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Grand Prix von Japan 2011

Lewis Hamilton beschwert sich

Lewis Hamilton glaubt, dass er die Pole erobern hätte können, wenn das nicht Michael Schumacher und auch Mark Webber gewesen wären…

In Q2 um drei Zehntelsekunden schneller als Sebastian Vettel und Jenson Button, nach dem ersten Q3-Run mit einer Bestzeit von 1:30.617 Minuten ebenfalls in Führung vor dem späteren Polesetter (1:30.825) und dem Teamkollegen (1:30.736) - aber am Ende musste sich Lewis Hamilton in Suzuka mit dem dritten Startplatz zufrieden geben. Seine eigene Schuld war das offenbar nicht.

Denn dass er nicht mehr rechtzeitig über Start und Ziel kam, um noch eine Attacke reiten zu können, war diesmal nicht die Schuld des McLaren-Kommandostandes, sondern die Folge eines Zwischenfalls in der letzten Kurve: "Ich hatte Mark auf der einen Seite und Michael auf der anderen", beschwert sich Hamilton über seine Kollegen Webber und Schumacher und grummelt: "Ihr habt das im TV gesehen, ich muss mir das Replay erst genauer anschauen."

Zu Button Abstand genommen

"Jenson war vor mir", schildert er die Situation. "Er machte langsamer, um Abstand zu nehmen, und ich fuhr langsam durch die letzte Kurve, um sicherzustellen, dass genug Abstand zwischen ihm und mir ist. Der Abstand war gar nicht groß, aber als ich bei der Schikane war, schaute ich in den Spiegel und sah Mark innen hereinschneiden. Und dann habe ich Michael ganz übersehen, mit dem ich fast kollidiert wäre. Das war ziemlich gefährlich!"

"Nun ist es halt so", ärgert sich der McLaren-Pilot, der davon überzeugt ist, dass er "noch ein paar Zehntel" gefunden hätte, "weil meine erste Runde nicht gut war". Dass er sich um die Pole-Position betrogen fühlte, war ihm dann auch deutlich anzusehen, als er noch vor der Pressekonferenz im Parc Ferme mit schwarzer Sonnenbrille regungslos neben Vettel und Button stand, die wie immer artig den Fotografen winkten...

Schumacher wiederum versteht den Ärger nicht: "Ich weiß nicht, warum er langsamer gemacht hat", hinterfragt der Suzuka-Rekordsieger Hamiltons Verhalten. "Es war aber für alle drei von uns eng und wir mussten pushen, um noch eine Runde fahren zu können. Ich musste zu dem Zeitpunkt noch eine Runde hinkriegen, weil ich ja nicht sicher wusste, ob Kobayashi oder die Renaults doch noch rausgehen würden."

Schumacher sieht Schuld bei Hamilton

"Lewis hat mich ein bisschen aufs Gras gedrückt", dreht Schumacher den Schuldzuweisungs-Spieß um. "Ich habe es irgendwie durchgeschafft, aber das war ein schlechter Beginn einer Qualifying-Runde. Zum Glück ist Kobayashi nicht mehr rausgegangen, sonst hätte mir wahrscheinlich eine Sekunde gefehlt. Ich habe die Restzeit gesehen und musste vorbei, sonst hätte es nicht mehr gereicht. Am Ende hat eine Sekunde gefehlt. Schade, spielt aber zum Glück keine Rolle."

Warum Hamilton, Webber und Schumacher überhaupt so spät auf die Strecke gegangen sind, dass es mit dem Beginn ihres letzten Q3-Runs so eng werden konnte, sei dahingestellt. Auch ist unklar, ob die FIA-Rennkommissare den Zwischenfall unter die Lupe nehmen werden. Hamilton ist darüber nicht erfreut, gibt sich aber zumindest in seiner Wortwahl gelassen: "Die zweite Reihe ist auch okay. Von Platz drei aus ist noch alles möglich."

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