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Rekordteilnehmerfeld bei Memorial-Rennen

Der Saisonauftakt zur internationalen Rallycross-ÖM steht im Zeichen der kürzlich verstorbenen Rallycross-Legende Herbert Breiteneder.

Ein sowohl quantitativ als auch qualitativ enorm hochwertiges Starterfeld mit nicht weniger als 79 Nennungen, wird die Zuschauer in Massen zum mit Spannung erwarteten ersten Lauf nach Fuglau bei Horn ziehen.

Nach einer langen Winterpause scharren die Rallycrosser nun schon in den Startlöchern. Endlich geht es wieder um Meisterschaftspunkte in der Rallycross-ÖM und das bei einem Saisonauftakt, der sich sehen lassen kann. Denn dieses Rennen auf dem Nordring zählt gleich zu vier Meisterschaften.

Die Protagonisten kommen aus fünf Ländern (Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen und Weißrussland) und wollen gleich jede Menge Punkte in deren Championaten auf ihr Konto buchen. Darüber hinaus zählt dieser Lauf auch zur Zonenmeisterschaft Zentraleuropa.

Die Protagonisten

Vorrangig ist sicherlich der regierende Staats- und Zonenmeister der Division 1, Peter Ramler zu nennen. Der Obergrafendorfer hat seinen Seat Leon T16 4x4 abermals verbessert und will beide Titel erfolgreich verteidigen.

Das Turbo-Allrad-Geschoß verfügte schon im Vorjahr über eine Leistung von ca. 500 PS und der Niederösterreicher wird wohl über den Winter dem bärenstarken Motor noch ein paar Pferdchen entlockt haben.

Sein ewiger Rivale, der oberösterreichische Routinier Alois Höller, will ihm das Siegen schwer machen. Der Ford Focus T16 4x4 hat zwar im Vorjahr mitunter Sorgenfalten bei Höller verursacht, aber der Mühlviertler wird alles daran setzen um mit dem Seat von Ramler mithalten zu können.

Mit Franz Spitaler versucht ein weiterer Niederösterreicher im einzigen mit Saugmotor ausgestatteten Boliden (BMW M3) sich gegen die Turbo-Armada zu stemmen.

Nicht vergessen darf man allerdings auf die starke ausländische Konkurrenz, die schon in der Vergangenheit den Österreichern mit bestens motorisierten Autos das Leben schwer gemacht hat.

In der Division 1A zählt der junge Burgenländer Mario Petrakovits zu den Mitfavoriten. Er startet auch heuer wieder mit einem penibel vorbereiteten VW Polo in die Meisterschaft. Der Niederösterreicher Wolfgang Schörghuber hat in der Saison 2007 schon eifrig am Punktekuchen mitgenascht.

Das soll sich nicht ändern, denn er setzte sich das Ziel, unter die Top-5 in der Gesamtwertung zu kommen. Um dies auch zu erreichen hat er seinen Skoda Fabia einer Rundumverbesserung unterzogen. Ob es letztlich auch reicht um den zu favorisierenden tschechischen Piloten das Wasser zu reichen, wird sich am 20. April auf dem Nordring zeigen.

Tschechische Übermacht

In der seriennahen Klasse haben sich unter anderem bereits der amtierende Europameister Tomas Kotek und sein sehr erfolgreicher Landsmann Roman Castoral (beide CZ) in die Nennliste eingetragen. Der Niederösterreicher Thomas Strobl hat gegen die tschechische Übermacht einen schweren Stand. Nichtsdestotrotz wird er seinem Seat Ibiza ordentlich die Sporen geben und hoffentlich die international arrivierten Stars entsprechend fordern.

Amazonen und tolle Hechte

Mit Heimvorteil kommen die Waldviertler Rallycrosser der Division 4 nach Fuglau. Allen voran der Nordring-König Jürgen Stoitzner, der im vergangenen Jahr nur wenige Einsätze absolvierte.

Er ist heuer in der ungewohnten Rolle als Jäger topmotiviert und wird seinen vielen Fans eine tolle Show bieten und einen Tagessieg einfahren wollen. Schließlich ist er für seinen spektakulären Fahrstil berühmt.

Sein schärfster Widersacher wird abermals der amtierende Pokalsieger und Zonenmeister Jürgen Weiß sein, der den Ford Sierra Cosworth schon starklar in der Garage stehen hat.

Der Hecht im Karpfenteich könnte Christoph Holzner sein, der nach einer mehrjährigen Rallycross-Pause mit dem VW Golf Turbo 4WD über ein immens potentes Auto verfügt. Übrigens wird mit der erst 16-jährigen Romina Fritz eine so genannte Amazone ihre Premiere im internationalen Rallycross erleben. Man darf also gespannt sein, wie sich die junge Dame in diesem rauen Sport schlagen wird.


Es werden knapp 80 Starter aus verschiedenen Bundesländern erwartet, wobei ein Großteil der Fahrer aus Ostösterreich stammt. Aber auch mit vielen Startern aus Tschechien und Ungarn wird gerechnet.

Zeitplan:

07.45 – 08.30 Uhr Freies Training
08.30 – 10.00 Uhr Pflichttraining
10.15 Uhr Start 1.Vorlauf für alle Divisionen
anschließend Start 2.Vorlauf alle Divisionen außer Div. 2, 1A und 1
ca. 12.45 Uhr Fahrerpräsentation
13.00 Uhr Start 2.Vorlauf für die Divisionen 2, 1A und 1
anschließend Start 3.Vorlauf für alle Divisionen
15.00 Uhr Start Finalläufe für alle Divisionen
ca. 18.00 Uhr Preisverteilung (Fahrerlager)

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