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Grand Prix von Japan 2011

Doppelweltmeister Vettel: „Viele Grüße nach Österreich…“

Sebastian Vettel ist „ein bisschen sprachlos“ – doch dann sprudelt er wie ein Wasserfall: Er spricht über seinen Titel und sendet Grüße nach Österreich.

Fotos: Red Bull Racing/Clive Mason/Getty Images

Nur einen weiteren Punkt benötigte Sebastian Vettel beim Großen Preis von Japan, um sich auch in diesem Jahr zum Formel-1-Weltmeister zu krönen.

Der Red Bull Racing-Fahrer schaffte mehr als das, indem er seinen RB7 auf dem dritten Platz über die Linie brachte und damit den Titelgewinn perfekt machte. In der Pressekonferenz formulierte der alte und neue Champion sichtlich gerührt einige Gedanken.

"Schwierig. Wo soll ich denn anfangen?", fragt Vettel kurz nach der Siegerehrung auf dem Suzuka International Racing Course.

"Es war ein so langes Jahr und wir hatten eine fantastische Saison. Das Gute ist: Noch ist dieses Rennjahr nicht zu Ende. Das heutige Rennen war nicht so einfach", meint Vettel, der von der Pole-Position aus losgefahren war und letztendlich als Dritter im Ziel ankam.

"Auf den weichen Reifen waren wir nicht so schnell, wie wir das gehofft hatten. Es war knifflig für uns und wir büßten zwei Positionen ein. Trotzdem ist es ein starkes Ergebnis", findet der Deutsche. "Auch wenn der Titelgewinn hier wahrscheinlich war, gestatteten wir uns nicht, daran zu denken. Wenn es in diesem Jahr ein Geheimnis gab, dann war es, dass wir uns eben nicht darauf verlassen haben"

"Es sind die kleinen Dinge, die letztendlich den Unterschied ausmachen", erläutert der nun jüngste zweimalige Weltmeister der Formel-1-Geschichte. "Es ist klasse, den WM-Titel hier in Suzuka zu fixieren. Es gibt so viele Dinge, die du in einem solchen Augenblick sagen möchtest. Es ist schwierig, jetzt an alles zu denken. Ich bin einfach nur sehr dankbar. Vielen Dank an das gesamte Team."

Der Dank geht an den Fitnesstrainer

"So viele Menschen arbeiten an der Strecke und in Milton Keynes, und das tagein und tagaus. Sie machen so viel Druck, um zwei Fahrzeuge hinzustellen, mit denen wir um den Titel kämpfen können. Es ist einfach großartig, dass wir schon jetzt unser Saisonziel erreichen konnten. Ich muss mich bei so vielen Menschen bedanken. Es fällt mir schwer, sie alle zu nennen", hält Vettel in Suzuka fest.

"Eine Person möchte ich herausgreifen, und das ist mein Trainer Tommi Permakoski. Mit ihm verbringe ich während der Saison die meiste Zeit. Vielen Dank auch an seine Familie. Er sorgte dieses Jahr dafür, dass ich nicht abhob und mich mit Dingen beschäftigte, die außerhalb unserer Kontrolle lagen", sagt Vettel. "Eine handvoll Personen" habe ihm zusätzlichen Rückhalt verschafft.

"Der Titelgewinn 2010 war schon klasse. Es erneut zu schaffen, ist unglaublich toll. Alleine hätte ich das aber nicht geschafft", gibt der Red-Bull-Fahrer zu Protokoll und merkt an: "Ich brauchte die Unterstützung des Teams und aller weiteren Beteiligten. Ich muss gestehen: Es ist nun genau so schwierig, die richtigen Worte zu finden, wie beim ersten Mal. Ich bin ein bisschen sprachlos."

Viele Grüße in die Heimat und nach Österreich

"Ich möchte mich auf jeden Fall bei meiner Heimat und den vielen Fans aus Heppenheim und ganz Deutschland bedanken. Das war etwas Besonderes. Vielen Dank an meine Familie und Freunde. Ich hatte nicht immer so viel Zeit für sie, aber jeder konzentriert sich auf das, was ihm sehr wichtig ist, denke ich. Hier und da gibt es ja immer noch etwas Zeit, die man zusammen genießen kann."

"Vielen Dank und viele Grüße nach Österreich an die Red Bull-Familie. Das gab uns an der Strecke immer sehr viel Kraft. Jetzt folgen noch ein paar Rennen - und die wollen wir ebenfalls gewinnen", kündigt der frischgebackene Weltmeister an. "Ich möchte auch Jenson und Fernando gratulieren. Es war sehr eng heute - enger als es manchmal in dieser Saison vielleicht den Anschein hatte."

"Die Top-4-Autos lagen am Ende in weniger als zehn Sekunden. Es ist klasse, dass wir uns da so gut verkaufen konnten. Diese Jungs wissen halt ebenfalls, wie man fährt. Wir waren in diesem Jahr eben meist einen Schritt voraus. Das liegt auch an den Einzelpersonen wie Tommi. Alle geben mehr als einhundert Prozent, um ihren Job zu machen. Das hält uns auf Kurs. Es gibt da kein Geheimnis."

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