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IndyCar: Indianapolis 500

Wenige Zentimeter entscheiden

Das Herzschlagfinale bei den IndyLights gibt einen ersten Vorgeschmack auf das Indianapolis 500-Rennen, das am Sonntag Amerika in seinen Bann zieht.

Foto: IndyCar

Wahnsinnsfinale in Indianapolis: Vier IndyLights-Boliden stürmten auf der Zielgeraden nebeneinander auf die Ziellinie zu. Am Ende hatte der 27-jährige Ire Peter Dempsey (Belardi Auto Racing) die Nase um 26 Zehntausendstelsekunden vor Gabby Chaves (Schmidt Peterson Motorsports). Dritter wurde sein Teamkollege und Polesitter Sage Karam vor Carlos Munoz (Andretti/AFS), der das Freedom 100 über weite Strecken angeführt hatte.

In Runde 14 zog Munoz an Karam vorbei, dahinter lauerten Chaves und Dempsey. In der Folge entwickelte sich ein beherzter Vierkampf, der in der letzten Runde kulminierte. Karam griff Munoz an, auf der Gegengerade schob sich Chaves außen heran. Durch die Kurven 3 und 4 ging es zu dritt nebeneinander und der entstehende Windschatten brachte den dahinter fahrenden viertplatzierten Dempsey ins Spiel.

Als es auf die Zielgerade ging, verhungerte Munoz innen, neben ihm wurde Karam von Chavez überholt, als ganz außen plötzlich Dempsey wahre Flügel bekam und das Trio um Haaresbreite komplett und um wenige Zentimeter schnupfte. Es war der erste IndyLights-Sieg des Iren und der knappste Zieleinlauf der Indianapolis-Historie: Der Sieger schlug Karam um 0,0026 Sekunden, der dritte Chaves lag 0,029 Sekunden zurück, der viertplatzierte Munoz um 0,0443 Sekunden.

Die andere Seite der Medaille: Insgesamt gingen nur elf IndyLights-Piloten in den Saisonhöhepunkt 2013. Bestand das Feld der ersten Nachwuchsserie der IndyCars vor einigen Jahren noch aus bis zu 30 Fahrzeugen, so bleibt angesichts des atemberaubenden Zieleinlaufs nur zu hoffen, dass diese Serie in den kommenden Monaten und Jahren wieder mehr Zulauf genießen kann.

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