Classic

Ennstal Classic 2010 | 19.05.2010

DC im NASCAR-Boliden

David Coulthard wird beim GP von Gröbming im Rahmen der Ennstal Classic den NASCAR-Boliden von Red Bull, einen Toyota-Camry pilotieren.

Fotos: www.ennstal-classic.at

Wenn in der Formel 1 die mangelnden Überholvorgänge beklagt werden, so sind die amerikanischen Stock Car Rennen das extreme Gegenteil: bei einem Rennen im Super-Speedway von Talladega wurde die Rekordzahl von 11.428 Überholvorgänge gezählt. Die NASCAR hat die schnellste und attraktivste Rennformel der Welt. Der Sprint-Cup (nach dem Hauptsponsor, einem Mobilfunker benannt) wie sich die amerikanische Stock-Car Serie nennt, umfasst 36 Rennen auf 22 verschiedenen Strecken, pro Rennen gibt es 43 Starter, 155.000 Zuschauer verfolgen im Schnitt die Rennen, 40 Millionen Zuschauer sitzen US-weit vor dem Fernseher. Die «Sekte» der NASCAR-Fans wird auf 75 Millionen Menschen geschätzt.

Die Technik der Autos mutet hausbacken an: 5.9 Liter Stoßstangen-Motoren mit Vergasern, bis zu 800 PS Leistung, bis 10.000 Touren wird gedreht, Gewicht ca. 1500 kg, flacher Unterboden ohne Diffusor, keine Elektronik. Für die superschnellen Ovals wie Daytona und Talladega werden die Motoren durch Ansaugrestrikter begrenzt.

2004 fuhr Rusty Wallace in Talladega für die NASCAR einen Speed-Test mit Rundenschnitten von 356 km/h! Die Karossen der Sprint-Cup Autos sind aus Fiberglass und ihre Ähnlichkeit mit Serienautos wie Toyota Camry, Ford Fusion, Dodge Charger, Chevy Impala, wird im Reglement definiert.

Red Bull setzt aus dem Hauptquartier Mooresville (North Carolina) zwei NASCAR-Auto ein: Die Startnummer #82 gehört Scott Speed, mit #83 fährt Brian Vickers. Als Basisauto muss der Toyota-Camry herhalten. David Coulthard wird das Brian Vickers-Auto am 17. Juli im Chopard-Grand Prix von Gröbming zünden: eine Sensation für Österreich.

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