183 Kilogramm wiegende Rapid Spaceback von 0 auf 100 km/h, bei Höchstgeschwindigkeit liegen 198 km/h an.

Der Rapid und Rapid Spaceback sollen mit einem Anteil von gut zehn Prozent am Skoda-Modellmix und ihrer Überarbeitung dafür sorgen, dass die Richtung weiter stimmt. Insgesamt will die VW-Tochtermarke in diesem Jahr elf neue Modelle und Varianten auf den Markt bringen.

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