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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Wie ein Fisch im Wasser

Am Tag als der Regen kam, erwies sich Andreas Waldherr als Spitzenschwimmer! So kann man den Auftritt des VW Racing Teams zusammenfassen.

Foto: VW Racing Team Austria

Perfekt vorbereitet, hoch motiviert und mit einer taktisch richtigen Entscheidung ging das Duo Waldherr / Ettel auf seinem VW Polo S2000 in die ersten Prüfungen der Bosch Rallye.

Die Wechsel Region machte ihrem Namen alle Ehre und so wechselten die Bedingungen im Laufe der gesamten Rallye mehrmals: vom strahlenden Sonnenschein bis hin zu sintflutartigen Regenfällen bot das Wetter all seine Möglichkeiten auf, um den Teilnehmern und Zuschauern eine herausfordernde bzw. spannende Rallye zu bieten.

Bereits am Freitag legte Andreas Waldherr mit einer Bestzeit auf dem Rundkurs in Pinggau und weiteren Top-Zeiten den Grundstein für eine erfolgreiche Rallye. Als Gesamtzweiter ging man nach 6 Prüfungen in die Nachtruhe.

Mitverantwortlich dafür, eine etwas unkonventionelle Reifenentscheidung für die ersten beiden Sonderprüfungen, als man im Gegensatz zu den Mitbewerbern auf Intermediates anstatt Slicks setzte. Eine Entscheidung, die auf der zweiten (regennassen) Prüfung voll aufging: der S2000-Pilot flog dem Dominator und späterem Sieger dieser Rallye, Beppo Harrach, hier gleich um fast 4 Sekunden davon!

Auch am Samstag wussten Waldherr und sein VW Polo S2000 zu überzeugen. Mit konstanten Platzierungen unter den Top-4 etablierte man sich auf dem dritten Gesamtrang. Generell scheint Pinggau ein guter Boden für das VW Polo S2000 Team zu sein. Mit einem zweiten Rang auf dem langen Rundkurs in Pinggau (SP 12) sicherten Waldherr / Ettel nämlich letztendlich ihren Podestplatz ab.

Dazu Andreas Waldherr: „Nach dem schwierigen Saisonbeginn bin ich sehr froh, dass wir bei der Bosch Rallye wieder beweisen konnten, was in uns bzw. dem VW Polo S2000 steckt. Insbesondere die Zeitabstände zu den anderen beiden S2000-Piloten zeigen, dass wir unseren Job sehr gut gemacht haben. Denn beide Mitbewerber haben sicherlich technisch enorme Vorteile gegenüber unserem Fahrzeug."

"Aber man sieht, dass man auch als kleines motiviertes Team Erfolg haben kann. Jetzt freue ich mich auf die kommenden Rallyes, denn wir haben noch ein paar technische Entwicklungen in der Pipeline, die uns dabei helfen sollten, den VW Polo S2000 weiterhin in den Top-3 zu platzieren."

"Mein Dank gilt dem ganzen Team, das nie aufgegeben hat und immer hinter dem Projekt gestanden ist. Und natürlich auch unseren technischen Partnern VW Racing Südafrika und Lehmann Motorentechnik, die uns bei der Weiterentwicklung des VW Polo S2000 unterstützen.“

Neben Andreas Waldherr war im VW Racing Team Austria bei der Bosch Rallye ein neues Nachwuchstalent am Start: David Glachs ging in einem VW Golf TDi an den Start, um sich auf seine zukünftigen Einsätze im Scirocco TDi vorzubereiten.

Leider verfolgte ein noch nicht näher lokalisierter Defekt in der Elektrik des Golf für eine kurze Vorstellung des Duos Glachs / Foissner. Nachdem man bereits am Freitag den VW Golf abstellte, um sich auf Fehlersuche begeben zu können, lief es auch bei der Wiederaufnahme am Samstag nur kurz gut.

Dann machte sich der selbe Defekt wieder bemerkbar. Angesichts des bereits großen Zeitrückstandes und des nicht lokalisierbaren Problems entschied man sich dann dazu, den VW Golf TDi aus dem Wettbewerb zu nehmen.

Die österreichische Rallyemeisterschaft geht am 27./28. Mai mit der Castrol Rallye im Raum Judenburg-Pöls (Steiermark) weiter.

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