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Neuer Citroen Berlingo - erster Test Citroen Berlingo 2018

Familienkutsche 3.0

Der Hochdach-Kombi Citroen Berlingo rollt in dritter Generation an. Diesmal in zwei Längen, Platz ist aber so oder so reichlich vorhanden.

mid/wal

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Kinderlieb ist er allemal, der Berlingo von Citroen. Von dem französischen Familien-Transporter erblickt nun die dritte Generation das Licht der Welt. Eckig, praktisch und bequem ist auch der jüngste Hochdach-Kombi geworden. Und bautechnisch konnten ein paar Fortschritte gemacht werden: zum Beispiel durch die verbesserte Modularität mit drei einzelnen Rücksitzen, die nach dem System "Magic Flat" mit einem einfachen Handgriff herausgenommen werden können.

In Kombination mit dem umklappbaren Beifahrersitz entsteht so ein durchgehend flacher Boden mit einer Ladelänge von bis zu 2,70 Meter in der Länge "M" und bis zu 3,05 Meter in der Länge "XL". Zu einem Plus an Komfort führen auch zwei breite seitliche Schiebetüren mit absenkbaren, elektrischen Fensterhebern.

Viel Platz für fünf bis sieben Passagiere und größter Stauraum für Gepäck bei einfacher Belade-Technik - das sind die wichtigsten Qualitäten des Fahrzeugs. Dass ein so funktionales Gefährt nicht unbedingt ein Hingucker für Auto-Enthusiasten geworden ist, versteht sich von selbst. Doch ganz unsportlich kommt die Familienkutsche nicht daher: Bei unserer Testfahrt im Umland von Paris erweist sich der Berlingo als beachtlich agil. Bei beherzten Lenkbewegungen schaukelt das Hochdach-Auto zwar merklich, doch verliert das komfortabel abgestimmte Fahrwerk selbst in zügig genommenen Kurven nicht so leicht die Fassung.

Wir wählten die Diesel-Motorisierung "BlueHDi 130" mit 1,5 Litern Hubraum, 96 kW/130 PS und Achtgang-Automatik "EAT8". Das geräumige Fahrzeug gibt sich spritziger als die moderaten technischen Eckdaten vermuten lassen. Als rasant kann man den Berlingo zwar nicht bezeichnen, doch souverän voran kommt er allemal, nicht nur in der Stadt, sondern auch auf Landstraßen und der Autobahn.

Nun stehen bei einem solchen automobilen Praktiker nicht unbedingt Fahrleistungen im Fokus des Kundeninteresses, sondern die Alltagstauglichkeit und die Komfort-Eigenschaften. Und die sind vorzüglich. So verfügt der neue Berlingo über 28 Stauräume mit insgesamt 186 Litern für alle Dinge des täglichen Lebens. Diese Ablagefächer sind für die Zielgruppe sehr attraktiv, und eines ist geräumiger und raffinierter als das andere.

Im neuen Multifunktionsdach sind einige Funktionen vorheriger Generationen erhalten geblieben. Darüber hinaus bietet es ein zusätzliches Plus an Stauraum. Das Dach der neuen Generation punktet dank seines pfiffigen Designs mit 92 Litern Ladevolumen.

So wartet es mit einem Ablagefach im Dachhimmel auf, das von den Rücksitzen (zweite Sitzreihe) oder vom Kofferraum (durch Öffnen der Heckscheibe) erreichbar ist und 60 Liter beziehungsweise zehn Kilogramm aufnehmen kann.

Weitere Ablagemöglichkeiten bietet ein in Fächer unterteilter durchsichtiger Bogen, der über die gesamte Länge des Innenraums verläuft und normalerweise verschwendeten Platz sinnvoll nutzt; darin aufbewahrte Gegenstände sind von außen deutlich sichtbar. Zudem sind in der ersten Sitzreihe weitere Überkopf-Ablagefächer zu finden.

Der Berlingo verfügt zudem über zwei Handschuhfächer: ein unteres (je nach Version offen oder geschlossen) mit Platz für eine 0,75 Liter-Flasche und darüber eine "Top Box", die dadurch Platz findet, dass der Beifahrer-Airbag im Dach integriert ist.

Dieses Design schafft Raum für ein großes, geschlossenes Fach auf der Beifahrerseite im oberen Teil des Armaturenbretts. Die Top Box ist auch mit Kühlung (je nach Version) erhältlich, sie beinhaltet einen USB- sowie einen Audioanschluss.

Citroen schafft hier Stauraum für Gegenstände in allen Größen und persönliche Dinge wie Münzen, Stifte, Taschentücher oder Fahrzeugpapiere. So gibt es verschiedene Ablagemulden, darunter ein Fach zum kabellosen Aufladen eines Smartphones (Induktion), ein offenes Ablagefach vor dem Touchscreen, ein geschlossenes Fach oberhalb des Kombiinstruments, ein Schubfach unter dem Fahrersitz, Getränkehalter und in zwei Bereiche unterteilte Türfächer.

Der Raum für die Fahrgäste verbreitet eine recht freundliche Atmosphäre. Er ist sehr hell dank großer Glasflächen (6,4 Quadratmeter), bestehend aus einer breiten Windschutzscheibe, Seitenfenstern, die in den Schiebetüren absenkbar sind, und hinteren Seitenscheiben.

Das Glasdach ist mit einer elektrischen Sonnenblende abgeschattet. Für noch mehr Wohlbefinden und Komfort in der Nacht verfügt das Gefährt über einzelne Leselampen an den Rücksitzen und ein Umgebungslicht, das den durchsichtigen Teil des Ablagebogens im Dach erhellt.

Der Neuling besitzt auch viele zeitgemäße Assistenzsysteme wie ein farbiges Head-up-Display, einen aktiven Spurhalteassistenten inklusive Lenkunterstützung und einen Aufmerksamkeits-Assistenten, der das Verhalten des Fahrers über eine Multifunktionskamera überwacht. Diese zählt, wie oft die Fahrbahnlinien überfahren werden.

Seit seiner Einführung im Jahr 1996 wurde der Berlingo bisher weltweit über 1,7 Millionen Mal verkauft. Verbunden mit bis zu 19 Assistenzsystemen, moderner Konnektivität sowie neuen Benzin- und Dieselmotoren, die bereits jetzt die zukünftige Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen, ist der Neue der praktische Begleiter für Familien und Freunde diverser Freizeitaktivitäten. Und die Preise? Los geht es bei 19.090 Euro für den kurzen Benziner mit 110 PS. Die längere Version XL kostet 1.400 Euro Aufpreis. Außer dem getesteten Selbstzünder gibt es noch eine Variante mit 102 PS und einen 130 PS starken Benziner.

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