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Der steile Berg wurde noch steiler

"Was soll ich noch sagen?", fragt ein enttäuschter Kimi Räikkönen - und klammert sich an die mathematische Titelchance. Montoya fuhr perfekt.

"Was soll ich sagen?" Der Noch-Titelanwärter Kimi Räikkönen verließ das Fahrerlager von Hockenheim noch sprachloser, als er ohnehin schon immer ist. "Es ist immer schlimm auszufallen, wenn man mit einem großen Vorsprung in Führung liegt. Das ist das Schlimmste, was einem passieren kann."

Dennoch nahm der Finne seinen dritten technischen Defekt in Serie philosophisch: "So ist der Motorsport nun einmal. Allerdings habe ich nun genug Pech für dieses Jahr gehabt. Es gibt noch eine mathematische Chance auf den Titel, aber es wird immer schwieriger."

Grundvoraussetzung für die Wahrung der allerletzten Titelchance ist jedoch eine zuverlässiges Auto. "Es ist klar, dass unsere Zuverlässigkeit so gut wie unser Tempo werden muss", räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ein. "Es war ein Hydraulikschaden. Das war für uns auch sehr überraschend, denn alles andere lief nach Fahrplan. Wir haben gezeigt, dass wir den Speed haben, aber wir haben noch nicht bei allen Rennen die Zuverlässigkeit. Wir haben den Schritt in Richtung Speed in beeindruckender Weise gemacht und auf dieses Niveau werden wir die Zuverlässigkeit jetzt auch bringen."

Teamboss Ron Dennis träumt derweil von dem, was sein Team an diesem Wochenende hätte erreichen können. Und das hätte nach Juan Pablo Montoyas Qualifying-Abflug und Kimis Ausfall ganz klar ein Doppelsieg sein können. War es aber nicht.

"Der Speed und die Performance unserer Autos sind außergewöhnlich und wir hätten einen Doppelsieg holen können", so Dennis. "Juan Pablos exzellente Fahrt von ganz hinten auf Rang zwei demonstriert unsere Fähigkeiten. Der Berg ist nun noch etwas höher und steiler geworden, aber es ist nur noch schwieriger und nicht unmöglich ihn dennoch zu besteigen."

Montoya wäre hingegen gerne zum zweiten Mal in Folge auf das oberste Podesttreppchen gestiegen. "Es ist etwas frustrierend, da ich dieses Rennen hätte gewinnen müssen", so der Kolumbianer. "So weit hinten zu starten war eine Erfahrung, welche ich nicht unbedingt wiederholen möchte. Ich konnte noch nicht einmal die Ampeln sehen und fuhr einfach los als es die anderen auch taten. Die Balance des Autos war perfekt und wir konnten eine starke Leistung zeigen."

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