Formel 1: Launch | 03.02.2010

Virgin Racing enthüllte den VR-01

Als erstes neues Formel-1-Team hat Virgin Racing seinen Wagen vorgestellt: Der VR-01 wird erstmals am Donnerstag in Silverstone fahren.

Virgin Racing hat im Kampf um die Krone für den besten Neueinsteiger bereits vor dem ersten Rennen die Nase vorn. Die Briten stellten ihren VR-01 am Mittwoch vor und waren damit schneller als die Konkurrenten Lotus, US F1 und Campos. Der Virgin-Bolide stammt aus der Feder von Nick Wirth. Der frühere Simtek-Teamchef beschreitet einen neuen Weg.

"Was für ein Auto", jubelt Virgin-Boss Richard Branson beim Blick auf den VR-01. Der Formel-1-Bolide wurde vom erfahrenen Designer Nick Wirth einzig mit Hilfe der CFD-Technologie entworfen. Das Auto stammt also komplett aus dem Computer, auf Versuche im Windkanal verzichtet man bei Virgin. "Nick und sein Team haben unglaubliche Arbeit geleistet. Es ist toll, Teil dieses Projekts samt herausragender Ingenieurskunst zu sein", so Branson weiter.

"Erst bei unserem ersten Testeinsatz mit dem VR-01 in Spanien in der kommenden Woche können wir das Ergebnis der Arbeit der vergangenen zehn Monate wirklich ablesen", schränkt Virgin-Geschäftsführer Graeme Lowdon ein. "Für mich ist es bereits eine Riesenleistung, dass wir es bis hierher geschafft haben. Das wäre ohne die Entschlossenheit aller Beteiligter nicht möglich gewesen. Ich bin stolz auf das Team."

Virgin wird den VR-01 morgen erstmals auf die Strecke bringen. Timo Glock wird den Wagen am Donnerstag auf der Kurzanbindung in Silverstone auf Herz und Nieren prüfen. Beim Shakedown wird der Deutsche zunächst alle Systeme checken. Auf Performance kommt es bei dieser Fahrt nicht an. "Wir haben alle Zutaten beisammen, um unsere ambitionierten Ziele in den kommenden Jahren erreichen zu können", so Lowdon optimistisch.

Im ersten jahr möchte sich Virgin als bester Neueinsteiger präsentieren, in den Folgejahren will man in der Hackordnung konsequent nach oben klettern. "Natürlich werden wir bereits kommende Woche in Jerez an unseren Leistungen gemessen", sagt Branson. Er fügt an: "Ich hoffe nur, dass man dabei nicht vergisst, welch grandiose Leistung überhaupt ist, dieses Team aufzustellen und den mutigen Schritt gewagt zu haben."

"Natürlich ist der von uns eingeschlagene Weg eine Art Expedition ins Ungewisse. Ich selbst kann auf diesem Weg kaum helfen, aber ich freue mich schon auf die weiteren Schritte in der Zukunft", so der britische Milliardär. "Ich freue mich jetzt zunächst einmal darauf, den VR-01 auf der Strecke zu sehen. In den kommenden Wochen bereiten wir uns intensiv auf das erste Rennen für Virgin Racing vor."

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