Formel 1: News | 05.02.2010
Schließung droht: Force India unter Druck
Bei Force India ist kurz vor dem Saisonstart Feuer am Dach: Die britische Unternehmensaufsicht droht mit Schließung des Rennstalls!
Schon mehrfach hat Force India die Altlasten des Teams aus Zeiten von Midland oder Spyker wie eine schallende Ohrfeige ins Gesicht bekommen, nun ist es wieder soweit. In diesem Fall muss der indische Rennstall sogar richtig zittern. Das Companies House, die britische Unternehmensaufsicht, hat Force India eine Frist bis zum 25. Februar gesetzt. Bis zu jenem Termin muss der Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2008 eingereicht werden, sonst droht die Schließung.
Der Bericht hätte laut des Daily Telegraph bereits Ende Oktober 2009 vorliegen müssen, doch die Teambesitzer Vijay Mallya und Michiel Mol erwirkten eine Fristverlängerung bis zum 26. Januar. "Wir hatten uns mit dem Companies House auf eine Verlängerung geeinigt, weil wir mehr Zeit brauchten, um den Bericht zu erstellen", sagt Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer (Bild).
Doch das Team ließ auch die neue Frist verstreichen, ohne den Finanzbericht ans Handelsregister geschickt zu haben. "Am 28. Januar haben wir dann eine schriftliche Erklärung bekommen, in der man uns eine Deadline bis zum 25. Februar gesetzt hat", so Szafnauer weiter. "Die Frage ist, was passieren wird, falls wir es bis dorthin nicht schaffen." Die Vorgabe ist deutlich: Die britische Behörde hat die Auflösung bereits in Gang gesetzt.
"Wenn sie es den Bericht bis zum 25. Februar einreichen, bleibt genug Zeit, den Auflösungsprozess zu stoppen", wird ein Sprecher des Handelsregisters zitiert. "Der Ball liegt bei ihnen. Die Auflösung wird nur gestoppt, wenn wir den Bericht bekommen. Falls wir innerhalb eines Zeitrahmens von drei Monaten nichts bekommen, wird das Unternehmen zerschlagen."
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