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IRC: San Marino-Rallye

Und wieder IRC light…

Von der IRC-Spitze starten nur Basso und Mikkelsen beim IRC-Debüt der San Marino-Rallye auf losem Untergrund. Österreicher sind diesmal nicht am Start.

Michael Noir Trawniczek

Zwar feiert die San Marino-Rallye am kommenden Wochenende ihr bereits 40. Jubiläum, als IRC-Rallye wird sie jedoch ihr Debüt geben. Sie wird die erste von zwei aufeinander folgenden Schotter-Rallyes im IRC-Kalender sein, zwei Wochen später wird in Rumänien ebenfalls auf dem losen Untergrund gefahren.

Von der Charakteristik her handelt es sich um einen feinkörnigen Schotter, der Untergrund jedoch ist hart. Für die Jubiläums-Ausgabe haben die Veranstalter einige Sonderprüfungen inkludiert, die schon seit Jahren nicht mehr Bestandteil der Rallye waren. Generell handelt es sich um Hochgeschwindigkeitsstrecken, diese sind laut der offiziellen IRC-Website nicht in jenem Maße anspruchsvoll, wie das an anderen Orten der Fall ist, die Vorteile der Lokalmatadore dürften diesmal geringer sein, als es beispielsweise zuletzt in Ypern der Fall war.

Im Gegensatz zu Ypern wird die sechste IRC-Runde wieder ohne österreichische Beteiligung abgehalten. Sowohl der in Ypern im Production Cup siegreiche Andi Aigner als auch Michael Kogler haben San Marino nicht in ihr reguläres Programm aufgenommen.

Mit der Startnummer eins nimmt Lokalmatador Giandomenico Basso auf einem Ford Fiesta S2000 die Rallye in Angriff – er hat einerseits schon öfter an dieser Rallye teilgenommen und gilt daher als einer der Favoriten, zugleich verweist er darauf, dass er generell nicht so oft bei Schotter-Rallyes am Start ist, er mit dem Fiesta noch wenig Schotter-Erfahrung aufweist und er auch die neuen Prüfungen nicht kennt.

Skoda Großbritannien-Pilot Andreas Mikkelsen ist im Vorjahr in San Marino beim Lauf zur italienischen Gravel Trophy an den Start gegangen – und konnte die Rallye prompt gewinnen. Er zählt mit Sicherheit zu den Topfavoriten am kommenden Wochenende. Was wohl auch daran liegt, dass von den Topstars der IRC de facto nur Mikkelsen und Basso am Start stehen. Das Skoda-Werksteam setzt weder Jan Kopecky noch Juho Hänninen in San Marino ein.

Was für Jungpiloten wie Sepp Wiegand (Skoda Deutschland) oder Patrik Flodin (Fiesta S2000) eine Chance darstellt, einen Podestplatz zu erringen. Nicht unterschätzen darf man auch den zweiten Lokalmatador Umberto Scandola auf einem weiteren Skoda Fabia S2000. Schwer einzuschätzen ist Germain Bonnefis, der als junge Hoffnung der Franzosen gilt und natürlich in einem Peugeot 207 S2000 antritt.

In der Gruppe N respektive im Production Cup nützt Tommi Mäkinen Racing die Chance, dass Stohl Racing mit Tabellenleader Andi Aigner bei dieser Rallye nicht an den Start geht. Gleich zwei Subaru Impreza WRX STI R4 werden eingesetzt, am Steuer sitzen Toshi Arai und der Finne Jarkko Nikara. Dazu kommt noch der stark einzuschätzende Lokalmatador Marco Tempestini, der ebenfalls einen R4-Immpreza pilotieren wird.

In der 2WD-Klasse muss der Tabellenführende, Citroen DS3 R3-Pilot Harry Hunt mit der Herausforderung von Davide Catania rechnen, der als starker Schotterpilot gilt. Von den Spitzenpiloten der aktuellen 2WD-Tabelle steht auch Robert Consani am Start, der einen Renault Clio R3C pilotieren wird. Nicht unterschätzen sollte man auch Martin Kangur im Honda Civic R3.

Die erste der insgesamt 13 Sonderprüfungen, die 19,33 Kilometer lange SP 1 „Sestino“ wird am Freitagvormittag um 10.55 Uhr in Angriff genommen. Um 11.45 Uhr wird die 24,15 Kilometer lange SP 2 „Mercatello“ gestartet. Die beiden Prüfungen werden am Nachmittag ein zweites Mal absolviert, am Abend steht noch die 6,45 km lange Asphalt-Zuschauerprüfung durch die Straßen von San Marino auf dem Programm. Am Samstag werden weitere acht Sonderprüfungen absolviert, die abschließende SP 13 „Rofelle3“ startet um 17.48 Uhr.

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