Rallye

Inhalt

Rallye-WM: News

Welche Fahrer würde Capito engagieren?

Wenn Jost Capito heute ein WRC-Team leiten würde, welche Fahrer würde er an Board holen? - Ogier ist klar, aber wer bekommt die anderen Fahrerplätze?

Fotos: VW, Photo4

Im Rallye-Sport zählt der Fahrer deutlich mehr und ist für die Performance ausschlaggebender als beispielsweise in der Formel 1. In den vergangenen Wochen gab es viele Diskussionen um die aktuellen Fahrer. Andreas Mikkelsen war unermüdlich auf der Suche nach einem Cockpit in einem 2017er-WRC-Boliden und fand nach Tests mit Hyundai schließlich bei Citroen einen Platz. Auf der anderen Seite kam Kris Meeke durch die zahllosen Unfälle unter Druck und muss bei der Rallye-Polen pausieren.

Im Winter träumte Meeke noch von einer WM-Chance, nun muss er um die Zukunft seiner WRC-Karriere bangen. Ein Fan des Briten ist Ex-Volkswagen-Motorsportchef Jost Capito. "Ja, ich habe es schon vor zwei Jahren gesagt. Wenn ich einen Platz oder ein viertes Auto gehabt hätte, dann hätte ich Kris genommen", sagt Capito bei Autosport. "Ich sah aber keinen Anlass, unsere drei Fahrer zu verändern. Aber ich würde Kris nehmen."

Capito selbst ist nach seiner kurzen Phase bei McLaren Formel 1 wieder zurück bei Volkswagen. Er leitet seit 1. Juni die Volkswagen R GmbH und die Volkswagen Zubehör GmbH. Die Volkswagen R GmbH ist das Kompetenzzentrum für design- und performanceorientierte Produkte des deutschen Autobauers. Die Volkswagen Zubehör GmbH entwickelt und vermarktet weltweit Fahrzeug-Zubehör. Mit dem Motorsport direkt hat Capito in dieser Rolle nichts zu tun.

Sollte Capito rein theoretisch wieder ein Rallye-Team leiten, welche Fahrer würde er heute auswählen? "Seb ist die offensichtliche Entscheidung", spricht er Erfolgsgarant Ogier an. "Wenn du die Weltmeisterschaft gewinnen willst und ernsthaft bist, dann musst du Seb nehmen. Dann würde ich Andreas nehmen. Er wäre jetzt nicht mehr der junge, aufstrebende Fahrer, sondern ein etablierter Mann."

Als dritten Fahrer nennt Capito aber nicht Meeke, sondern einen vielleicht für viele überraschenden Namen: "Persönlich würde ich Suninen nehmen", so Capito bei Autosport. Teemu Suninen fährt derzeit für M-Sport in der WRC2-Klasse und ist nach drei zweiten Plätzen in der Gesamtwertung Zweiter. Der Finne zählt zu den aufstrebenden Talenten. "Er fuhr Rundstreckenrennen und war sehr beeindruckend. Ich glaube, dass er es von seinen Fähigkeiten bis in die Formel 1 schaffen hätte können", erkennt Capito großes Talent. "Er war sehr gut."

Aber ähnlich wie Esapekka Lappi, der in Kindheitstagen gegen Formel-1-Star Valtteri Bottas Kart gefahren ist, schlug Suninen die Rallye-Karriere ein. "Dann fährt er auf Schotter genauso gut wie auf Asphalt. Das ist eine sehr seltene Kombination", sieht Capito bei Suninen Fähigkeiten, die auch Sebastien Loeb und Sebastien Ogier auszeichnen. "Er lernt auch sehr schnell und ist eine ruhige, überlegte Persönlichkeit, die viel mit Logik arbeitet. Für mich ist er ein perfekter Rallye-Fahrer."

Drucken
Grönholm testet WRC-Prototyp für 2017 Grönholm testet WRC-Prototyp für 2017 Capito: VW hätte 2017 dominiert Capito: VW hätte 2017 dominiert

Ähnliche Themen:

05.05.2017
WRC: Argentinien-Rallye

Trotz ausgebauter WM-Führung: Sebastien Ogier kritisiert in Argentinien das Handling des Ford Fiesta und fordert von M-Sport harte Arbeit.

28.01.2017
Rallye-WM: News

Rallyelegende Walter Röhrl ist ein Fan des neuen WRC-Reglements und findet, dass die neuen Autos die "Buben von den Bübchen unterscheidet".

7. bis 9. April 2017

Rallye-WM: News

XL-Stromer Ford E-Transporter für Deutsche Post

Der neue elektrische Paketbote von Ford hat ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern. Noch 2017 wird er von der Deutschen Post eingesetzt.

Sisi und Franz Vienna Classic Days im August 2017

250 Oldtimer, mitten in Wien und mit großer Parade auf der Wiener Ringstrasse, dem Festival beim Rathaus und dem Picknick im Donaupark.

Sechs sells Klassik-Sondermodell: Vespa Sei Giorni

Die neue Vespa Sei Giorni bietet einen nostalgischen Look und aktuelle Technik. Sie soll an die erfolgreichen Sei Giorni-Rennroller erinnern.

Wasserstoff marsch IAA 2017: Hyundai Brennstoffzellen-SUV

Die nächste Generation des Hyundai-Brennstoffzellenfahrzeugs auf SUV-Basis soll mit einer Tankfüllung bis zu 800 Kilometer weit kommen.