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Mercedes GLA Facelift - erster Test Mercedes GLA 2017

Kleiner Gipfelstürmer

Auch ein kompakter Kletterer wie der Mercedes GLA kommt auf unebenen Pfaden souverän voran. Test auf einer Off-Road-Piste am Hungaroring.

mid/wal

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Freilich stecken die tollsten technischen Schmankerl bei Daimler in den Dickschiffen wie GLS und GLE. Jene hohen Luxusliner besitzen beispielsweise pneumatische Fahrwerke.

Doch der etwas konventioneller ausgestattete GLA, der kein Luftfahrwerk besitzt, muss sich hinter seinen großen Brüdern keineswegs verstecken. Denn auch er kann Gipfel stürmen, seien sie auch auf noch so steinigem Wege zu erreichen.

Allein die elektronisch ausgefeilte 4Matic-Technik mit ihren drei Fahr-Modi und dem leicht bedienbaren Spezial-Tempomat für gleichzeitig steile und unebene Abwärtsstrecken machen einem das Autofahrerleben leichter. Dass ein in der Luft hängender Reifen funktionslos durchdreht, ist auch beim kleinsten Sternen-SUV ausgeschlossen.

Sehr zufriedenstellend motorisiert ist bereits der GLA 220 4Matic. Seine vergleichsweise bescheidenen 135 kW/184 PS bezieht er aus zwei Liter Hubraum. Nicht zuletzt auch dank seines maximalen Drehmoments von 300 Newtonmeter bei 1.200-4.000/min spurtet der Benziner spritzig in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Zwar gehört der Motor zu den modernen Aggregaten mit recht hoher Energieeffizienz, doch das für viele größere Mercedes-Modelle so charakteristische Fahrgefühl eines V6-Motors vermittelt der Benjamin nicht. Motoren dieser Kategorie findet man auch in allerhand Autos ohne Stern wieder.

Als Wanderer zwischen den automobilen Welten interpretiert der GLA seit 2013 das Segment der kompakten SUV aber insgesamt sehr überzeugend. Der erste Mercedes-Benz im schnell wachsenden Segment der kompakten SUV ist handlich in der Stadt, spritzig auf Land- und Passstraßen sowie dynamisch und effizient auf der Autobahn (cw-Wert 0,29). Die hochwertige und mit viel Liebe zum Detail entwickelte Ausstattung sowie der flexible Innenraum positionieren den GLA als kompaktes SUV der feineren Art.

Und die neueste Generation hat mehrere Verfeinerungen zu bieten: Geänderte Stoßfänger, zusätzlich wählbare Leichtmetallräder und die neue, an glänzendes Gold erinnernde Farbe "Canyonbeige" kennzeichnen den Jahrgang 2017 auf den ersten Blick.

Damit unterstreicht der GLA optisch noch stärker seine SUV-Gene. Die bisher optionalen Bi-Xenon-Scheinwerfer weichen LED-Scheinwerfern, die sich durch eine tageslichtähnliche Farbtemperatur auszeichnen.

Der Fahrer hat die Wahl zwischen drei Fahrwerksvarianten: Serienmäßig verfügt der GLA über ein Komfortfahrwerk; auf Wunsch erhältlich ist das Fahrwerk mit Tieferlegung (in Verbindung mit der AMG Line oder dem Fahrdynamik-Paket).

Beim Off-Road-Komfortfahrwerk (optional) ist die Karosserie um 30 Millimeter höher gelegt. Das führt dann zu verbesserter Geländegängigkeit durch größere Bodenfreiheit, zu einer höheren Sitzposition und zu einer markanteren Offroad-Optik.

Beachtlich sind auch die inneren Werte des kleinen Softroaders: Eine 360-Grad-Kamera erfasst die unmittelbare Umgebung des Fahrzeugs, die entweder als Vollbilddarstellung oder in sieben verschiedenen Splitscreen-Ansichten auf dem Media-Display gezeigt wird.

Darunter ist auch eine virtuelle Draufsicht auf das Fahrzeug - erzeugt aus den Daten der vier Kameras: Front-, Rückfahr- und je einer Kamera in den Außenspiegeln. Den Innenraum des GLA werten neben neuen Sitzbezügen und Zierteilen verchromte Bedienteile auf.

Zudem wurden die Düsenringe stärker akzentuiert und unterstreichen so noch den SUV-Touch im Innenraum. Einziges Manko ist das relativ knappe Platzangebot im Fond. Passagiere mit langen Beinen sitzen dort nicht wirklich bequem. Für Paare oder Familien mit noch nicht ausgewachsenen Kindern ist der GLA jedoch eine perfekte Reisekutsche auf ebenen wie holprigen Wegen.

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