Formel 1

Grand Prix von Italien 2011 | 12.09.2011

„Wir wollen siegen!“

Dr. Helmut Marko lobt Vettel für sein Manöver gegen Alonso („Meisterstück“) und erklärt, warum Red Bull Racing Rennen für Rennen den Sieg anpeilt.

Helmut Marko hatte nach dem Großen Preis von Italien einmal mehr allen Grund zur Freude, denn Sebastian Vettel ließ die Konkurrenz zum achten Mal in dieser Saison hinter sich und siegte souverän in Monza.

Trotz eines schier unaufholbaren Vorsprungs in der Fahrerwertung wollen aber weder Vettel noch Marko etwas vom erneuten Titelgewinn wissen. "Das interessiert uns nicht", sagt Marko schlicht.

"Wir haben in Monza einen super Sieg eingefahren. Wir gehen jedes andere Rennen genau so an. Wir wollen siegen. Danach ergibt sich automatisch eine Weltmeisterschaft", meint der frühere Formel-1-Fahrer.

"Es ist nicht unsere Philosophie, sichere Rennen zu fahren. Wir sind immer voll auf Attacke." Zumindest in Italien war dies klar ersichtlich, denn Vettel rang Alonso auf spektakuläre Weise nieder.

Der junge Deutsche überholte seinen spanischen Konkurrenten in der Curva Grande - auf der Außenbahn. Ein Manöver, das sowohl die Fans als auch Marko in Verzückung setzte.

"Es war unglaublich. Sein Überholmanöver gegen Alonso war ein echtes Meisterstück", findet der Red-Bull-Konsulent und fügt hinzu: "Es war wahrscheinlich gut, Alonso zu zeigen, woher der Wind weht."

Aber weshalb ist Vettel derzeit so stark? Marko bringt es auf eine einfache Formel: "Er hat das richtige Auto, macht keine Fehler, hat kein Pech und ist der Mann, den es zu schlagen gilt."

Und bald ist Vettel wohl auch noch zweimaliger Weltmeister. Die Frage ist nur: Wo gelingt der Titelgewinn? Schon in zwei Wochen könnte sich der RBR-Fahrer beim Großen Preis von Singapur zur Nummer eins machen.

"Singapur oder Japan wären prima, aber wahrscheinlich würde ich Südkorea bevorzugen", gibt Marko in diesem Zusammenhang zu Protokoll.

"Dort hatten wir im vergangenen Jahr ein echt katastrophales Wochenende. Es wäre eine Art Wiedergutmachung."

Vor der Asien-Tournee der Formel 1 dürfen sich noch Alonso, Jenson Button, Mark Webber und Lewis Hamilton geringe Titelchancen ausrechnen.

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