RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Schneebergland

Heißer Kampf um den Premierensieg

Nur ein wirklich kompletter Rallyepilot kann im Schneebergland gewinnen, der hohe Schotteranteil steigert die Anzahl der Aspiranten auf einen Stockerlplatz.

Wenn alles normal läuft, dürfte es wohl kaum eine Frage geben, wer die Premiere der Schneebergland-Rallye am kommenden Wochenende für sich entscheidet. Nach vier Siegen in Folge in dieser Saison ist auch beim fünften Lauf zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft 2010 Raimund Baumschlager der große Gejagte. Der Oberösterreicher verkörpert das beste Paket: Langjährige Erfahrung auf jedem Untergrund, und mit dem Škoda Fabia S2000 ein auch international höchst konkurrenzfähiges Fahrzeug. Dennoch wird die Schneebergland-Rallye für den Serienstaatmeister keine Spazierfahrt. Dafür sorgen mehr als 81 Prozent Schotteranteil am zweiten Tag der Veranstaltung. Und das sollte auch ein Grund dafür sein, dass sich der Kreis der Anwärter auf einen Podestplatz erweitert.

Baumschlagers erste Herausforderer dürften Beppo Harrach (Mitsubishi Lancer Evo IX) und Andreas Waldherr (VW Polo S2000) sein. Harrach hat nach zwei dritten Plätzen in der Meisterschaft Lust auf mehr. Der Schotteranteil sollte dem Brucker liegen, wird doch seine "eigene" Rallye, der Rallyesprint, zur Gänze auf diesem Untergrund gefahren. Waldherr hingegen stapelt ein wenig tief und verweist auf sein Schottermanko. Doch der zweite Platz in Marburg mit lediglich 15 Sekunden Rückstand auf Baumschlager stärkte das Selbstvertrauen.

Natürlich ist immer, wenn es auf Schotter geht, auf Manfred Stohl zu achten. Bei ihm wird es darauf ankommen, wie viel Zeit er am Freitag mit dem erdgasbetriebenen Mitsubishi Lancer Evo IX auf Asphalt liegen lässt – denn am Samstag hat ihn die Konkurrenz, egal mit welchem Fahrzeug er an den Start geht, auf der Rechnung ganz oben.

Gespannt darf man natürlich sein, wie Gerwald Grössing (Mitsubishi Lancer Evo IX) seinen Heimvorteil ausspielen kann. Der Forstwirt und Jäger kennt die Sonderprüfungen der Schneebergland-Rallye wie seine Westentasche. Im gleichen Atemzug ist Mario Saibel (Mitsubishi Lancer Evo X) zu nennen, der bislang eine hervorragende Saison abliefert.

Frei bleibt leider die Startnummer 1. Andreas Aigner konnte sich mit seinem Team nicht einigen und muss nach Marburg auch auf den Start im Schneebergland verzichten. Der steirischen PWRC-Meister von 2008 hätte mit Sicherheit auch auf Schotter das Potential gehabt, seinen ehemaligen Lehrmeister Raimund Baumschlager aus der Reserve zu locken.

Außenseiterchancen können Reinhard Pasteiner und Franz Sonnleitner (beide Mitsubishi Lancer Evo IX) zugebilligt werden. Beide konnten bereits mit einigen sehr guten Sonderprüfungszeiten aufzeigen.

Technische Daten der Schneebergland-Rallye 2010

Anzahl der Sonderprüfungen: 15
Gesamtlänge der Rallye: 353,54 Kilometer
davon auf Sonderprüfungen: 124,59 Kilometer
Anteile Asphalt/Schotter: 66,66%/33,34% (1. Tag)
Anteile Asphalt/Schotter: 18,83%/81,17% (2. Tag)
Anteile Asphalt/Schotter: 38,11%/61,89% (gesamt)

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Schneebergland

- special features -

Weitere Artikel:

ERC4/JERC, Skandinavien: Vorschau Neulinger

Start in das Abenteuer Junior ERC

Mit der Royal Rally of Scandinavia startet die Junioren Rallye-Europameisterschaft von 22. bis 24. Mai in Schweden in die Saison 2026. Mit dabei: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger!

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

WRC Rallye Japan 2026: Bericht

Evans feiert zweiten Saisonsieg

Elfyn Evans setzt sich zum dritten Mal bei der Rallye Japan durch - Sebastien Ogier bei Toyota-Gala Zweiter - Oliver Solberg betreibt Schadensbegrenzung. WRC Masters: Sieg für Norihiko Katsuta. Keferböck nun 18 Punkte vor Lafarja.

Simon Wagner hat sich kurzfristig dazu entschlossen, am Judenburg-Wochenende die zur Tschechischen Meisterschaft zählende Rally Hustopece zu fahren. Eine Entscheidung, die gleich in zwei Meisterschaften die Spannung erhöht.

CZ, Cesky Krumlov: Bericht Wagner

Wertvolle Erkenntnisse trotz verpasstem Podium

Mit dem vierten Platz bei der Rallye Ceský Krumlov beenden Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 ein schwieriges Wochenende in Tschechien.

EHRC, Akropolis: Bericht Rosenberger

Rosenberger nur von Latvala geschlagen

In Griechenland fuhr der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A endlich problemlos ins Ziel - Kris Rosenberger & Nicola Januschke-Bleicher glänzten mit einer fehlerfreien Fahrt - Am Ende musste sich das Subaru-Duo lediglich Jari-Matti Latvala geschlagen geben