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Dacia Logan MCV 1,4 MPI - im Test | 24.05.2007

Das einfache Leben

Fährt man ein paar Tage mit der neuen Kombiversion des Preisbrechers Dacia Logan, fragt man sich unwillkürlich: Braucht man wirklich mehr Auto?

Georg.Koman@motorline.cc

  • Hier finden Sie Fotos des Dacia Logan MCV!

    Man sollte es nicht glauben, aber es gibt auch heute noch Autointeressenten, die aus Überzeugung meinen: „Ich kaufe keinen Skoda“. Dies, obwohl die tschechische Tochter seit Jahren moderne VW-Technik in fescher Verpackung anbietet. Um wie viel schwerer wird sich da wohl Dacia tun? Die rumänische Marke war jahrzehntelang bei uns nicht erhältlich. Uralte Ostblock-Technik hätte keinen Hund hinter dem Ofen hervorgelockt.

    Bis Dacia zu 100 Prozent von Renault geschluckt wurde. Das aktuelle Modell Logan besteht denn auch zu einem ähnlichen Prozentsatz aus französischer Technik (um Unsicherheiten zu beseitigen, steht am Fahrzeugheck klein unter Dacia „by Renault“). Im Unterschied zu Skoda hat der Logan aber nicht die neuesten Renault-Komponenten unter dem Blech. Im Unterschied zu Skoda ist der Logan jedoch ein echtes Billig-Angebot.

    Die seit 2004 erhältliche Kompakt-Limousine geht hierzulande bestenfalls als Achtungserfolg durch, diese Karosserieform wird ja auch eher in Süd- und Osteuropa geschätzt. Anders der Kombi: Der könnte Familienmenschen mit überschaubarem Budget oder überschaubarer Liebe zum Automobil echt begeistern.

    MCV steht übrigens für „Multi Convival Vehicle“, frei übersetzt: „extrem gastliches Fahrzeug“ Und das ist der Logan tatsächlich: Riesige Platzverhältnisse, gegen 500 Euro Aufpreis auch mit dritter Sitzreihe erhältlich.

    Im Gegensatz zum Raumwunder und hoher Zuladung (bis 540 Kilogramm) stehen die mit eher bescheidener Pferde-Zahl bestückten Motoren: 68-Diesel-, bzw. 75, 87 und 105 Benziner-PS. Wir fuhren das 75-PS Modell, das neben dem Diesel das meistverkaufte in Österreich sein wird. Denn: Wenn schon Vernunft, dann richtig – sagt der gelernte Österreicher. Dafür gönnt man sich bei der Ausstattung etwas.

    Hier soll nämlich die Topversion „Laureate“ die beliebteste sein. Mit elektrisch bedienbaren Fensterhebern und Außenspiegeln, Fernbedien-Zentralverriegelung, Fahrersitz-Höhenverstellung und Dachreling.

    Im von uns getesteten „Ambiance“ gibt es diesen Luxus nicht. Auf der Haben-Seite stehen lediglich Servolenkung, Zentralverriegelung und asymmetrisch umklappbare Fondbank. Beim Basismodell „Kombi“ muss man auch von diesen bescheidenen Extras Abschied nehmen, dafür kostet es (nur mit 75-PS-Benziner erhältlich) bloß 8.990,- Euro.

    Eigenwillig: Je nach Ausstattung variieren auch die Extras. Für den „Kombi“ gibt es bloß Metallic-Lack. Beim „Ambience“ sind bereits Klima, vordere Seitenairbags, E-Fensterheber und CD-Radio gegen Aufpreis zu haben. Der „Lauréate“ schließlich hat auch Leichtmetallfelgen und Radio mit MP3-Abspielfunktion im Programm.

    Die Nachfrage nach dem Dacia Logan MCV ist jedenfalls enorm, wer jetzt ordert, bekommt das Auto nicht vor Herbst ausgeliefert.

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