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Grand Prix von Brasilien 2011

„Kein einfacher Tag“

Von Zufriedenheit ist bei Fernando Alonso nichts zu bemerken, der Ferrari-Superstar (Platz fünf am Nachmittag) wünscht sich für den Rennsonntag sogar Regen.

An der Spitze des Feldes lieferten sich auch am Freitag in Sao Paulo McLaren und Red Bull einen Schlagabtausch. Ferrari war abermals dahinter, wenn auch nicht sehr weit weg.

Doch bei den Roten steht in Brasilien noch einige Arbeit an. Fernando Alonso war als Sechster nicht zufrieden mit seinem Auto, auch Felipe Massa sah als Fünfter noch Verbesserungsbedarf.

"Das war kein einfacher Tag, denn wir haben es noch nicht geschafft, die richtige Balance für das Auto zu finden", so Alonso. "Wir müssen schauen, wie sehr wir das Handling noch verbessern können. Besonders mit dem Heck war ich nicht zufrieden."

Am Morgen gab zudem der Motor in seinem Ferrari auf. "So etwas passiert. Das kostete nicht viel Zeit. Wir müssen warten, bis der Motor in Maranello ist. Dann werden die Ingenieure einen Eindruck bekommen, was passiert ist."

Doch der Motor am Freitag war ohnehin ein schon gebrauchtes Modell mit viel Laufleistung. "Das wird keine Probleme mehr im Qualifying und Rennen machen, denn da werden wir einen anderen Motor einbauen", so der Spanier.

"Von dem, was wir heute gesehen habe, sind wir hier im Trockenen weniger leistungsfähig als sonst. Mit Red Bull und McLaren an der Spitze können wir nicht mithalten und auch Mercedes ist schnell."

Regen nicht unerwünscht

"Aber es bestehen gute Chance, dass es regnet, damit kann dann alles passieren", so Alonso. "Wenn ich heute die Wahl hätte, würde ich Regen haben wollen. Bei trockenen Bedingungen können wir nur einen fünften Rang im Qualifying und einen Podestplatz im Rennen erwarten."

Massa hingegen macht sich noch keine Gedanken über das Wetter. "Wir müssen ohnehin mit jeder Situation umgehen können", erklärt er.

"Wir haben nichts Neues dabei, aber ich hoffe, dass wir unsere Sache gut machen können, um die Saison auf einem Hoch zu beenden. Ein Podestplatz wäre fantastisch und das würde mir auch für das nächste Jahr noch mehr Motivation geben."

"Ich freue mich sehr, in meinem Heimatland zu fahren", fährt er fort. "Und ich bin auch froh, dass es das letzte Rennen einer Saison ist, die nicht gerade begeisternd verlief: Wenn ich sie auf einer Skala bis zehn bewerten sollte, wäre es nur eine Fünf. Von Montag an müssen wir uns ganz auf 2012 konzentrieren. Wir müssen uns auf allen Gebieten verbessern, vor allem bei der Aerodynamik. Das hat bei den heutigen Formel-1-Autos den größten Einfluss. Aber wir dürfen kein Detail übersehen, denn jede kleine Sache ist wichtig."

Die Analyse beginnt

Brasilien soll damit der Abschied aus einem enttäuschenden Jahr für Massa werden. "Die Rundenzeiten waren heute langsamer als im Vorjahr. Vielleicht sind die Pirellireifen härter als die von Bridgestone, aber auch die Temperaturen waren höher", so Massa. "Wir haben viele verschiedene Einstellungen probiert. Nun müssen wir alles zusammenfügen, um so gut es geht für das Qualifying und vor allem das Rennen vorbereitet zu sein."

"Heute hatten wir wieder viel zu tun, vor allem im Hinblick auf das nächste Jahr", so Cheftechniker Pat Fry. "Auch wenn der Tag nicht völlig glatt verlief - Fernando musste den letzten Versuch am Morgen wegen eines Motorproblems abbrechen -, so konnten wir das geplante Programm beenden. Nun geht es an die Analyse der gewonnenen Daten. Das fällt den Kollegen in Maranello zu, die ohne Unterlass am neuen Auto bauen."

"Am Nachmittag versuchten wir die beste Balance zu finden und das Verhalten der Reifen auf langen und kurzen Stints zu testen", fährt er fort. "Ich würde sagen, dass in diesem Bereich noch viel Arbeit vor uns liegt, denn kein Fahrer ist zufrieden mit dem Handling. Aber es gibt noch genug Zeit bis zum Qualifying. Das Wetter ist eine Unsicherheit. Derzeit ist die Chance auf Regen groß, aber wir wissen, wie schnell sich solche Prognosen ändern können."

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