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Rallye-WM: News

Pläne zu drittem Werksauto sorgen für Unmut

Die Hersteller wehren sich gegen ein offiziell nicht bestätigtes Vorhaben des Weltverbandes, künftig drei statt nur zwei Fahrzeuge pro Marke einzusetzen

Die Zukunft eines der traditionsreichsten Championate der Motorsport-Welt scheint ungewisser denn je: Um Citroens und Fords Engagements in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ranken sich regelmäßig Gerüchte verschiedenster Art, die von Verkäufen bis zu Komplettausstiegen reichen. Ein Promoter wurde auch nach monatelanger Suche noch nicht vorgestellt. Und jetzt hat die FIA mit ihren durch die Szene geisternden Plänen, die Hersteller auf den Einsatz eines dritten Werksautos zu verpflichten, in ein Wespennest gestochen.

Eine klare Ansage lanciert Yves Matton: "Sollte diese Regel so kommen, wird Citroen nicht mehr dabei sein", meint der Teamchef der Franzosen im Gespräch 'Motorsport Aktuell' und sieht die Probleme in der Suche nach ausreichend talentierten Fahrern und den hohen Kosten. Sein Ford-Kollege gibt zu bedenken: "WM-Titel sind dann eine Frage des Budgets", so Malcolm Wilson, der einen ähnlichen Schluss zieht: "Ford wird da kaum mitmachen", erteilt der Brite gegenüber dem Blatt eine klare Absage.

VW-Motorsportchef Jost Capito hält den Zeitpunkt der Diskussion für unangebracht: "Über so eine Regel kann man gerne nachdenken, aber sicher nicht jetzt", sagt er 'Motorsport Aktuell' und bringt für den dritten Fahrer ein Höchstalter ins Spiel, um mit der Maßnahme das Ziel dem Nachwuchsförderung gerecht zu werden. Ein positiver Nebeneffekt wäre die Auffüllung des zurzeit sehr dünnen WRC-Starterfeldes mit konkurrenzfähigen Autos - doch dazu wird es wohl nicht kommen.

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