Autowelt

Inhalt

Opel Insignia Grand Sport 2.0 Turbo AWD - erster Test Opel Insignia Grand Sport 2017

Flaggschiff

Der Opel Insignia Grand Sport bietet als 260 PS starkes Spitzenmodell 2.0 Turbo neben seinen praktischen Talenten auch eine Menge Fahrspaß.

mid/burb

Hier geht's zu den Bildern

Es war wirklich an der Zeit mit der Ablösung: Als der neue Insignia im Juni startete, hatte sein Vorgänger schon rund neun Jahre auf dem Buckel - in Zeiten von Vernetzung und Digitalisierung eine mittlere Ewigkeit.

Die Karosserieform der Schrägheck-Limousine Grand Sport haben die Rüsselsheimer Designer richtig gut hinbekommen. Der Insignia steht, 4,90 Meter lang, elegant-sportlich auf den Rädern, die Proportionen stimmen und bereiten schon mal auf das vor, was die Passagiere im Innenraum erwartet. Nämlich reichlich Platz.

Vorne wie hinten geht es luftig zu, die zwei vorne Sitzenden können sich über rückenschonendes, vielfach elektrisch verstellbares und guten Seitenhalt bietendes Gestühl mit Heizung und Kühlung freuen, hinten wird bei Bedarf nur geheizt. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 490 bis 1.450 Liter angesichts der Fahrzeuglänge durchschnittlich, absolut gesehen aber mehr als ausreichend groß und gut nutzbar.

Die im Innenraum verwendeten Materialien fühlen sich angenehm an, Chromringe erwecken einen gepflegten, hochwertigen Eindruck. Die Nutzung der in drei Ebenen aufgeteilten Bedieneinheiten inklusive des oben angeordneten Touchscreens ist weitgehend selbsterklärend, Opel hat nicht den Fehler gemacht, zu viele Menüs und Untermenüs in eine Bildschirm-Oberfläche zu packen.

Dennoch: Zu bedienen gibt es im großen Rüsselsheimer eine ganze Menge. Die Ausstattung mit hilfreichen und angenehmen Assistenzsystemen ist sehr reichhaltig ausgefallen. Beispielsweise mit Spurhaltesystem, Auffahr- und Fußgängerwarnung, Abstands-Assistent, Toter-Winkel-Warner oder Verkehrszeichen-Erkennung - selbst letztere funktioniert zuverlässig.

Das optionale Head-up-Display kommt ohne Reflektor aus und zeigt Informationen gestochen scharf im Blickfeld des Fahrers an. Das Bose-Soundsystem liefert feinen HiFi-Klang und sorgt in Verbindung mit den per Knopfdruck einstellbaren Fahrmodi bei "Tour" für einen etwas sanfteren, bei "Sport" für einen etwas aggressiveren Sound im Innenraum.

Womit wir beim wichtigsten Kapitel wären, dem Fahren. Das funktioniert beim starken Insignia ebenfalls ganz vortrefflich. Allenfalls beim Anfahren ist kurz eine kleine Verschnaufpause des Zweiliter-Aggregats zu spüren, die aber von der serienmäßigen Achtgang-Automatik elegant weggebügelt wird.

Einmal in Schwung, legt der gewichtsmäßig gegenüber dem Vorgänger abgespeckte Insignia ordentlich los, schafft den Standard-Aufgalopp von 0 auf Tempo 100 in 7,3 Sekunden und 250 km/h Spitze.

Gute Werte, die durch ein gelungenes Fahrwerk mit eher straffer Abstimmung sehr gut in Dynamik auch auf kurvenreichen Strecken umgesetzt werden. Auch in der Komfort-Einstellung ist der große Hesse kein Softie, sondern angenehm knackig und bestens geeignet für lange Autobahntouren.

Der Allradantrieb und das Torque Vectoring, das beim Beschleunigen aus Kurven die Motorkräfte bevorzugt an das kurvenäußere Hinterrad leitet, sorgen für präzises bis spaß-orientiertes Handling. Die Insignia-Limousine heißt nicht nur Grand Sport, sie liefert auch den passenden Auftritt. Ohne dabei die Trinksitten aus dem Auge zu lassen: Die getesteten zehn Liter (Normmix-Verbrauch: 8,6 Liter) gehen angesichts der Fahrleistungen in Ordnung.

Sehr gutes Matrix-Licht mit Fernlicht-Assistent, prima Klima dank für vorne und hinter getrennt regelbarer Temperatureinstellung, komfortabler Ein- und Ausstieg mit Keyless-Go, griffiges Multifunktions-Sportlenkrad - man spürt an jeder Ecke des Insignia, dass sich die Opel-Ingenieure bemüht haben, den Passagieren den Umgang mit ihrem Großen möglichst angenehm zu machen. Zu haben ist der 260-PS-Turbo ab der mittleren Ausstattungsversion Dynamic und ab 43.590 Euro (Deutschland: 41.500 Euro).

Drucken

Ähnliche Themen:

08.09.2017
Massenbewegung

Der zweite Generation des Elektroautos Nissan Leaf ist optisch ansprechender als der Vorgänger und soll bis 500 Kilometer weit kommen.

05.09.2017
Zukunftsträchtig

Suzuki stellte mit dem neuen Ignis ein praktisch-freches Micro-SUV auf die Räder - wir testen die Qualitäten des 90-PS-Benziners mit Mild-Hybrid.

28.08.2017
Unter Strom

Beim Hyundai Ioniq kann man zwischen Hybrid, Plug-In-Hybrid und Stromer wählen. Wir lassen uns von der elektrischen Version unter Strom setzen.

Liebe zum Detail Classic Austria: Young- und Oldtimer-Messe

Die von der Messe Wels veranstaltete Classic Austria ist von 29. September bis 1. Oktober 2017 der Treffpunkt für Oldtimerliebhaber und Sammler.

Formel 1: News 2018: FIA greift bei Frühstarts durch

Der FIA-Weltrat hat neue Bestimmungen beschlossen, die bei Frühstarts in der Formel 1 greifen, selbst wenn das automatische Erkennungssystem nicht auslöst.

TCR Germany: Hockenheimring Josh Files erneut Meister der TCR Germany

Josh Files reicht ein zehnter Platz zum vorzeitigen Titelgewinn in der TCR Germany - Proczyk holt den ersten Sieg für Opel nach vorzeitigem Rennabbruch.

Auf allen Vieren Vierrad-Roller Quadro4 - im Test

Der Vierrad-Roller Quadro4 ist jetzt mit mehr Leistung, saubereren Abgasen und einem niedrigeren Preis in den Sommer gestartet. Im Test.