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Grand Prix von Großbritannien 2010

Renault: Kubica top – Petrov patzt

Renault bleibt stark, Robert Kubica stellte seinen R30 in die dritte Startreihe. Vitaly Petrov jedoch patzt beim Reifenaufwärmen, nur Platz 16!

Das Renault F1 Team erreichte beim Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone die Startplätze sechs für Robert Kubica und 16 für Vitaly Petrov.

Robert Kubica, Renault R30-03, Platz 6, 1.31,040 min
„Silverstone war für uns bisher kein einfaches Rennwochenende. Wir haben laufend mit dem Fahrverhalten und den unbefriedigenden Rundenzeiten gekämpft. Wir bauten vieles um, aber es war schwierig, alles optimal auf die Reihe zu bekommen. Vor diesem Hintergrund war es schon ein toller Erfolg, überhaupt das dritte Zeitfahren zu erreichen. Ich bin natürlich sehr glücklich, dass ich in Q3 dann Startplatz sechs schaffte. Auch mit meiner Rundenzeit bin ich sehr zufrieden – umso mehr, da ich in der ersten Runde meines letzten schnellen Versuchs in Kurve 1 eine echte Schrecksekunde hatte und bei Tempo 270 fast die Kontrolle verloren hätte. Bei den Aussichten fürs Rennen muss man berücksichtigen, dass es in Silverstone immer sehr schwierig ist zu überholen. Wie üblich spielen deshalb der Start und die Boxenstopps eine entscheidende Rolle.“

Vitaly Petrov, Renault R30-02, Platz 16, 1.31,796 min
„Zu Beginn der Session sah es sehr gut aus: Die Rundenzeit stimmte und das Auto hatte den nötigen Speed. Doch nach meinem ersten Run in Q2 setzte bei der Einfahrt in die Boxengasse plötzlich der Motor aus. Meine Mechaniker leisteten fantastische Arbeit und machten mein Auto so schnell wieder flott, dass ich noch mal rausgehen konnte. Aber vor meiner letzten fliegenden Runde in Q2 habe ich wohl die Reifen nicht ausreichend aufgewärmt – ich muss mir in den Datenaufzeichnungen anschauen, woran das lag. Wir wissen, dass es morgen im Rennen fast unmöglich ist zu überholen, aber ich werde wie immer mein Bestes geben.“

Eric Boullier, Teamchef: „Das Qualifying hinterlässt heute gemischte Gefühle. Robert fuhr herausragend und erzielte mit einer perfekten Runde auf seinem letzten weichen Reifensatz mit Platz sechs ein ausgezeichnetes Ergebnis. Einmal mehr liegen wir vor einem Ferrari und einem Mercedes. Vitalys Session verlief schwieriger, weil an seinem Auto mitten in Q2 ein Problem mit der Kraftstoffversorgung auftrat. Sein Motor ging aus, und dieser Zwischenfall setzte ihn in den wenigen verbleibenden Minuten sehr unter Druck. Sein Startplatz entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen, vor allem nach seiner exzellenten Rundenzeit in Q1 und seinem Speed im bisherigen Rennwochenende. Ich hoffe, er kann morgen eine gute Rennpace zeigen und sich um einige Positionen vorarbeiten.“

Alan Permane, Leitender Renningenieur: „Dieses Rennwochenende hat uns bisher vor einige Rätsel gestellt und wir können nicht genau sagen, woran es lag. Roberts sechster Startplatz entspricht etwa dem, wo wir uns selber sehen, aber es war ein harter Kampf, ihn dorthin zu bringen. Er und seine Ingenieure leisteten in Q3 ausgezeichnete Arbeit und schafften es, das Maximum aus den Reifen herauszuholen – so brachte er es bis auf Rang sechs. Platz 16 für Vitaly ist natürlich enttäuschend. Im Lauf von Q2 gab es ein Problem mit der Spritförderung. Ein Lob an unsere Mechaniker, dass sie das Auto noch rechtzeitig für einen letzten Versuch flott bekamen, aber es reichte nicht mehr für den Einzug in Q3. Dieser Ausgang ist sehr schade für Vitaly, denn er fuhr heute Morgen auf Roberts Niveau und zeigte in Q1 eine sehr starke Leistung.“

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