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Rallye-ÖM: Weiz-Rallye | 04.08.2012
Überraschung im Opel Corsa Cup
Christoph Leitgeb macht sein Versprechen wahr und greift voll an. Daniel Wollinger kämpft mit Problemen und gegen Koni Friesenegger.
Foto: © GM Corp.
Weiz. Mit einer Überraschung endete heute die erste Etappe der Rallye Weiz im Opel Corsa OPC Rallye Cup: Nicht der Sieger der bisherigen beiden Läufen, der steirische Lokalmatador Daniel Wollinger, sondern Christoph Leitgeb aus Kärnten war der dominierende Mann auf den schnellen Sonderprüfungen rund um die südoststeirische Bezirkshauptstadt Weiz.
Mit zwei klaren Bestzeiten auf der SP „Gössersattel“ konnte sich der „Eisner Auto Rallye Team“ Pilot in der Gesamtwertung deutlich absetzen. Dabei war der erste von zwei „Local Heroes“, Daniel Wollinger (dieses Mal mit Walter Pfaffenhuemer als Co-Pilot), auf der anderen Sonderprüfung, dem Rundkurs Anger, je zwei Mal der Schnellste. Im Etappenziel rätselte er über den Zeitrückstand, zumal er sich nur knapp (genau um 8,1 Sekunden) gegen einen bestens gelaunten Koni Friesenegger behaupten konnte.
Wolfram Doberer fuhr mit „Aushilfs-Co-Pilotin“ Julia Baier auf Platz vier. Platz fünf der Etappenwertung belegte der zweite Lokalmatador, der Weizer Daniel Zieser, der auf SP 3 und 4 vom Pech verfolgt war und auf diesen Nacht-Prüfungen seine Lichter-Galerie verlor. Gastfahrer Christian Kerbler schlug sich auf den ersten vier Sonderprüfungen seines Lebens hervorragend und durfte als Sechster in die Nachtruhe, während Gerhard Dworak mit sich selbst und Platz sieben äußerst unzufrieden war.
Die Stimmen der Piloten nach der ersten Etappe:
Christoph Leitgeb: „Das war heute perfekt. So kann es weitergehen! Ich weiß auch, warum ich auf dem Rundkurs zwei Mal langsamer war, das macht mir keine Sorgen. Morgen warten gleich in der Früh zwei wilde Prüfungen, wir werden schauen, dass wir ausgeschlafen sind!“
Daniel Wollinger: „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Auf SP 1 hatte ich kleinere Probleme mit der Bremse, beim zweiten Mal hat aber alles funktioniert. Vielleicht war ich ein wenig verunsichert, oder die Prüfung liegt mir nicht. Am Rundkurs war ich richtig schnell, dem konnte ich meinen Stempel aufdrücken. Aber ich muss dem Christoph gratulieren, er war heute einfach schneller. Allerdings ist morgen ein langer Tag…“
Koni Friesenegger: „Wir sind super zufrieden. Bei der Rallye läuft es zum ersten Mal so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das Auto ist jetzt einfach perfekt, ich habe volle Vertrauen und kann richtig attackieren, das macht unglaublich viel Spaß. Morgen greifen wir noch an, mal sehen. Vielleicht geht sich ja der zweite Platz aus!“
Wolfram Doberer: „Vielleicht war mir heute doch zu wenig Schotter… Nein, Spaß beiseite. Ich bin nicht unzufrieden, vor allem nicht mit dem Rundkurs, da waren wir gut. Die andere Prüfung habe ich wohl nicht so gerne gemocht. Aber uns fehlen rund 30 Sekunden auf den Koni, das ist keine unlösbare Aufgabe für Morgen.“
Daniel Zieser: „Wir haben gleich am Anfang der SP 3 unsere Lichtergalerie verloren. Also, sie ist noch irgendwie am Auto gehangen, wir sind langsam bis ins Ziel, weil wir dachten, wir verlieren noch mehr Zeit, wenn wir in der Prüfung anhalten. Nach der Zieldurchfahrt haben wir sie wieder befestigt, aber nach zwei Kilometern war sie wieder weg… Zwei Prüfungen ohne Licht, das hat enorm viel gekostet.“
Christian Kerbler: „Es war einfach nur geil, ein Hammer. Allerdings haben wir eineinhalb Strafminuten bekommen, weil sich mein Co verrechnet hat. Ich fürchte, wir werden dem Herrn Dr Apela mit sofortiger Wirkung den Doktortitel aberkennen müssen!“
Gerhard Dworak: „Ich weiß nicht, was los ist. Sogar der Willi (Stengg, Anm.) war schon bei mir und hat mich gefragt, was los ist. Ich fahre einfach schlecht, dabei waren wir in Kärnten bei der Testrallye super unterwegs, keine Ahnung woran es jetzt liegt.“
Zwischenstand nach vier von 12 Sonderprüfungen (vorläufig):
1. Christoph Leitgeb/Sabrina Hartenberger 35:19,40 Minuten
2. Daniel Wollinger/Walter Pfaffenhuemer + 40,4 Sekunden
3. Koni Friesenegger/Christoph Friesenegger + 48,5
4. Wolfram Doberer/Julia Baier + 1:23,1 Minuten
5. Daniel Zieser/Christoph Wögerer + 3:34,6
6. Christian Kerbler/Hans Drapela + 4:17,2*
7. Gerhard Dworak/Romana Dworak + 4:59,3









