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T-Wing-Verbot nach nur drei Rennen?

Die technische Arbeitsgruppe befasst sich mit den T-Wings; da ihr Nutzen fraglich ist, könnte ein Verbot schnell umgesetzt werden.

In der Formel-1-WM könnten die umstrittenen T-Wings auf bzw. hinter den Motorabdeckungen schneller verboten werden als gedacht. Deren Abschaffung steht auf der Agenda für das Genfer Treffen der technischen Arbeitsgruppe am Freitag. Werden sich die Rennställe in diesem Gremium einig, wäre es wohl nur eine Formalie, dass auch die Strategiegruppe am kommenden Dienstag bei ihrem Meeting in Paris zustimmt und die Zusatzflügel nach nur drei Rennen eingemottet werden.

Williams-Technikchef Paddy Lowe ist sich aber nicht sicher, ob der Vorschlag durchgewinkt wird. "Es wird interessant, was passiert", sagt der Brite über den Ausgang der Abstimmung. Die Befürworter eines Verbots argumentieren, die T-Wings würden ein Sicherheitsrisiko darstellen, was durch einen Vorfall im freien Training von Bahrain deutlich wurde: Vom Mercedes von Valtteri Bottas abgefallen, überfuhr ihn Max Verstappen und beschädigte sich den Unterboden seines RB13.

Lowe fügt ein Argument gegen die T-Wings hinzu: "Es ist ein verdammt schmaler Grat, wenn es darum geht, wie viele Aerodynamikteile wir anbauen dürfen." Bisher hat die FIA bei niemandem etwas beanstandet – möglicherweise auch deshalb, weil mittlerweile alle Teams mit einer solchen Lösung unterwegs sind. Force Indias Co-Teamchef Robert Fernley bezweifelt jedoch, dass es sich um eine Wunderwaffe handelt; vielmehr sei der Effekt des T-Wings sehr überschaubar.

Fernley sagt: "Ich glaube nicht, dass sie den Teams viel nutzen. Wenn man sich anschaut, wie sie flattern, bezweifele ich, dass sie die Luft wirklich in Richtung des Heckflügels lenken." Das sollten die T-Wings in der Theorie tun und den Luftstrom bei der Kurvenfahrt angleichen, was sich positiv auf den Abtrieb und ergo die Höchstgeschwindigkeit auswirken würde. Möglicherweise handelt es sich aber auch nur um eine Verlegenheitslösung, weil die Designer die negativen Aerofolgen der Heckfinnen nicht ausreichend kalkuliert haben.

Wenn es um den möglichen Beschluss der technischen Arbeitsgruppe geht, zeigt sich Fernley skeptisch. "Es kommen viele Teile dafür infrage, aus Sicherheitsgründen verboten zu werden", überlegt er, kann sich aber ein rasches Verschwinden der T-Flügel vorstellen, vielleicht sogar schon ab dem kommenden Grand Prix von Russland: "Wenn man sich einig ist, wird es schnell umgesetzt werden."

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