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Neuer Fiat 500L - erster Test Fiat 500L 2017

Kurz vorm Jubiläum

Gesichtspflege für die großen Varianten des Cinquecento: Der Fiat 500L wurde upgedatet und kommt nun als "Urban", "Cross" und "Wagon".

mid/mk

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In Turin fiebern alle auf das große Jubiläum hin: Der Fiat 500 feiert seinen 60. Geburtstag - am 4. Juli 1957 kam er zur Welt. Und als Kultauto der Nation gebührt ihm eine große Feier, die schon seit Jahresbeginn scheibchenweise abgehalten wird.

Schließlich ist der 500er längst nicht mehr alleine. Die aufgepumpten Versionen 500L mit ihren Derivaten Cross (um 25 Millimeter höher gelegt) und Wagon (um 100 Millimeter verlängert) bilden mittlerweile eine Familie, in der es immer einen Anlass fürs Fröhlichsein gibt.

Dennoch bekommen Automobil-Historiker über das Wechselspiel zwischen Nuova 500, der 1957 auf den Fiat Topolino folgte und Italien mobilisierte, den Cinquecento und den Panda sowie den Seicento (600) bei ihren Studien graue Haare. Immer wieder wurden Ahnenreihen unterbrochen, übernahm ein nicht zu ferner Verwandter den Fortbestand der Art.

In Fiats Wichtelstube herrscht großes Durcheinander. So gab es von 1975 bis 1992 eine 500er-Pause, auch von 1998 bis 2007 fand sich kein Neuwagen mit diesem Namen auf dem Markt. Wie auch immer, der jüngste, 2007 erschienene Fiat 500 schlägt sich wacker und bekam gerade eine umfassende Erneuerung spendiert.

Von der müssen natürlich auch die übrigen Familienmitglieder profitieren. Der 500L in Urban- oder Cross-Version, ebenso in der siebensitzigen Wagon-Ausführung (vormals "Living"), bekommt nun ebenfalls Apple Car Play und Android Auto. Das scheint für junge Käufer heute unerlässlich zu sein. Aber vermutlich gefällt ihnen die neue Front mit einem Chromspangen-Lächeln auch nicht schlecht, die Seitenschutzleisten beim Cross-Modell zumindest haben neben dem schmückenden Auftrag auch einen schützenden.

Innen prägt der sieben Zoll große Touchscreen die Gestalt der Schalttafel, neue Instrumente mit 3D-Effekt lassen sich besser ablesen und das Lenkrad mit Multifunktion-Tasten für Telefon sowie Audio-Anlage ist sportlicher gestaltet, liegt besser in der Hand.

Eine Rückfahrkamera wird optional geboten insgesamt hat Fiat 40 Prozent der Ausstattungselemente oder Bauteile der Karosserie bei dieser Überarbeitung erneuert.

Beim 500L Cross (Bild links), der früher den Beinahmen "Trekking" hatte, gilt das auch für den Antrieb. Er ist zwar ebenso wie seine Gefährten frontgetrieben, der sogenannte "Drive Mode Selector" jedoch hilft im Gelände auch mit nur zwei angetriebenen Rädern ebenso wie die erhöhte Bodenfreiheit ein bisschen weiter.

Die Stellung Traction+ hilft über Drehmomentregelung auf schlechten Wegen beim Weiterkommen, der Modus "Gravity Control" dagegen über Bremseingriff für Bergabfahrten mit konstant niedrigem Tempo.

Unverändert bleibt die Motorenpalette des 500L erhalten. Drei Benziner und zwei Turbodiesel sowie eine bivalente Erdgas-Variante (59 kW/80 PS), die wahlweise CNG (Erdgas) oder Benzin verarbeiten kann, stehen zur Wahl. Das Leistungsspektrum bewegt sich ansonsten zwischen 77 kW/95 PS bis 88 kW/120 PS. Die Kraftübertragung übernehmen manuelle Fünf- oder Sechsganggetriebe oder das automatisierte Schaltgetriebe Duallogic.

Der Fiat 500L Urban ist mit 95-Benziner-PS in Österreich ab 18.200 Euro erhältlich (in Deutschland gibt es eine Einführungs-Edition ab 13.990 Euro), der Cross ist mit 105 PS ab 20.900 Euro zu haben und der Wagon (ebenfalls mit 105 PS) ab 19.700 Euro.

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