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BMW M5 – im Test | 13.06.2012
Blue Cannon
Ohne Worte – ein Buchstabe genügt. Kaum ein Anderer ist so mit dem Automobil verwoben wie der 13. Warum das so ist, lesen Sie hier.
M. Ein lebendiger Buchstabe. Stark, kantig, charaktervoll. Und doch symmetrisch, harmonisch und perfekt ausgeglichen. Die Begriffe, die mit ihm beginnen, lösen unweigerlich Emotionen und Bilder im Kopf aus.
Mensch. Mutter. Musik. Motor. Motorsport.
Als Konsonant ist „M“ im Grunde auf andere Buchstaben angewiesen – außer man beliefert James Bond mit gefährlichen Geheimdienstaufträgen. Oder man verbindet ihn. Verschweißt ihn, mit Potenz und Potential. Packt ihn in ein scharfes Fahrgestell.
Lebeleichter Komfort mit ernsthaftem Asphaltverständnis. Soziales Raumangebot mit auf Wunsch abrufbarer Ur-Angst. Der BMW M5 ist da, er ist laut, er ist nonchalant, furchterregend und eigenständig.
Unvergleichbar und konkurrenzfähig. In hohem Maße konkurrenzfähig. (Das Wort Konkurrenz sollte im Zusammenhang mit dem Dampfhammer nicht erwähnt werden.)
560 PS, 680 Nm
Die 560 PS Leistung und die 680 Nm Drehmoment drücken nur einen Teil der Idee aus. Lassen wir die Katze aus dem Sack: Der M5 ist eines der besten Transportmittel überhaupt, das Stockerl teilt er sich nur mit einer Handvoll Rivalen (oder Mitbewerber, wie man heute zu sagen pflegt).
Der M5 sieht auf den ersten Blick sogar noch aus, als wäre er ein 5er. Wie bei einem verzierten Tongefäß modellierten die geschulten Hände Kleinigkeiten in die Karosserie ein, formten Ein- und Auslässe und alles nur, damit der starke 4,4-Liter Biturbo-V8 Motor genug Sauerstoff zum Atmen hat.
Zusätzlich zur Twin-Turbo-Aufladung sorgen ein zylinderbank-übergreifender Abgaskrümmer, die Benzin-Direkteinspritzung „High Precision Injection“ und die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic dafür, dass der Motor stets sein Optimum liefert.
Soziale Urgewalt
Soziale Ader mit dem Renngedanken verbinden, das ist selten. Die Arroganz des Sportwagens wird im M5 belächelt. 2 Sitze aus Schale? Spartanisches Interieur und Feuerlöscher unterm Hintern? Pah!
Im M5 bieten fünf Sitze grenzenlosen, unsäglichen und -glaublichen Spaß für groß und klein, dick und dünn, alt und jung, für alle die einen guten Magen haben und nicht tinnitusanfällig sind – und viel wichtiger: für Menschen, die das Erlebnis auch gerne teilen möchten. „Der XXX geht ab wie eine Rakete.“ „Können wir mit?“ „Geht nicht, hab' nur zwei Sitze.“ Solche halb peinlichen Wortwechsel gehören mit dem M5 der Vergangenheit an.
27 Jahre ist es her, als BMW - oder besser die M GmbH - beschloss, den Fünfsitzer mit einer Interkontinentalrakete zu kreuzen. 3,5-Liter Reihensechszylinder, 286 PS und eine Beschleunigung von 6,1 Sekunden auf 100 waren damals die Ausbeute. Zu einer Zeit, wo gerade einmal Tetris erfunden war. Die Leute waren begeistert.
Ab da ging es bergauf oder ganz schnell gerade aus. Auf die 286 PS folgten 315, 340, 400, 507. Reihensechser, V8, V10, 5-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang, 7-Gang, der M5 wurde stets auf dem Stand der Dinge gehalten, um das Bestmögliche aus dem Fahrzeug und der jeweiligen Zeit rauszuholen.
Mit dem BMW M5 sind wir noch lange nicht fertig, lesen Sie weiter auf Seite 2!
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