MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Test

Valencia, Tag 2: Wieder Ferrari vor Sauber

Felipe Massa war erneut der Schnellste, Sauber wieder auf Platz zwei – aber die eigentliche Überraschung ist die Zuverlässigkeit der Autos.

Es passiert selten, dass der zweite offizielle Testtag einer neuen Saison ohne rote Flagge verläuft, doch die Formel 1 scheint 2010 zuverlässiger zu sein als je zuvor: Nachdem am Montag wegen eines Problems mit der Gasannahme am Williams von Rubens Barrichello nur einmal unterbrochen werden musste, lief der Testbetrieb am Dienstag nonstop.

Für die einzige rote Flagge sorgte fünf Minuten vor Ende der Session Robert Kubica, der seinen gelb-schwarzen Renault R30 an der Boxenmauer abstellen musste – genau vor seinem eigenen Kommandostand. Der Testbetrieb wurde anschließend nicht wieder aufgenommen, obwohl sich die Teams am Montag nach dem Barrichello-Defekt noch auf eine zehnminütige Verlängerung geeinigt hatten.

Steigerung um fast eine Sekunde

Die Bestzeit ging erneut an Felipe Massa: Der Ferrari-Pilot steigerte sich bei strahlendem Sonnenschein und zunehmendem Gummiabrieb auf der Ideallinie von 1:12.574 auf 1:11.722 Minuten. Zum Vergleich: Der Streckenrekord auf dem Circuit Ricardo Tormo nahe Valencia liegt bei 1:08.540 Minuten, aufgestellt von Anthony Davidson (Honda) im März 2006 – doch dieser Vergleich zu damals hinkt wegen des veränderten Reglements.

Nachdem schon am Vortag 7.200 Zuschauer nach Valencia gekommen waren, um die Testpremiere von Michael Schumacher und Co mitzuerleben, pilgerten am Dienstag erneut tausende Fans an die Strecke. Ihren Lokalmatador Fernando Alonso bekamen die Spanier aber noch nicht zu Gesicht: Der zweifache Weltmeister schaute zwar im Fahrerlager vorbei, wird aber erst am Mittwoch in den Ferrari F10 steigen. Auch Michael Schumacher hatte frei.

Die sportlichen Schlagzeilen schrieben andere, zum Beispiel der junge Japaner Kamui Kobayashi, der erstmals den neuen Sauber C29 testen durfte. Kobayashi belegte mit 0,334 Sekunden Rückstand den starken zweiten Platz und wiederholte damit die Performance seines Teamkollegen Pedro de la Rosa vom Vortag. "Der Sauber scheint ein solides Auto zu sein", meinte selbst Mercedes-Teamchef Ross Brawn anerkennend.

Anzumerken ist allerdings, dass die Testzeiten in diesem Winter noch weniger Bedeutung haben als in vergangenen Jahren, weil die Benzintanks größer geworden sind. Allein die Gewichtsunterschiede machen bis zu fünf Sekunden pro Runde aus. Das relativiert auch den großen Rückstand von Nico Rosberg, der über eine Sekunde betrug. Damit belegte der Deutsche den fünften Platz.

Nur Kobayashi unter 100 Runden

Trotz seiner 119 Runden war Rosberg nicht der fleißigste Testfahrer, denn diesen Titel sicherte sich zum zweiten Mal hintereinander Massa (124). Gute Vorzeichen also für Alonsos Ferrari-F10-Premiere, die möglicherweise noch mehr Zuschauer an die Strecke locken wird, zumal am Schlusstag auch Weltmeister Jenson Button (McLaren) zum Einsatz kommen wird.

Buttons Teamkollege Lewis Hamilton machte erste Bekanntschaft mit dem MP4-25 und sicherte sich mit einer halben Sekunde Rückstand Platz drei, unmittelbar vor Kubica, Rosberg und Rubens Barrichello (Williams). Letzterer klagte über Untersteuern und schien sich auch nicht hundertprozentig wohl zu fühlen. Letzter wurde der Schweizer Sébastien Buemi mit 2,101 Sekunden Rückstand.

Buemis Toro-Rosso-Team hatte zwar keine Getriebeprobleme mehr, doch gute Zeiten scheinen mit dem STR5 noch nicht möglich zu sein, auch wenn Teamchef Franz Tost Entwarnung gibt: "Wir sind mit sehr viel Sprit unterwegs. Dafür sind die Rundenzeiten gut." Ohnehin diente der zweite von drei Testtagen dieser Woche vor allem technischen Probeläufen wie zum Beispiel McLarens Aerodynamiktest.

Rundenzeiten:

 1.  Massa        Ferrari     1:11,722
2. Kobayashi Sauber 1:12,056
3. Hamilton McLaren 1:12,256
4. Kubica Renault 1:12,426
5. Rosberg Mercedes 1:12,899
6. Barrichello Williams 1:13,377
7. Buemi Toro Rosso 1:13,823

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Test

Weitere Artikel:

Das gibt eine Ermahnung von Toto Wolff: George Russell und Kimi Antonelli haben im Kanada-Sprint Erinnerungen an Rosberg vs. Hamilton wach werden lassen

24h Nürburgring, Spa, Zandvoort

Das irre Wochen-Triple für viele DTM-Stars

Zwei Drittel der DTM-Piloten mussten zuletzt eine Horrorwoche im Cockpit absolvieren - Auf dem Plan standen die 24h Nürburgring, Spa und Zandvoort

Rallycross-ÖM, Greinbach: Bericht

Action und Spannung pur in Greinbach

Bei frühlingshaften Temperaturen wurde am vergangenen Wochenende ein Rallycross-ÖM Lauf im PS Racing Center Greinbach ausgetragen.

1. Training Monaco: Leclerc Schnellster

Hadjar sorgt für ersten heftigen Einschlag

Charles Leclerc zweimal in der Auslaufzone, Isack Hadjar spektakulär in der Leitplanke: Beim ersten Freien Training in Monaco wurde es turbulent