Rallye

Newsletter-Abo:



Inhalt

Rallye-WM: Argentinien

„Ein toller Sieg für das Team“

Sebastien Loeb erklärt, er habe schon am Samstag „gewusst, dass bald eine Teamorder kommt“, er und auch Hirvonen hätten vorne sein wollen…

In Südamerika hat Sebastien Loeb einen weiteren Schritt in Richtung seines neunten WM-Titels gemacht. Der Citroen-Pilot gewann die Rallye Argentinien und damit den dritten WM-Lauf in dieser Saison.

Es war zugleich Loebs 70. Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Teamkollege Mikko Hirvonen als Zweiter komplettierte den Citroen-Doppelsieg.

"Nach Portugal, wo wir keine Punkte erzielt haben, ist das ein toller Sieg für das Team. Es war wichtig, darauf zu reagieren, und das ist mir und Mikko mit den Plätzen eins und zwei wirklich gut gelungen. Es war eine sehr lange Rallye, dort Erster und Zweiter zu werden, ist großartig", wird Loeb auf der offiziellen WRC-Website zitiert.

Allerdings hat der Sieg einen bitteren Beigeschmack, denn er stand bereits am Samstagmittag fest. Nach dem frühen Ausfall ihres einzigen ernsthaften Konkurrenten Petter Solberg im Ford, hatten sich die beiden Citroen-Werksfahrer bis dahin ein packendes Teamduell geliefert, in dem sie nur um wenige Sekunden voneinander getrennt waren. Doch dann wurde den Teamverantwortlichen die Sache zu heikel.

"Wir können es uns nicht leisten, durch den Zweikampf einen möglichen Doppelsieg wegzuwerfen", sagte Teamchef Yves Matton. Per Teamorder wurden beide Fahrer angewiesen, ihre Positionen zu halten.

Ab dann ließen es Loeb und Hirvonen locker angehen, was sie sich angesichts eines Vorsprungs von über 1:30 Minuten auf den Drittplatzieren Dani Sordo auch erlauben konnten.

"Wir wussten, dass in dieser Situation bald eine Teamorder kommen würde. Wir wollten beide vorne sein und haben eine Menge Druck gemacht", nimmt Loeb die bei vielen Fans umstrittene Entscheidung zur Kenntnis.

Am ersten Tag der Rallye hatte der Rekordweltmeister mit einer ungewohnt hohen Fehlerquote überrascht. Auf den ersten beiden Wertungsprüfungen drehte er sich gleich drei Mal. Schuld daran war laut Loeb eine missratene Änderung des Setups seines DS3 WRC.

"Wir haben das Setup ein wenig verändert, und das Auto hat in einigen Situationen nicht exakt zu reagiert, wie ich es erwartet habe, was mich überrascht hat. Normalerweise passieren mir keine drei Dreher bei zwei Wertungsprüfungen", sagt der Franzose.

"Also mussten wir einige Dinge an der Abstimmung verändern, und damit kehrte auch das Vertrauen zurück." Nach einigen Änderungen am Differential und der Balance fuhr Loeb dann wieder wie ein Uhrwerk seinem dritten Saisonsieg entgegen, mit dem er auch seine Führung in der WM ausbaute.

"Nach allem, was in Portugal passiert ist, ist die Situation nicht schlecht, aber Mikko und Petter sind nicht allzu weit hinter mir", beurteilt Loeb seine Lage.

Drucken
Ergebnis & WM-Stand Ergebnis & WM-Stand Bericht Ford Bericht Ford

Ähnliche Themen:

19.01.2013
WRC: Monte Carlo

Citroen war einmal mehr das Maß der Dinge – allen voran „Teilzeitrentner“ Sebastien Loeb, der bei schwierigsten Bedingungen die Konkurrenz deklassierte.

04.08.2012
Rallye-WM: Finnland

Sebastien Loeb gewinnt zum dritten Mal die Finnland-Rallye, Citroen-Teamkollege Mikko Hirvonen sorgt für einen Doppelsieg der Franzosen.

01.04.2012
Rallye-WM: Portugal

Mikko Hirvonen feiert den ersten Sieg für Citroen, Mads Östberg wird einmal mehr Zweiter, Evgeny Novikov rettet Platz drei. Oliveira als 13. im Ziel.

Rallye-WM: Argentinien

- special features -

Formel 1: News Bleibt Pastor Maldonado bei Williams?

Pastor Maldonado konnte vergangenes Jahr den GP von Spanien gewinnen, doch dieses Jahr konnte er noch keinen einzigen WM-Punkt einfahren.

Motorrad-WM: News Suzuki ab 2015 wieder in der MotoGP

Der japanische Motorradhersteller Suzuki kehrt ab 2015 wieder in die MotoGP zurück, erste Testfahrten mit einem Prototyp wurden bereits absolviert.

Gesamtkunstwerk Ducati: Neu und gebraucht gefragt

Ducati hat mit der 1199 Panigale ein neues, heißes Eisen im Feuer, aber auch am Gebrauchtmarkt erfreuen sich Ducatis starker Nachfrage.

up aufs Land VW country up! ab sofort bestellbar

Mit dem neuen country up! weitet VW die Country-Familie auf das Segment der superkompakten Viersitzer aus. Klima und Aluräder sind serienmäßig.