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VW Beetle Cabrio - schon gefahren

Beetlejuice

Der Sommercocktail ist da: ein Schuss Spritzigkeit garniert mit einem Faltschirmchen Freiheit – der VW Beetle ist ab sofort wieder hüllenlos.

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9,5 Sekunden. Nicht von Null auf 100, das geht je nach Motorisierung auch schneller. So schnell öffnet sich das vollelektrische Faltdach des neuen VW Beetle Cabrio. In 9,5 Sekunden… und das bei bis zu 50 km/h versteht sich.

Weg ist der Himmel in 11 Sekunden – das liegt am selbstständigen Verriegeln, denn auch wenn der Finger aus Sicherheitsgründen am Dachöffner bleiben muss, ent- und verriegeln geschehen automatisch, kein Hebel-ziehen, kein letztes-runterdrücken. Der Fokus wurde bewusst auf die Kompromisslosigkeit gelegt.

Jetzt stimmen die Proportionen, ob offen oder geschlossen, das Beetle Cabrio macht Sinn. Keine Ei-Form, kein Hochstand-Feeling – gestrecktes Dach bei 4,3 Meter Gesamtlänge, langer Radstand und mit 1,8 Meter eine ernsthafte Breite – alles Zutaten für ein anständiges Cabrio, das in punkto Flair und Eigenständigkeit dem Hausherren VW Golf Cabrio mehr als Konkurrenz machen wird.

Deshalb weil das Beetle Cabrio verspielter ist - und gehört das nicht zu einem Cabrio, die Kunst sich nicht ganz so ernst zu nehmen? Die Front- und Hecklichter sind freundlicher, die Rundungen sympathischer und der Innenraum nicht VW-typisch zweckmäßig sondern spritzig und emotional.

Im Vergleich zum Golf Cabrio fällt auf, dass die Kopffreiheit im Beetle spürbar besser ist und obwohl im Beetle hinten praktisch niemand sitzen kann, ist das Raumgefühl durch das erhöhte Stoffdach (gegenüber dem Golf) ebenfalls besser. Der Heckspoiler wirkt im Vergleich zum stimmigen Gesamtkonzept zwar etwas hin geklebt, er gibt dem Heck dennoch eine gewisse Note.

Das Dach faltet sich nicht in den Kofferraum hinein sondern liegt oben auf, somit bleibt der Stauraum von 225 Liter, der über eine winzig kleine Lucke zu erreichen ist, unangetastet. Die Öffnung ist fast vertikal, wodurch Getränkekisten einladen durchaus zur Herausforderung werden kann. Die Rückbanklehne lässt sich allerdings symmetrisch umklappen, was die Belademöglichkeiten ungemein erhöht.

Die Herzstücke des neuen Beetle Cabrio: auf der Benzinerseite stehen 105, 160 und 200 PS, bei den Diesel gibt es die Auswahl zwischen 105 PS und 140 PS. Alle fünf Motoren werden mittels Turbo zwangsbeatmet und glänzen auf dem Datenblatt mit Topverbrauchswerten. Die beiden 105 PS Versionen brauchen mit Start-Stopp-System und Rekuperation, zusammen BlueMotion genannt, 5,8 Liter und 134 g/km CO2 (Benzin) bzw. 4,5 Liter und 118 g/km CO2 (Diesel).

Die Aggregate sind auch in anderen VW-Modellen verbaut, doch im Beetle wurde der Sound an die dynamische Grundauslegung des neuen Cabrios angepasst. Jetzt klingen selbst 105 PS kernig, ganz zu schweigen vom stärksten Aggregat, dem 2,0 Liter TSI-Benziner mit 200 PS. Der Sprint auf 100 km/h in 7,3 Sekunden wird durch kerniges Brummen begleitet, dass so gar nicht nach VW klingt aber genau richtig ist.

Die Lenkung ist bei allen Motorversionen direkt und gibt akkurates Feedback. Das Fahrwerk ist gegenüber dem Golf eine Spur härter oder besser knackiger. Das Beetle Cabrio liegt einfach satter auf der Straße, was auch am Gewicht liegt, die Cabrioversion wiegt durch zusätzliche Versteifungen nur 114 Kilogramm mehr als die geschlossene Version.

Die Topversionen mit 160 und 200 PS sind zusätzlich mit der elektronischen Differentialsperre XDS ausgerüstet, die bei schnell gefahrenen Kurven das kurveninnere Rad anbremst um so das Lenkverhalten zu optimieren, heißt im Klartext: Kurven können spritziger genommen werden, weil dem Untersteuern entgegen gewirkt wird.

Ab 22.990 Euro steht einem die Beetle-Welt offen. Neben den Ausstattungslinien „Beetle“, „Design“ und „Sport“ gibt es anfangs auch noch die Sondermodelle „50s Edition“, „60s Edition“ und „70s Edition“, die mit jeweils speziellen Features glänzen. Die 50er werden durch eine schwarze Außenfarbe, 17 Zoll Felgen im Radkappendesign, verchromte Außenspiegel und mehr repräsentiert.

Bei den 60ern hält Blau bzw. Weiß Einzug, Sportsitze, 18 Zoll Felgen, schwarzes Softtop und mehr sind ebenfalls an Bord. Die 70s Edition ist wahlweise in Toffeebraun oder Platinum Grey erhältlich. Ein beigefarbenes Softtop, Ledersitze, Nebelscheinwerfer, Audiosystem mit TFT-Touchscreen und 8 Lautsprechern zählen neben anderen Dingen zur Serienausstattung.

In jedem Fall serienmäßig sind der elektrische Antrieb für das Verdeck, rundum elektrische Fensterheber, das Audiosystem RCD 310, Tagfahrlicht, ESP plus elektronsicher Differenzialsperre mit Bremsassistent und Berganfahrassistent, das aktive Überrollschutzsystem und eine Klimaanlage.

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