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Auto Shanghai: Skoda zeigt Vision E Skoda Vision E Shanghai 2017

Elektroschock

Im wichtigsten Elektroauto-Markt der Welt - China - wollen alle präsent sein. Skoda zeigt deshalb in Shanghai den für 2020 geplanten Vision E.

mid/wal

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Auf der Automesse "Auto Shanghai" tummelt sich die Automobilindustrie in voller Stärke, alternative Antriebe starten kräftig durch. "Shanghai 2017 demonstriert die Marktmacht der Chinesen", betont Professor Ferdinand Dudenhöffer, Automobilmarktexperte an der Universität Duisburg-Essen. Hier stünden die Zukunftsthemen der Autobranche wie Elektromobilität und Vernetzung im Vordergrund.

Im Reich der Mitte debütieren völlig neue Automarken wie Lynk & Co, NIO oder die in Hong Kong ansässige Hybrid Kinetic Group. Die Geely Tochter Lynk & Co startet in diesem Jahr mit dem Verkauf in China und will 2018 nach Europa kommen.

"Lynk & Co ist keine klassische Automarke, sondern will mit echtem Online-Vertrieb den Autoverkauf ins Internetzeitalter bringen", erklärt Dudenhöffer. Von Tesla kennt man diese neue Art des Vertriebs bereits. Für den guten alten Autohandel komme das einer Revolution gleich.

Kurz vor Messebeginn hatte Ford angekündigt, ab 2018 in China mit dem Bau von Elektroautos zu starten, gemeinsam mit seinem Partner Changan. Man ziehe China vor, weil sich das Land zum wichtigsten Markt für Elektroautos entwickle, begründet Ford-Chef Mark Fields die Entscheidung für den Standort.

VW und Skoda zeigen in Shanghai erstmals Elektro-SUV-Modelle auf der neuen MEB-Plattform (Modularen Elektrifizierungs-Baukasten) des Konzerns. Bei Skoda heißt die Studie Vision E (Bilder oben und links) und ist ab 2020 als SUV-Coupé mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometern geplant. Und sehr ähnlich wohl schon zwei Jahre früher konventionell motorisiert als Kodiaq Coupé auf der MQB-Plattform.

Die beiden Elektromotoren des Vision E erzeugen eine Systemleistung von 225 kW (306 PS). Für die Energieversorgung sorgt eine 83-kWh-Hochvoltbatterie, deren Kapazität eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern ermöglichten soll und die sowohl per Kabelverbindung als auch induktiv geladen werden kann.

Randvoll ist die Vision E auch mit elektronischen Helfern: Ihre ausgefeilte Umfeldüberwachung soll es ermöglichen, die Fahraufgaben beispielsweise auf Autobahnen vollständig an das System zu übertragen. Darüber übernehmen moderne Fahrerassistenzsysteme die Aufgabe, auch im Stadtverkehr Sicherheit und Komfort zu steigern.

Der VW-Konzernstratege Thomas Sedran hatte vor ein paar Tagen in einem Interview den Schritt zur MEB-Plattform als "epochal für VW" bezeichnet, so wie einst der Übergang vom Käfer zum Golf. "Und genau dieser epochale Schritt wird auf Konzernbreite in Shanghai ausgerollt", betont Dudenhöffer. Damit habe die asiatische Messe einmal mehr die Nase vorn.

"China ist der größte Markt für Elektroautos", stellt Dudenhöffer klar. Im vergangenen Jahr seien weltweit 873.000 Elektroautos und Plug-In Hybride weltweit verkauft worden, davon allein 507.000 Stück in China.

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