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GT Sprint Series: Zandvoort

Sensationeller Podiumsplatz

Thomas Jäger und Dominik Baumann landen bei ihrem GT3-Debüt sensationell auf dem Podium, Grasser Racing landet auf den Plätzen fünf und sechs.

Fotos: Susanne Roßbach, Grasser Racing Team

Thomas Jäger ist in Zandvoort (NL) sensationell mit einem Podiumsplatz in die Blancpain Sprint Series eingestiegen. Bei ihrem Serien-Debüt fuhren die beiden Österreicher Thomas Jäger und Teamkollege Dominik Baumann im BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Schubert im Hauptrennen auf den zweiten Platz.

Bei seinem ersten Rennwochenende im GT3-Rennwagen schaffte der 19-jährige Thomas Jäger mit einer beeindruckenden Leistung gleich den Sprung auf das Podium. Mit Rang fünf im Qualifying-Rennen erreichten Jäger und Teamkollege Baumann sogar zweimal eine Top 5-Platzierung.

Thomas Jäger fuhr im Hauptrennen den Start im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 76. Startplatz fünf war eine gute Ausgangsposition, die sich das Duo Baumann/Jäger mit einer starken Aufholjagd im Qualifying-Rennen gesichert hatte. Seinen ersten Start im GT3-Auto meisterte das Nachwuchstalent bravourös und machte sofort einen Platz gut. Den vierten Platz verlor der Schubert-Pilot in der ersten Kurve wieder an einen Konkurrenten, holte sich die Position nach wenigen Rennrunden aber wieder zurück.

Auf P4 liegend schloss Thomas auf den vor ihm auf P3 liegenden Audi auf, und fuhr danach zur Halbzeit des Rennens in die Box. Dort übernahm Landsmann Dominik Baumann das Steuer des BMW Z4 GT3. Durch einen superschnellen Boxenstopp der Schubert-Boxencrew gewann Baumann bereits eine Position in der Box und war damit Dritter. Bei einsetzendem Regen entschied das Team mit Trockenreifen auf der Strecke zu bleiben, was sich als absolut richtige Entscheidung herausstellte. Der 21-jährige Baumann übernahm kurze Zeit später Rang zwei. Auf auftrocknender Strecke fuhr der Tiroler den ersten Podiumsplatz für die beiden jungen Österreicher souverän nach Hause.

Im Circuit Park Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste herrschten am gesamten Wochenende wechselhafte Wetterbedingungen und machten das Debüt in der Blancpain Sprint Series für die beiden Fahrer Dominik Baumann/Thomas Jäger und das Team aus Oschersleben nicht einfacher. Mit P8 und P2 in den freien Trainings war die Erwartungshaltung von Beginn an hoch. Das Qualifying um die Startplätze für das Qualifying-Rennen endete mit Schaltungsproblemen und Startplatz 12 mit einer Enttäuschung. Schon im Qualifying-Rennen zeigten die Youngster mit einer Aufholjagd von P12 auf Rang 5, dass mit ihnen zu rechnen ist. Mit diesem Ergebnis legten die beiden jungen GT-Piloten aus Österreich den Grundstein für den sensationellen Erfolg im so wichtigen Hauptrennen.

Thomas Jäger kommentierte seine hervorragende Leistung nach der Siegerehrung freudestrahlend: "Was für ein super Einstand in die Blancpain Sprint Series für uns. Schon P5 im Qualifying-Rennen war von Startplatz 12 ein gutes Ergebnis für uns. Der Podiumsplatz im Hauptrennen toppt alles, ich bin super zufrieden. Eine Rennrunde mehr und wir hätten vielleicht sogar gewinnen können. Aber auch mit P2 bin ich sehr glücklich."

"Ein großer Dank geht an meinen Teamkollegen Dominik Baumann, an Schubert Motorsport und an BMW. Alle haben einen super Job gemacht, so kann es gerne weitergehen. Außerdem bedanke ich mich bei Schubert Motorsport-Teammanager Stefan Wendl, dass er mir sein Vertrauen geschenkt hat und mich gemeinsam mit Dominik in der prestigeträchtigen Blancpain Sprint Series einsetzt."

Beim Start zum Hauptrennen am Sonntag gab es während der Startphase einen Unfall, der erneut den Einsatz des Safety-Cars zur Folge hatte. Nach dem Restart konnte Hari Proczyk seine Position auf P1 behaupten, obwohl er massiv von dem Mercedes-Benz mit Götz am Steuer attackiert wurde. Zum Boxenstopp entschied das Team auf Slicks zu bleiben, obwohl es zu regnen begann.

Beim schnellen Fahrerwechsel von Proczyk auf Bleekemolen wurde jedoch aus Versehen der Motor erneut gestartet und hatte zur Folge, dass die Mechaniker die Räder nicht gleich wechseln konnten. Dadurch verzögerte sich der Stopp um wertvolle Sekunden und das Fahrzeug verlor viele Platzierungen. Bleekemolen reihte sich auf P7 wieder ein und versuchte zu pushen, merkte aber, dass sich der Gallardo nicht mehr so schnell fahren ließ. Trotz des Handicaps konnte sich der Niederländer nach vorne kämpfen und beendete sein Rennen mit wichtigen Meisterschaftspunkten auf Platz 5.

Sascha Halek war von Beginn des Rennens mit schnellen Rundenzeiten unterwegs, konnte seine Verfolger hinter sich lassen und behauptete während seines Stints P1 in der PRO-AM-Wertung. Wie beim Schwesterfahrzeug entschied das Team, dass beim Fahrerwechsel nicht auf Regenreifen gewechselt wird. Landmann ließ sich von dem einsetzenden Regen nicht beeindrucken, setzte seinen Spurt fort und konnte sich im Gesamtfeld sogar bis auf P6 verbessern. Bis zum Ende des Rennens fuhr der Österreicher immer noch persönliche Bestzeiten und wurde am Ende mit P1 in der PRO-AM-Wertung belohnt.

Hari Proczyk: „Das Wochenende war eigentlich ganz gut. Wir haben die Pole Position im Qualifying geholt und das erste Rennen gewonnen. Der Speed vom Auto war sehr gut. Beim Hauptrennen am Sonntag habe wahrscheinlich ich während des Fahrerwechsels beim Boxenstopp irgendwie den Motor gestartet, obwohl das Auto noch oben war. Ich nehme an, dass ich mit dem Ellenbogen auf den Startknopf gekommen bin, als ich mit Jeroen (Bleekemolen) getauscht habe. Das müssen wir noch prüfen. Hier haben wir viel Zeit verloren. Beim Wechsel muss auch irgendwas gebrochen sein, da Jeroen danach mit dem Auto nicht mehr wirklich schnell unterwegs war.“

Jeroen Bleekemolen: „Bis zum Hauptrennen war das Wochenende perfekt. Da hatten wir dann beim Boxenstopp ein Problem und verloren viel Zeit. Auch danach ging das Auto nicht mehr so schnell. Wahrscheinlich ist beim Stopp irgendwas kaputt gegangen. Das Team hat wieder gute Arbeit geleistet, wir waren superschnell unterwegs und hätten bestimmt auch zwei Siege einfahren können.“

Sascha Halek: „Das war ein gutes Wochenende für Stefan (Landmann), das Team und mich. Meine Aufgabe war klar: Ich musste versuchen, immer vor A. Latif im Audi R8 bleiben, um unsere PRO-AM-Wertung zu gewinnen.
Das Team hat unsere Boxenstopps immer sehr schnell hinbekommen und ich wusste, wenn ich Stefan das Auto auf P1 übergeben kann, dass er in der Lage ist, diesen Platz ins Ziel zu bringen. Beim Wetterpoker haben wir immer richtig entschieden und das hat uns auch sehr geholfen.
Ich freue mich schon auf den Slovakia Ring, der sollte dem Lamborghini Gallardo gut liegen.“

Stefan Landmann: „Am Wochenende hatten wir richtige Wetterkapriolen, von 27 Grad Sonne bis 10 Grad mit Starkregen war alles dabei.
Ich bin das erste Mal hier in Zandvoort gefahren und es war nicht so einfach. Aber Jeroen (Bleekemolen) hat dem Team hier sehr wertvolle Unterstützung gegeben.
Mit den beiden Wertung-Siegen bin ich sehr zufrieden, mein Kollege Sascha (Halek) und das Team haben tolle Arbeit geleistet. Mal sehen, wie es auf dem Slovakia Ring wird, auch dort bin ich bisher noch nie gefahren.“

Teamchef Gottfried Grasser: „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf in der Saison mehr als zufrieden. Drei Siege in Serie, am Wochenende einen Sieg in der Gesamtwertung, zwei Siege in der PRO-AM-Wertung und heute P5 und P6 in der Gesamtwertung, dass ist bisher eine sehr gute Leistung von unserem Team. Wir wissen, dass wir mit beiden Autos schnell unterwegs sein können und hatten heute weniger Glück beim Boxenstopp von Hari (Proczyk) und Jeroen (Bleekemolen). Wir greifen am Slovakia Ring wieder an. Die Strecke sollte unserem Gallardo gut liegen. Leider ist der Einsatz von Jeroen noch nicht sicher, weil er eine andere Renn-Verpflichtung hat. Aber wir tun alles, damit es doch noch klappt: Daumen drücken!“

Der nächste Rennevent in der Blancpain Endurance Serie findet vom 22.-24. August 2014 auf dem Slovakia Ring statt. Das Grasser Racing Team hat seinen nächsten Einsatz in der Lamborghini Super Trofeo im Rahmen des 24h-Rennens von Spa-Francorchamps Ende Juli.


Hauptrennen
 1. Ide/Rast                  WRT Audi               1:01:45.733
 2. Baumann/Jäger             Schubert BMW                +1.366   
 3. Renauer/van Lagen         Herberth Porsche           +20.732   
 4. Buhk/Gotz                 HTP Mercedes               +37.996   
 5. Proczyk/Bleekemolen       Grasser Lamborghini        +49.430   
 6. Landmann/Halek            Grasser Lamborghini        +49.901   
 7. Rosina/Kox                Reiter Lamborghini         +50.135   
 8. Stumpf/Brito              Brazil BMW               +1:16.398 
 9. Abril/Lisowski            WRT Audi                 +1:26.781 
10. Ramos/Vanthoor            WRT Audi                 +1:39.434 
11. Mayr-Melnhof/Winkelhock   Phoenix Audi             +1:39.963 
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