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Planai-Classic: Stuck, Aaltonen, Roubinek

Hans-Joachim Stuck, Rauno Aaltonen und Rudi Roubinek sind die Stars der 21. Planai-Classic, die am 5. Jänner in Schladming gestartet wird.

Fotos: Planai-Classic/Martin Huber

„Strietzel” Stuck, der am 1. Jänner 66 Jahre alt wurde, fuhr 74 Formel-1-Rennen für March, Brabham, Shadow und ATS, er gewann zweimal Le Mans (1986 und 87). Er fuhr und siegte in der Sportwagen-WM, Formel 2, IMSA-und Transam-Serie und in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft. Er fuhr für Porsche, Audi und BMW.

Fragt man ihn nach seinem größten Erlebnis, so fällt ihm Le Mans 1985 ein: „Da gab es noch keine Schikanen und ich fuhr im Training auf einem Porsche eine Runde mit 251 km/h Schnitt. Bei einem Versuch erreichte ich fast 400 km/h Top-Speed!“

Als Marken-Botschafter von Volkswagen kommt er „mit großer Freude zur Planai-Classic, weil dort die Gaudi grenzenlos ist“. Und da er einer der größten lebenden „Gaudi-Macher“ ist, genießt er eine ungeheure Popularität. Er startet auf einem Porsche 912 der CarCollection Wittner aus Steyr, sein Navigator ist Vredestein-Österreich-Chef Thomas Körpert.

Rauno Aaltonen (78), war bereits 1965 Rallye-Europameister, in der legendären Mini-Zeit gewann er 1967 die Rallye Monte Carlo. Er wird „Professor“ genannt, weil niemand das Fahren im Grenzbereich besser erklären kann als er.

Seit Jahren ist er bei der Ennstal- und Planai-Classic am Start „weil hier ein Oldtimer-Pilot echt gefordert ist“. Sein Navigator ist Manfred Huber. Sein Mini-Cooper wurde in der Oldtimer-Werkstatt von Ing. Robert Huber in Moosbrunn präpariert – nach Vorgaben von Rauno.

Rudi Roubinek, der die Nation im TV-Silvester noch als Obersthofmeister „Seyffenstein“ in „Wir sind Kaiser“ begeisterte, liebt Oldtimer „ohne ein wirklicher Freak zu sein“. Aber wenn die Stoppuhr tickt, dann packt ihn der Ehrgeiz, im Oldtimer-Kalender hat er sich etliche Fixpunkte angestrichen, darunter die Ennstal– und Planai-Classic. Diesmal chauffiert er zusammen mit Navigator Günther Schrems eine Lancia-Fulvia Zagato.

Die Kulissen: Die Region Schladming-Dachstein mit ihren vereisten Seitentälern, die Dachstein- und Planaistraße als Sonderprüfung, der Flugplatz Niederöblarn und die Trabrennbahn Gröbming, Romantik Hotel Schloss Pichlarn und eine SP im WM Park Planai: das alles sind die Kulissen für das Oldtimerfahren am Dreikönigs–Wochenende.

Alte Juwelen: Schmerzbefreit beenden die Chauffeure den Winterschlaf ihrer Oldtimer um sich die drei Tage Planai-Classic zu geben: ohne ABS und andere elektronische Schutzengel ist Autofahren wie früher angesagt, als Autofahren bei Eis und Schnee noch ein großes Abenteuer war.

Die alten Autos zaubern jedes Jahr ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauer, denn in der Startliste sehen wir selten gewordenes Alteisen wie: Lea Francis – als Baujahr 1927 das älteste Auto im Feld, das von seinem Piloten Christian Baier mit Seilbahnfett winterfest gemacht wird – Sunbeam Super Sport (Baujahr 1930), Riley 12/4 (Baujahr 1938), diverse VW Käfer, Austin A40, Rover P6, MG A und MG B, Jaguar XK 140, 150 und ein E-Typ, Lancia Fulvia, Alfa Romeo 1750 GT Veloce, Ford Escort, Austin Healey, Porsche 911 und 356, Ford Mustang, Ford-Cortina, Volvo 123 und PV 544 Sport, Mercedes 200/S, Saab 96 V4, BMW 2002 ti, Willys Overland Jeep, Mini Cooper, Datsun 240Z und ein Steyr Puch Pinzgauer mit Rallye-Haudegen Rudi Stohl im Führerstand.

Am Donnerstag, den 5. Jänner startet der Rallyetross um 16:30 Uhr am Hauptplatz in Schladming zur Bergprüfung auf die Dachstein–Mautstraße. Die Sollzeit für die Bergprüfung wird dem Straßenzustand angepasst. Anschließend findet der Eröffnungsabend in luftiger Höhe im Dachstein Gletscherrestaurant auf 2.700 m Seehöhe statt.

Am Freitag, den 6. Jänner steigen ab 11:30 Uhr zwei Sonderprüfungen am Flugplatz Niederöblarn. Danach (13.30 Uhr) startet die Hochwurzen-Trophy durch die Region Schladming-Dachstein mit diversen SPs in denen der 40 km/h Schnitt auf die Zehntelsekunde einzuhalten ist – die Kontrolle erfolgt durch GPS-Messung. Nach einem 45 Minuten-Stopp in Schladming (ab 16:30 Uhr) kurvt das Feld nach weiteren nächtlichen Sonderprüfungen zum Flugplatz Niederöblarn zurück, und nach 197 km endet der erste Rallyetag beim Romantik Hotel Schloss Pichlarn.

Am Samstag, den 7. Jänner läuft ab 08:30 Uhr die bereits zur Tradition gewordene Sonderprüfung auf der Trabrennbahn in Gröbming. Anschließend startet das Blech der frühen Jahre direkt in der Hauptstraße in Gröbming zur Etappe in Richtung Planai-Mittelstation.

Höhepunkt Planai: Die berüchtigte Planai-Bergwertung (3 Läufe) auf Österreichs bekanntesten Schi-Berg, von der Mittelstation ins Ziel beim Planaihof, ist jedes Jahr eine echte Herausforderung für Fahrer und Fahrzeuge. In den letzten Jahren setzte dort meist Schneefall ein – genau jenes Wetter, das eine Legende wie Rauno Aaltonen auf die Siegerspur führt.
Im WM Park Planai geht das Finale unter Flutlicht in Szene: In einer letzten SP zwischen 4 Lichtschranken können die Zuschauer von den Tribünen die Oldies hautnah verfolgen.

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