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Grand Prix von Bahrain

FT3: Alle Topteams auf Augenhöhe

Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit im dritten Freien Training vor Lewis Hamilton - Topteams so eng beisammen wie noch nie in dieser Saison.

Mit einer Überraschung endete das dritte Freie Training zum Grand Prix von Bahrain . Denn am Ende stand kein Mercedes oder Ferrari vorn, sondern ein Red Bull. Max Verstappen setzte bei bis zu 34 Grad Celsius auf dem Wüstenkurs eine Bestzeit von 1:32.194 Sekunden und sicherte sich damit den ersten Platz.

Für Red Bull war es die erste echte Trainingsbestzeit des Jahres. Zwar lag Verstappen schon im ersten Training in Schanghai auf P1, doch dort wurde wegen Regens kaum gefahren. Auf Platz zwei verwies er Lewis Hamilton (Mercedes). Hamilton lag nach zwei von drei Sektoren noch hauchdünn in Führung, verlor seinen Vorsprung aber auf den letzten Metern. Unterm Strich fehlten ihm 0,110 Sekunden.

Weil das Qualifying unter Flutlicht stattfindet, es zu Mittag aber noch taghell und vor allem brütend heiß war, wurde relativ wenig trainiert. Dementsprechend sind auch die Rundenzeiten mit Vorsicht zu genießen. Eins steht aber fest: Es wird spannend. Denn P3 und P8 waren durch weniger als zwei Zehntelsekunden getrennt!

P3 ging an Sebastian Vettel (Ferrari), dessen Ausritt nicht auf der schnellsten Runde passierte. Valtteri Bottas (4./Mercedes) verschätzte sich einmal in der Zielkurve. Und Kimi Räikkönen (5./Ferrari) stand erst länger als alle anderen an der Box, ehe er doch rausfuhr - und sich über sein altes Problem, Untersteuern, beschwerte.

Überraschend innerhalb des ersten Verfolgerpakets von Verstappen/Hamilton: Felipe Massa (6./Williams) und Nico Hülkenberg (8./Renault). Dahinter rundeten die beiden Toro Rossos die Top 10 ab. Trotzdem bleibt für Formel-1-Experte Marc Surer Mercedes Favorit auf die Pole, denn: "Sie haben sich mehr auf das Rennen konzentriert."

Verstappen war nämlich trotz Bestzeit zumindest zwischenzeitlich keineswegs zufrieden. Erst ärgerte ihn eine unsauber eingestellte Lenkung, weil diese nach links zog, dann ging ihm die Getriebesynchronisation auf die Nerven. Überbewertet werden sollte P1 nicht: "Max ist am Ende eine gute Runde gelungen, während andere die erste Runde nicht hinbekommen haben", sagt Teamchef Christian Horner.

Aber: "Wir sind hier auf jeden Fall näher dran als bei den ersten beiden Grands Prix", versprüht er Optimismus. Dass Ricciardo gut eine halbe Sekunde fehlte, ist schnell erklärt: "Zunächst gab es die rote Flagge, weshalb er keine Zeit fahren konnte. Er ist mit der Balance noch nicht so zufrieden wie Max, daher mussten wir noch etwas am Set-up feilen. Durch die sinkenden Temperaturen wird heute Abend aber alles anders."

Auslöser der von Horner angesprochenen Unterbrechung war übrigens Romain Grosjean (18./Haas/+2,011). Der Franzose schimpfte einmal über Unter-, dann wieder über Übersteuern - und gab dem Auto die Schuld, als er sich den Frontflügel an der Mauer abfuhr. Am Boxenfunk fielen Worte wie "bloody hell", weil er mit dem Set-up so unzufrieden war. Ein andermal fluchte er: "Ich habe keine Leistung, Jungs. Ich weiß nicht, was da los ist, aber ich habe keine Leistung."

"Ich bin absolut nicht damit zufrieden, was wir heute im Freien Training geleistet haben", ärgert sich Haas-Technikchef Günther Steiner. "Wir konnten das gestrige Resultat nicht wiederholen. Wir hatten einfach keine Balance, das Auto übersteuerte brutal. Wir haben keine neuen Teile am Auto, sondern einfach die Balance nicht gefunden. Ich glaube, wir haben zu viel Frontflügel gegeben, und deshalb übersteuert das Auto hinten."

Erfreulich schnitt Pascal Wehrlein (Sauber) ab: Mit einer leichtgängigeren Servolenkung, die über Nacht eingebaut wurde, fuhr er 15 Runden und sicherte sich Platz 13. Teamkollege Marcus Ericsson (19.) nahm er 0,321 Sekunden ab. Ganz hinten landete Jolyon Palmer (Renault) auf Platz 20. Selbst sein Rückstand betrug aber nur 2,223 Sekunden.

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