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Grand Prix von Bahrain

Verstappen fordert „Respekt“ von Massa

So hat Felipe Massa Max Verstappen die zweite Startreihe gekostet: "Könnten uns ein bisschen mehr respektieren", kritisiert der Youngster den Routinier.

Verkehrte Welt in der Formel 1: Max Verstappen (19) kritisiert das respektlose Verhalten von Felipe Massa (35) im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain . Konkret wirft der Red-Bull-Youngster dem Williams-Routinier vor, dass ihm dieser seine Runde kaputt gemacht habe, und zwar mit unnötigem Drängeln in der Warm-up-Lap.

"Auf meiner letzten Q3-Runde fuhr ich hinter Lewis", schildert Verstappen die Situation. "Wir bereiteten uns gerade auf unsere letzte Runde vor. Und just bevor ich in die letzte Kurve reinfahren wollte, schob sich Felipe gerade noch vor mich und machte plötzlich langsamer! Hinter uns war der Abstand so groß, dass ich mich frage: Warum tust du das?"

Die GPS-Daten geben Verstappen recht: Als die beiden aus der vorletzten Kurve herausbeschleunigten, lagen hinter Massa nur noch Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel. Selbst wenn der Zug Hamilton-Verstappen-Massa vom Gas gegangen wäre, hätten die beiden Ferrari-Fahrer genug Zeit gehabt, noch eine Runde anzufangen. Denn auf der Uhr war da noch eine Minute übrig, und Vettel hatte fast 20 Sekunden Puffer, als er über die Ziellinie fuhr.

Für Verstappen hatte die Aktion unliebsame Konsequenzen: "Ich musste durch die ganze letzte Kurve im ersten Gang bleiben, um einen Abstand zu Felipe zu schaffen. Das hat meine Runde ruiniert, denn mit kalten Reifen geht halt nichts. Die Ausfahrt aus dieser letzten Kurve war sehr schlecht, und in der ersten Kurve waren die Reifen kalt und ich hatte Untersteuern."

In Zeiten bedeutet das: Verstappen brauchte für den ersten Sektor 28,803 statt zuvor 28,638 Sekunden, schaffte auch im zweiten und dritten Sektor keine persönliche Verbesserung. Die Zeit von 1:29.896 Minuten blieb über der aus seinem ersten Q3-Run (1:29.687 Minuten). Hätte er vom ersten auf den zweiten Run genau wie sein Teamkollege eine halbe Sekunde gefunden, wäre er Dritter geworden.

"Schade", ärgert sich der Red-Bull-Youngster. "Ich finde, wir könnten uns beim Halten der Abstände ein bisschen mehr respektieren und uns nicht vor der letzten Kurve noch vor jemanden reindrängeln. Aber ist halt jetzt so. Ich kann es nicht mehr ändern."

Das Gespräch mit Massa hat er bisher nicht gesucht: "Da gibt es nicht viel zu diskutieren", winkt Verstappen ab.

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