Formel 1

Inhalt

Formel 1: News

Überschattet Ferrari-Protest Auftakt?

Ferrari fand kaum Mitstreiter gegen die aktiven Fahrwerke der Konkurrenz: Jetzt droht ein Showdown beim Saisonauftakt in Melbourne.

Schlechte Nachrichten für Ferrari vor der Präsentation der neuen Boliden: Die Versuche der Scuderia, die mutmaßlich aktiven Fahrwerke von Mercedes und Red Bull Racing bei einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe in Genf aus der Formel-1-WM zu verbannen, sind laut auto motor und sport gescheitert. Ferrari erhielt dabei nur von drei weiteren Teams Unterstützung und ist folglich mit dem Protest abgeblitzt.

Bis zum Saisonstart in Melbourne muss sich das italienische Team nun mit dieser Niederlage abfinden, dann könnte man erneut gegen den Techniktrick vorgehen, der den Ferrari-Ingenieuren seit Monaten enormes Kopfzerbrechen bereitet. Ähnlich wie bei der 2014 verbotenen FRIC-Aufhängung dürfte Mercedes einen Weg gefunden haben, während der Fahrt sowohl Rollsteifigkeit als auch Bodenfreiheit auf mechanische Art und Weise an die Fahrbahn anzupassen.

Das System soll sich auch auf die Aerodynamik auswirken: Durch das Absenken des Boliden auf der Geraden wird ein Strömungsabriss verursacht, wodurch man auch mit steiler Flügeleinstellung eine ordentliche Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das Konzept von Red Bull Racing soll zwar weniger raffiniert sein, doch immerhin haben die Techniker in Milton Keynes ebenfalls eine ansprechende Lösung gefunden.

Ferrari hat zuletzt versucht, durch die Abwerbung von Ingenieuren und zahlreiche FIA-Anfragen hinter das Geheimnis zu kommen, doch all die Mühen waren offenbar erfolglos. Nun versucht man, den Geniestreich, der neben der starken Aggregate möglicherweise einer der Eckpfeiler des anhaltenden Mercedes-Erfolgs ist, zu verbannen. Dabei bezieht man sich auf Artikel 3.15 des technischen Reglement, der besagt, dass Teile im Bereich des Fahrwerks, die die Aerodynamik des Autos beeinflussen, nicht beweglich sein dürfen.

Wenn Ferrari in Melbourne gegen die W08- und RB13-Boliden dieser beiden Konkurrenten Protest einlegt, könnte das zumindest ein Problem des Rennstalls um Technikchef Mattia Binotto beseitigen, denn die Teams müssten dann ihre technischen Lösungen offenlegen, wodurch man immerhin im Ansatz wüsste, was die Rivalen in diesem Bereich besser gemacht haben.

Drucken
RBR fordert Klarheit im Regelwerk RBR fordert Klarheit im Regelwerk Wirbel um neue Aufhängungen Wirbel um neue Aufhängungen

Ähnliche Themen:

17.04.2017
GP von Bahrain

Dass Kimi Räikkönen heute "nur" als Vierter ins Ziel kam, schreibt der Finne einer schlechten ersten Runde zu, die ihn zu einer Aufholjagd zwang.

01.04.2017
Formel 1: News

Die ehemaligen Formel-1-Piloten Jean Alesi und Mark Webber sind überzeugt, dass Ferrari weiterhin Mercedes und RBR in Schach halten kann.

26.03.2017
GP von Australien

Fernando Alonso verliert nach einer toller Fahrt in Melbourne einen WM-Punkt: "Wir sollten Letzter sein!", straft er nun McLaren-Honda ab.

Formel 1: News

Allrad on demand IAA 2017: BMW M5 mit Allradantrieb

Der neue BMW M5 - ein 600-PS-Gerät mit wegschaltbarem Allradantrieb, das sich deshalb (auch) wie ein klassischer Hecktriebler fahren lässt.

Histo Cup: Spielberg II Vorschau auf die Rennen in Spielberg

Am Wochenende des 2. und 3. Septembers gastiert der Histo Cup Austria bereits zum zweiten Mal in der Saison 2017 in der Steiermark.

Gestärkte Front Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Allgrip - im Test

Dank neuem Frontdesign wurde der Suzuki SX4 S-Cross zum Charakterkopf. Wir testen die Facelift-Version mit 140-PS-Benziner, Allrad und Automatik.

ARC: Herbstrallye Ermäßigung für historische Teilnehmer

Der Veranstalter der Herbstrallye gewährt ab einer Nennstärke von zehn historischen Teams eine Nenngeldermäßigung von fünfzig Euro.