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Rallye-ÖM: ARBÖ-Rallye

Beppo Harrach hat es geschafft

Mit fünf Siegen und einem zweiten Platz küren sich Beppo Harrach und Andreas Schindlbacher in Admont zum österreichischen Rallyestaatsmeister 2011.

Fotos: Daniel Fessl

Mit einem sauberen zweiten Platz hinter dem Meister der letzten Jahre entscheidet Beppo Harrach die Saison 2011 noch vor der letzten Rallye für sich.

Von Beginn an setzte das DiTech Racing Team auf eine Zielankunft. Normales Tempo auf Asphalt, keinerlei Risiko auf Schotter. Ein paar Sonderprüfungsbestzeiten ließen sich trotz aller Vernunft nicht vermeiden.

Theoretisch galt es, einen fünften Platz zu erreichen, um bereits ein Rennen vor Saisonende die Meisterschaft für sich zu entscheiden, mit dem zweiten Platz ist dieses Ziel jetzt locker erreicht.

Obwohl die Saison noch nicht zu Ende ist, darf an dieser Stelle von der besten Saison, die Beppo Harrach und Andreas Schindlbacher je hatten, gesprochen werden. Der Sieg Nummer 1 bei der Jänner Rallye kam für viele noch überraschend, die Fortsetzung bei der Lavanttal Rallye war dann schon eine klare Ansage an die Mitbewerber, und spätestens seit der Bosch Rallye war fast allen klar, dass Beppo Harrach erstmals in seiner Karriere nach dem Meistertitel griff.

Es folgten die Castrol Rallye und der Einsatz bei der Maribor Rallye, bevor sich ein kleines Grüppchen echter Rallyefahrer mit den schwierigen Bedingungen der Schneebergland Rallye auseinandersetzte. Hier passierte dann auch der einzige Fehler im Laufe der gesamten Meisterschaft, und so musste man bis heute zuwarten, ehe die Meisterschaft 2011 gefeiert werden konnte.

Ein Meistertitel und damit der Titel, der die Spitze im heimischen Rallye-Lager markiert, bedarf deutlich mehr als nur einer schnellen Mannschaft im Auto. Damit ist jetzt auch der Zeitpunkt gekommen, all jenen zu danken, die diese großartige Saison überhaupt erst möglich gemacht haben. An erster Stelle sind hier „DiTech – Computer und nicht irgendwas“ und Caramba zu nennen, die den unumgänglich notwendigen finanziellen Rahmen sichergestellt haben.

Danke aber auch an die herausragende Mannschaft der DriftCompany, an die Firma Mitsubishi und hier insbesondere an den heimischen Importeur Denzel und an die große Zahl an Freunden und Bekannten, die in welcher Art auch immer ihren Beitrag zum Titel geleistet haben. Ein ganz großes Dankeschön auch an die Mechaniker-Crew, die stets ein optimal vorbereitetes Auto an den Start gerollt haben und bei jeder Rallye mit maximalem Einsatz dabei waren.

Einer besonderen Erwähnung bedarf auch die Tatsache, dass die Familie Harrach nun nach 1990 (Ernst Harrach) den zweiten Staatsmeistertitel geholt hat. Bisher ist es in Österreich noch nie gelungen, dass Vater und Sohn die Rallye Staatsmeisterschaft für sich entscheiden konnten.

Beppo Harrach: „Ich fühle mich großartig. Ein Traum ist wahrgeworden und gemeinsam mit Andreas Schindlbacher ist es trotz härtester Gegner gelungen, unseren ersten Staatsmeistertitel schon ein Rennen vor Saisonende zu fixieren. Wir haben gezeigt, was mit einem kleinen Team und einem Gruppe N bzw. in weiterer Folge R4 Mitsubishi Evo IX alles möglich ist. Nach dem unglücklichen Saisonende 2010 haben wir heuer bewiesen, dass wir das schnellste Rallye Team im Land sind und die Medien haben uns dabei durch ihre unglaubliche Unterstützung von Lauf zu Lauf gepusht."

"Ich habe zu Saisonbeginn gewusst, dass wir es schaffen können. Sechs Siege in fünf Rennen habe ich mir dabei allerdings nicht ausgemalt. Ich wäre vermutlich vor meinem eigenen Größenwahn erschrocken. Die letzten Sonderprüfungen heute Nachmittag waren ein Irrsinn. Dauernd habe ich irgendwelche Geräusche gehört, an technische Probleme gedacht und nur gehofft, dass die Rallye möglichst bald zu Ende ist. Der Druck, der auf mir gelastet hat, war einfach extrem. Danken möchte ich hier noch ganz besonders meinem Vater, der mich unglaublich unterstützt hat und in dessen Fußstapfen ich jetzt getreten bin. Heute will ich nur noch feiern, feiern und nochmals feiern!“

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