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Grand Prix von Bahrain

Wehrlein: „Mehr als man erwarten konnte“

Pascal Wehrlein sorgt im Qualifying von Bahrain für ein glanzvolles Comeback, das sogar Toto Wolff ins Staunen versetzt: "Er hat spektakulär zurückgeschlagen".

Pascal Wehrlein hat bei seinem ersten Formel-1-Qualifying in dieser Saison einen starken Auftritt hingelegt. Bei seinem Comeback nach der Nackenverletzung stellte der Deutsche seinen unterlegenen Sauber in Bahrain auf Startplatz 13 - vor beiden Force India oder beiden McLaren. "Es war ein super Qualifying", strahlt er daher nach dem Samstag. "Wir haben heute das Maximale herausgeholt - oder sogar mehr als man erwarten konnte."

Wehrlein war eine der großen Überraschungen am heutigen Samstag. Seinen Teamkollegen Marcus Ericsson deklassierte er um mehr als eine halbe Sekunde. Der Schwede blieb heute auf Rang 19 hängen, doch das Wichtigste war für Sauber heute, dass Wehrlein wieder in Form ist: "Ich habe mich von Session zu Session immer wohler gefühlt", nickt der Sigmaringer, dem morgen noch einmal ein Härtetest bevorsteht.

Denn noch weiß er nicht, wie er mit einer Renndistanz zurechtkommen wird. Zwar soll er noch ein paar Schmerzen beim Fahren besitzen, diese sollen allerdings aushaltbar sein. "Ich habe keine Bedenken, dass ich das Rennen nicht schaffe oder zu viele Schmerzen bekomme", sagt er vor dem Sonntag selbstbewusst. "Ich werde mein Bestes geben. Es ist wichtig, so viel wie möglich mitzunehmen, um schon beim nächsten Rennen besser zu sein."

Wehrlein schaut nicht auf Abstand zu Ericsson

Sportlich war der Auftritt von Wehrlein für Sauber ein guter Erfolg. Eigentlich hatte sich das Team nicht viel für Bahrain ausgerechnet, weil der alte Ferrari-Motor auf den Geraden ein deutlicher Nachteil ist, dennoch konnte man einige der direkten Konkurrenten schlagen. "Wir haben seit gestern beim Set-up gute Schritte nach vorne gemacht", lobt Wehrlein, der über Platz 13 "mehr als happy" ist.

Gleichzeitig stellt das aber auch die Leistung von Marcus Ericsson in den Schatten. Dass der Schwede gegen einen Comebacker alt aussah, nachdem er zuvor schon von Rookie Antonio Giovinazzi spürbar unter Druck gesetzt wurde, dürfte seiner Reputation nicht gerade helfen. "Das war ein enttäuschendes Qualifying für mich", hadert er. "Ich konnte nicht das Maximum aus dem Auto herausholen, aber auch das gehört zum Motorsport dazu."

Dass er seinen routinierteren Teamkollegen so deutlich in die Schranken wies, hat natürlich auch Wehrlein mitbekommen. Doch das interessiere ihn derzeit eher weniger, wie er sagt: "Ich schaue nur auf mich. Aus meiner Situation habe ich viel gemacht. Es wäre das Schlechteste, was ich machen könnte, wenn ich nach links und rechts schauen würde", meint er und betont, dass er sich auch von anderen Kommentaren nicht habe ablenken lassen. "Ich habe einfach mein Ding gemacht."

Lob von Toto Wolff: "Spektakulär"

Sein Ziel für den Sonntag ist es nun, das Rennen ohne körperliche Probleme zu beenden - sportliche Ziele sind da eher Nebensache. Zumal der Deutsche weiß, dass es im Rennen schwieriger für ihn werden könnte: "Von den Erfahrungen der ersten beiden Rennen her sind wir im Qualifying stärker als im Rennen", sagt er. Auch der Longrun sah bislang nicht berauschend aus.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff will seinem Junior nach der Verletzung jedenfalls die nötige Zeit geben und ihn nicht unter Druck setzen: "Es wäre gut, wenn er das Rennen ohne körperliche Schmerzen beenden könnte. Hoffentlich kann er Sauber dabei helfen, das Auto zu entwickeln", gibt er milde Ziele aus, ist aber über die heutige Leistung begeistert: "Er konnte spektakulär zurückschlagen und Sauber in Q2 bringen. Das macht mich wirklich glücklich für ihn."

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