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Grand Prix von Monaco 2012 | 26.05.2012
Hunt und Räikkönen – Seelenverwandte?
Kimi Räikkönen erinnert mit dem Original-Helmdesign von James Hunt an den britischen Charakterkopf, der 1979 in Monaco seinen letzten Grand Prix fuhr…
Michael Noir Trawniczek
James Hunt, der legendäre britische Weltmeister des Jahres 1976, dürfte es Kimi Räikkönen angetan haben.
Beim Grand Prix von Monaco fährt er im originalen Helmdesign des 1993 an einem Herzinfarkt verstorbenen Hunt, der im Jahr 1979 in der laufenden Saison seinen Rücktritt erklärte, nachdem er im pechschwarzen Wolf-Cosworth keine Erfolge erzielen konnte und in Monaco einen weiteren Ausfall hinnehmen musste. Ab 1980 fungierte Hunt an der Seite des nicht minder legendären britischen Kommentators Murray Walker als TV-Experte.
James Hunt ist den älteren Formel 1-Fans noch gut in Erinnerung: Seine langen blonden Haare, seine Frauengeschichten, seine exzessiven Partys, seine Verrücktheit, aber auch seine Vorliebe für Alkohol und Drogen – einmal war er derart verkatert, dass er bei einem Test seinen McLaren in der Wiese neben der Strecke abstellte, um an Ort und Stelle im Cockpit zu schlafen. Ein ratloses McLaren-Team, das zunächst ein technisches Gebrechen vermutete, konnte es auch damals nicht fassen…
Am Vorabend soll er übrigens mit seinem Erzrivalen Niki Lauda bis weit nach Mitternacht unterwegs gewesen sein – Lauda hat erst vor zwei Tagen der Zeitung Österreich erklärt, dass „nur die Dummen“ am Monaco-Wochenende feiern würden und den aktuellen F1-Piloten geraten, bei abendlichen Sponsorenessen gleich nach der Vorspeise ins Hotel zu gehen („Alle werden das verstehen“)
Allerdings waren sowohl Lauda als auch Hunt diszipliniert genug, um sich zum Weltmeister zu krönen.
Kimi Räikkönen ist bekanntlich einem „lustigen Abend“ ebenfalls nicht abgeneigt. Die provokante Frage des Moderators, ob er anlässlich seines Formel 1-Comebacks „das Trinken aufgegeben“ habe, beantwortete Räikkönen in der Sendung „Top Gear“ schlagfertig mit einem staubtrockenen „Nein“.
Seine Sympathie für James Hunt hat Räikkönen schon einmal zum Ausdruck gebracht: Am Beginn seines WM-Jahres 2007 hat der Finne unter dem Namen „James Hunt“ an einem Skidoo-Rennen teilgenommen, gekleidet in einem Gorilla-Kostüm. Niemand hat damals gewusst, dass es sich bei dem seltsam gekleideten Bewerber mit dem Pseudonym „James Hunt“ um Kimi Räikkönen handelt…












