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Schwarze Magie

Opel legt sich gehörig mit der (Frontantriebs-) Welt an. Mit dem OPC gehen 280 PS an den Start, die praktisch allen heißen Kompakten das Fürchten lehren.

Rainer Behounek

Heutzutage hat es das Automobil nicht leicht. Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen zwingen die Hersteller, große Motoren zu stanzen und Ecken und Kanten zu glätten. Finanzielle Grundgedanken rechtfertigen Einheitsplattformen für gleich mehrere Modelle und die meist kaum sicht- und spürbare Eigenständigkeit bekräftigen die Hersteller damit, dass sie durch verschiedene Dämpfer- und Motoreinstellungen eigene Charaktere schaffen. Und zu guter Letzt schüren Politik und Medien das Bild des umweltverpestenden, krankmachenden, raumfüllenden, Autos, ohne an die Grundidee zu denken.

Das Auto ist Transportmittel und persönlicher Raum zugleich – mit dem Auto ist es möglich, nach einem langen Arbeitstag die Kinder von der Schule zu holen, den Kleinen zum Doktor zu bringen, einkaufen zu fahren und und und nicht zu verachten – abzuschalten. Die Welt da draußen wird nicht langsamer, das Auto trägt sicherlich seinen Teil dazu bei – doch in der heutigen Zeit, wo (theoretische) Individualität im Vorgrund steht, gibt es nicht besseres, als in sein Auto zu steigen, die eigene Musik zu hören und einfach mal die Welt durchs Fenster zu sehen.

Der Opel Astra OPC schaut aus wie eines der Autos, die wir meinen. Er hat vier schwarze Räder, Fenster und Lichter. Er hat zwei Türen und eine Heckklappe. In Wahrheit aber ist der neue OPC etwas viel viel Besseres: er ist eine Killer-Spaß-mit-Sauce-Maschine mit Punch und Wums und Zack und Boom.

Opel hat aus dem Astra Dreitürer GTC einen echten und ehrlichen König der Straßen rausgeschnitzt, die Art der Straße ist hierbei nebensächlich, wie die „sport auto“ Nordschleifenrunde beweist: in 8 Minuten und 20 Sekunden frisst der Rüsselsheimer die knapp 21 Kilometer, weder der mächtige Ford Focus RS (8.26 min) oder das Allradbiest VW Golf R (8.34 min) noch der Audi TTS (8.29 min) oder irgendein anderer Fronttriebler konnten da bisher mithalten.

Möglich macht das unter anderem der 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbo-Ecotec-Motor mit seinen 206 kW/280 PS bei 5.500 U/min und den wuchtigen 400 Nm bei 2.500-5.400 U/min. Der beschleunigt den 1.560 Kilogramm schweren OPC in gerade einmal 6 Sekunden auf 100 und treibt ihn rauf bis 250 km/h. 5,6 Kilogramm werden von einem PS bewegt. Kombiniert wird der Motor mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, die Entwickler haben alles daran gesetzt, dass die Längs- und Querdynamik in allen Bereichen gewährleistet ist.

Sieht man sich die Verteilung der 1.560 Kilogramm von 63,2 Prozent vorne zu 36,8 Prozent hinten dann möchte man meinen, dass dem OPC jede Fahrwerkshilfe gerade recht kommt.

Das mechanische Lamellen-Sperrdiff mit maximal 50 Prozent Sperrwirkung und das dreistufige Fahrwerkssystem „Flex-Ride“ kreieren ein perfekt aufeinander abgestimmtes Konzept. Im Komfortmodus ist die Gasanahme verhalten, die Lenkung ruhig, der Astra OPC also auf den Alltag ausgelegt. Im Sportmodus wird die Rollneigung reduziert und im OPC-Programm legen Lenkung und Gas ihre Fesseln ab. Hinten verhilft die Kombination aus Wattgestänge und Verbundlenkerachse zu einer Reduktion der Achs-Seitenbewegung.


Die Fakten runterrattern überlassen wir unseren Nachbarn und der ersten Seite. Wie sich der Opel Astra OPC anfühlt, wie das Handling ist und was er kostet, erfahren Sie hier.

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Opel Astra OPC - im Test

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