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Volles Programm beim Rallye Club Perg

Der Rallye Club Perg war sowohl vor etwa einer Woche bei der Osterrallye als auch am Wochenende bei der Rallye Šumava Klatovy dabei.

Bildquellen: Creative Stuff Design; Marco Mayrhofer, rallyeimpressions.at

Inzwischen schon traditionell fand am Karsamstag (15. April 2017) die Osterrallye rund um Tiefenbach bei Passau statt. Ein Rallye-Club-Perg-Team feierte dort seine Premiere und konnte dabei auch das Ziel erreichen. Co-Pilotin Ursula Mayrhofer schrammte knapp am Stockerl vorbei. Vergangenes Wochenende gab es neben der Driftchallenge auf dem Wachauring auch bei der Šumava-Rallye in der Tschechischen Republik eine Beteiligung des RCP.

Für Hermann Gaßner junior und seine Rallye-Club-Perg-Co-Pilotin Ursula Mayrhofer galt es in erster Linie, einfach wieder gemeinsam ein paar Wettbewerbskilometer abzuspulen. Das deutsch-österreichische Duo ist seit letztem Herbst nicht mehr gemeinsam im Auto gesessen und hofft auch heuer auf ein paar Einsätze. Der Start bei der Osterrallye war also in erster Linie ein Trainingslauf, der zeigte, dass man sich miteinander im Auto nach wie vor wohl fühlt und ohne Druck durchaus viel Spaß bei der Sache haben kann. Nach einigen Rallyes im heckgetriebenen Toyota mussten sich die beiden erst wieder an den Allradantrieb des Mitsubishi Evo X gewöhnen. Zudem handelte es sich dabei nicht um ihr eigentliches Einsatzfahrzeug, da dieses nicht startberechtigt war. Dennoch hätte man den vierten Gesamtrang erreicht; durch eine Zeitstrafe wegen Umfahrens einer Pylone bei einer Schikane rutschten die Beiden jedoch auf den achten Gesamtrang ab.

Bei ihrer ersten Rallye mit dem selbst neu aufgebauten Suzuki Swift RS konnte das RCP-Duo Dominik Tauböck und seine Co-Pilotin Stefanie Zieringer auch gleich seine erste Zielankunft verbuchen. Genau das stand bei der ersten Rallye auch im Vordergrund. Auch weil das Auto erst zwei Tage vor der Rallye fertig wurde, ist man nicht auf Angriff gefahren, sondern hat die Rallye als ersten Test für Mensch und Maschine verwendet. Dieser ist soweit sehr gut verlaufen. Schon beim Erstellen des Aufschriebs hat sich gezeigt, dass die Chemie stimmt, und später bei der Rallye kam die Ansage wie benötigt – außer auf der zweiten Sonderprüfung, wo die Gegensprechanlage streikte. Nach sechs Sonderprüfungen, von denen jedoch zwei wegen Unfällen zuvor gestarteter Fahrzeuge annulliert wurden, fand sich das RCP-Team zwar am letzten Platz der Gesamtwertung, jedoch als einziges aus der Klassenwertung im Ziel als Klassensieger auf der Ergebnisliste wieder. "Wir sind bei unserer ersten Rallye im Ziel und haben sogar einen Pokal abgestaubt – was will man mehr?", berichtete Tauböck glücklich.

Vergangenes Wochenende feierte die Drift Challenge Austria ihren Saisonauftakt auf dem Wachauring in Melk. Mit von der Partie ist auch in diesem Jahr Roman Steinbauer aus Klam mit seinem 3er BMW E36. Nach einigen Tests im Vorjahr setzt Steinbauer nun den deutlich stärkeren 330i-Motor des Nachfolgemodells ein. In den Trainingsläufen hatte er noch mit technischen Problemen zu kämpfen. Dadurch konnte er drei der sechs Trainingsläufe nicht absolvieren, dafür die Wertungsläufe ohne weiterer Probleme. Dabei hatte er lediglich mit der Reifenwahl zu kämpfen. Diese erschien zuerst als sehr gut, jedoch bauten die Reifen dann schneller ab als erwartet. Die Wertungsläufe konnte Steinbauer aber fehlerfrei absolvieren, und auch die Zeiten waren den Umständen entsprechend sehr zufriedenstellend. Mit dem zweiten Platz in der Wertungsklasse sowie Platz 8 in der Gesamtwertung kann der RCP-Starter mehr als zufrieden sein. "Obwohl wir die meisten Kinderkrankheiten des Motors bereits ausgemerzt haben, ließ mich die Technik noch etwas zittern. Dementsprechend bin ich über das Ergebnis sehr happy und möchte mich bei meinen Sponsoren sowie meinen Eltern und meiner Freundin für die Riesenunterstützung bedanken", berichtete Steinbauer.

Dem nicht genug ging Steinbauer auch beim Autoslalom, der an diesem Rennwochenende ebenfalls auf dem Wachauring ausgetragen wurde, an den Start, um sein Fahrzeug auch mal auf trockenem Untergrund schnell zu bewegen. Natürlich konnte er auch dabei die Fans mit ein paar beherzten Drifts begeistern. Das Ergebnis – Platz 50 von 82 Startern – war nur Nebensache.

Weniger Glück hatte die Rallye-Club-Perg-Co-Pilotin Ursula Mayrhofer. An der Seite der jungen Italienerin Tamara Molinaro hat sie die Šumava-Rallye in der Tschechischen Republik in Angriff genommen. Nach einem ambitionierten Start ist das Damenteam schon auf der dritten Sonderprüfung nach Unfall ausgefallen. Die Beiden blieben unverletzt, das Auto nahm jedoch zu großen Schaden, um es über Nacht so weit reparieren zu können, um am zweiten Tag wieder zu starten.

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