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Grand Prix von Japan 2011

Die Tops & Flops aus Suzuka

Tops für den schnellen Sportsmann, den Rekordbrecher, den Zauberer und den Mexikaner. Flops für den Lokalmatador und zwei F1-Teams...

Michael Noir Trawniczek

Top: Button – schneller Sportsmann

Schon im freien Training war klar, wer an diesem Rennwochenende das Sagen haben würde: Jenson Button beherrschte den Trainingstag, zwei Bestzeiten, Lewis Hamilton deutlich im Schatten seines Landsmanns.

Im Qualifying verpasste Button die Poleposition zwar um läppische neun Tausendstelsekunden – im Rennen dafür war kein Kraut gegen ihn gewachsen. Button lieferte mit Sicherheit die beste Performance an diesem Rennwochenende.

Nach dem harten Manöver von Vettel funkte Button zwar an seine Box, dass Vettel dafür wohl bestraft gehöre. Doch als die Stewards etwas anderes entschieden hatten, akzeptierte Button dieses Urteil und gratulierte ehrlich dem neuen Weltmeister. Jenson Button war an diesem Wochenende nicht nur der schnellste Mann und der Mann des Rennens, der Weltmeister des Jahres 2009 konnte auch wieder einmal als großer Sportsmann glänzen.

Top: Vettel – „ausnahmsweise“

Allein für seine Einstellung vor dem Grand Prix von Japan, dass er sich ganz sicher nicht mit dem einen für den zweiten WM-Titel nötigen WM-Punkt begnügen wolle, gebührt Sebastian Vettel ein „Top“. Denn natürlich ist der Druck groß, natürlich wollten alle im Team den „Sack möglichst schnell zumachen“.

Nach dem freien Training, in dem er mit dem Abflug am Ende der ersten Session einen seiner seltenen Fehler beging, hat man eigentlich nicht unbedingt mit einer weiteren Vettel-Pole gerechnet – doch im dritten Quali-Heat gab der Deutsche wieder einmal eine Probe seines unbändigen Talents ab. Teamkollege Mark Webber konnte da nur stöhnen und stand das gesamte Wochenende über deutlich im Schatten des frisch gebackenen Doppelweltmeisters.

Im Rennen reichte es dann immerhin für eine würdige Titelfeier auf dem Podium – dass er ganz sicher nicht taktiert hat, bewies Vettel mit seinem knallharten Manöver gegen Button am Start. Das war hart an der Grenze, aber legal.

Alles in allem würde Vettel streng genommen, bei seinen sonst fehlerlosen Rennwochenenden für seine Performance in Suzuka eigentlich gar kein „Top“ verdienen – doch wenn einer sich zum jüngsten Doppelweltmeister der Formel 1-Geschichte krönt, darf man schon einmal eine Ausnahme machen…

Top: Alonso - Zauberer

Der einzige Makel ist die Quali-Niederlage gegen seinen Teamkollegen Felipe Massa. Ansonsten kann man Fernando Alonso nur gratulieren – wieder einmal hat der Hobby-Zauberer aus einem mittelprächtigen Paket mehr herausgeholt, als dieses eigentlich hergibt.

Top: Perez - Aufholjagd

Wegen technischen Problemen musste Sauber-Pilot Sergio Perez vom 17. Platz aus ins Rennen starten. Auf der für ihn neuen Suzuka-Achterbahn lieferte er eine beeindruckende Aufholjagd, fuhr zugleich reifenschonend und konnte am Ende den für Sauber wichtigen achten Platz erringen. Außerdem fuhr Perez die zweitschnellste Rennrunde. Insgesamt eine tolle Leistung.

Flop: Kobayashi - Katstrophenstart

Ganz anders lief es beim zweiten Sauber-Piloten Kamui Kobayashi. Der Lokalmatador konnte im Qualifying den formidablen siebten Startplatz erringen und wollte seinen Landsleuten unbedingt ein tolles Rennen liefern – doch es kam anders.

Offenbar stand der Japaner zu sehr unter Druck, denn sein Start war wohl einer seiner schlechtesten überhaupt. Am Ende blieb Kobayashi ohne Punkte – ein klassischer „Flop“ für den sonst so kämpferischen Japaner.

Flop: Toro Rosso – “No Go”

Natürlich können Fehler immer passieren – aber einen Reifen nicht ordentlich montieren, bringt einem Formel 1-Team wie Toro Rosso ganz sicher einen „Flop“ auf motorline.cc ein – denn so etwas darf einfach nicht geschehen…

Flop: Williams – Aufwind gefragt

Recht schlimm steht es derzeit um das einstige Siegerteam Williams. In Suzuka waren im Rennen eigentlich nur noch die drei früheren „neuen“ Teams Lotus, Virgin und HRT langsamer als das britische Traditionsteam.

Zudem konnte Rubens Barrichello im Rennen wenig von seiner Suzuka-Erfahrung profitieren, sodass er hinter seinem vergleichsweise unerfahrenen Teamkollegen Pastor Maldonado ins Ziel kam. Hier muss ein Aufwind her.

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Fotos Fotos Analyse Niki Lauda Analyse Niki Lauda

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