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Indian Roadmaster Classic - erster Test Indian Roadmaster Classic 2017

Lack und Leder

Klassisches Design trifft hochmoderne Technik: Indian hat mit der Roadmaster Classic ein neues Flaggschiff für Reiselustige im Programm.

Ralf Schütze/mid

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Die US-Traditionsmarke Indian wertet ihr Spitzenmodell Roadmaster auf. Als Roadmaster Classic verbindet die Reise-Ikone Hightech mit klassischem Design. Mit ausgeklügeltem Infotainment-System, hochmodernen LED-Leuchten und ganz viel feinem Leder trumpft Indians neuer Reisedampfer technisch und optisch auf.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Indian Motorcycles der erste Motorradhersteller Amerikas. 1901 begann die Produktion in Springfield (Massachusetts). Nach längeren Unterbrechungen fertigt die Traditionsmarke heute als Tochter des Polaris-Konzerns in Medina (Minnesota) hochwertige Motorräder.

Ihren Luxus-Cruiser Roadmaster hat die Marke mit dem Indianer-Logo jetzt als Roadmaster Classic wesentlich aufgewertet. Dabei ist eine gelungen wirkende Einheit von moderner Hightech und klassischem Design zustande gekommen, die auf dem Markt der hochwertigen Power-Cruiser durchaus einschlagen könnte. Elemente wie der großzügige Einsatz von hochwertigem und imprägniertem Leder erinnern an frühe Indian-Modelle und greifen somit gekonnt den Mythos der legendären Motorradmarke auf.

Die brandneue Indian Roadmaster Classic wird ab Frühjahr 2017 in drei Farben bei den Händlern stehen: "Thunder Black" sowie zwei Kombinationen jeweils aus "Ivory Cream mit Willow Green" oder "Indian Motorcycle Red". Vor allem charakteristische Stilelemente wie die verchromten Teardrop-Logos auf dem Tank und die Ledertaschen sind eine deutliche Hommage an frühe Indian-Motorräder.

An der Front stellen zwei prägende Stilelemente auf den ersten Blick klar, dass es sich hier nur um eine Indian handeln kann: Der massive geschwungene Kotflügel und darauf der beleuchtete Indianer-Kopf. Wer sich ein solches Motorrad zulegt, sollte über eine hervorragende Chrom-Reinigungspaste verfügen, denn überall an der Indian Roadmaster Classic glänzen verchromte Komponenten und zeugen von hochwertigen Materialien. Dazu gehören die bequemen Rückenstützen ("Highway-Bars") vorne und hinten, die Tankkonsole sowie sämtliche Schalter und Tasten.

Die Umrandung des Cockpits hingegen ist farblich an den Lack der Maschine angepasst. Im Cockpit sitzt ein Premium-Audiosystem mit satten 100 Watt Leistung. Die Ausstattung der Indian Roadmaster Classic umfasst einen elektronischen Tempomat, ein elektrisch verstellbares Windschild, variable Sozius-Trittbretter, eine schlüssellose Zündung sowie ein hochmodernes Zweikreisbremssystem mit ABS - somit ist höchstmöglicher Komfort an Bord des neuen Reise-Klassikers garantiert.

Für den Sitzkomfort der Indian-Besatzung sorgt eine Sitzbank aus genarbtem Desert Tan-Leder. Fahrer und Beifahrer können unabhängig voneinander eine Sitzheizung akitvieren. Im selben edel-braunen Leder sind die großzügigen Satteltaschen gehalten samt dazu passendem Leder-Heckkoffer.

Der lässt sich je nach Bedarf sehr einfach an- und wieder abbauen. Das Leder-Topcase schluckt zwei Vollvisier-Helme. Insgesamt bietet die Indian äußerst großzügige 123 Liter Stauvolumen. Die imprägnierte Lederausstattung samt sogenannten Conchos und Fransen erinnert an frühe Indian-Modelle und hebt sich deutlich von der Ausstattung der Konkurrenzmodelle ab.

Angetrieben wird die Roadmaster Classic von Indians klassisch gestyltem "Thunder Stroke 111"-Motor im markentypischen 49°-V2-Layout. Erkennungsmerkmale: Die charakteristischen Kühlrippen und die parallel verlaufenden Stößelstangen-Rohre.

Im neuen Luxustourer leistet das 1,8-Liter-Kraftpaket bescheiden klingende 52 kW (71 PS). Doch bei derartigen Bikes kommt es vor allem auf die Schubkraft an, und da glänzt der Twin mit 135 Newtonmeter Drehmoment, das bereits sehr früh bei 2.100 U/min anliegt. Somit muss man den Ganghebel wohl höchst selten betätigen.

Zur Komfort-Ausstattung der Indian Roadmaster Classic gehört ein luftunterstütztes hinteres Federbein, das mit einer Handpumpe aus dem Bordwerkzeug reguliert werden kann - nicht ganz State of the art, aber doch geeignet, um den Reisedampfer auf unterschiedliche Beladung mit jeweils optimalem Federungskomfort einzustellen.

Zu den fortschrittlichen elektronischen Systemen an Bord sind das Reifenluftdruck-Kontrollsystem TPMS und vor allem das Infotainment-System "Ride Command" zu zählen, das unter anderem Bordcomputer-Infos sammelt und anzeigt.

Ein 18 Zentimeter großer Touchscreen lässt sich auch mit Motorradhandschuhen über verschiedene Berührungen wie Wischen, Ziehen oder Tippen bedienen. Navigation, Bluetooth und die Verbindung zum Smartphone gehören ebenfalls dazu.

Gegen Aufpreis kann der Käufer einer Roadmaster Classic vielfältige Extras ordern wie Chrom- und Leder-Accessoires. Die neue Roadmaster Classic steht ab Frühjahr 2017 bei den Indian-Händlern und kostet in Österreich 34.890 Euro (Deutschland: 29.900 Euro).

Luxus-Tourer mit flüssigkeitsgekühltem 49°-V2-Viertakt-Motor, Hubraum 1.811 cm3, max. Leistung 52 kW (71 PS) bei 4.700 U/min, max. Drehmoment 135 Nm bei 2.100 U/min, Sechsgang-Getriebe, Zahnriemen, Leichtmetall-Gussprofilrahmen, vorn Teleskopgabel mit 46 mm Standrohrdurchmesser und 119 mm Federweg, hinten ein luftunterstütztes Federbein mit 114 mm Federweg, vorn zwei schwimmende 300 mm Bremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln, hinten eine schwimmende 300 mm Bremsscheibe mit Zweikolben-Bremssattel, Zweikreis-Bremssystem mit ABS, Reifen vorn 130/90B16 73H, hinten 180/60R16 80H, Radstand 1.668 mm, Sitzhöhe 673 mm, Tankinhalt 20,8 Liter, Leergewicht 408 kg, zul. Gesamtgewicht 630 kg.
Österreich-Preis: 34.890 Euro (Deutschland: 29.900 Euro).

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