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Neuer Mini Clubman - erster Test

Frischer Sechstürer

Mini hat seinen 4,2-Meter-Sportkombi Clubman rundum frisch gemacht. Wir haben uns das Ergebnis intensiv angeschaut und es erstmals getestet.

mid/rhu

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Die Eckdaten des Facelifts vom Mini Clubman: Ein knackigerer, modernerer Look, neue Möglichkeiten zur Individualisierung, mehr Licht dank optionalen LED-Scheinwerfern mit Matrix-Funktion für das Fernlicht, LEDs auch in den Nebelscheinwerfern mit Tagfahrlichtring und den Heckleuchten, auf Wunsch im Union-Jack-Design.

Dazu kommen noch neue Lackierungen wie etwa das Piano-Black-Exterieur. Das Sportfahrwerk wurde um zehn Millimeter tiefer gelegt. Die Konnektivität wurde mit neuen Funktionen bestückt. Und klar: Den Union Jack für die Rücklichter gibt es jetzt auch für den kleinen Kombi.

Die drei- und vierzylindrigen Antriebsaggregate, drei Benziner und drei Diesel, leisten zwischen 102 und 192 PS und schlucken laut Norm zwischen 4,0 und 6,5 Liter Sprit je 100 Kilometer. Die jeweils stärksten Maschinen sind optional mit dem ALL4 genannten Allradantrieb zu haben. Die Preise des Mini Clubman: ab 24.300 Euro.

So weit, so gut. Aber da wäre ja noch das Tüpfelchen auf dem i, das erklärte Sahnehäubchen der BMW-Tochter: der Clubman John Cooper Works (JCW). Den haben wir bereits auf Autobahnen und Landstraßen um Frankfurt am Main ausprobiert. Er tritt mit dem schon anderweitig positiv aufgefallenen aktuellsten Zweiliter-Vierzylinder des Hauses an, der dank einer speziellen 2-Rohr-Auspuffanlage und intensivem Sound-Design auch akustisch erkennbar 306 PS liefert und dazu fast ab Leerlaufdrehzahl ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter bereithält.

Diese Zahlen zeigen schon, dass es der JCW auf Wunsch auch sehr knackig angehen lässt. Die 8-Gang-Steptronic liefert die Kraft serienmäßig an die 18-Zöller vorne und die 17-Zöller hinten. Und wie. In nur 4,9 Sekunden ist die 100er-Marke erreicht, bei 250 km/h ist Schluss. Das Gefühl bei Top-Speed? Absolut entspannt, die Techniker haben das Fahrwerk und alle sonstigen Komponenten so angepasst, dass sogar noch Luft nach oben wäre. Beim Kurvenfahren macht einem so kräftig motorisierten 1,5-Tonner mit Cart-Abstimmung sowieso kaum einer was vor.

Viel spannender ist allerdings der Sicherheitsgewinn beim Überholen. Auf der Landstraße eben mal an einem Vorausfahrenden vorbei? Blinker gesetzt, Gaspedal durchgedrückt - das war's. Fast so fix wie bei einem ziemlich starken Motorrad ist die Sache abgeschlossen. Das einzige Problem: Das Landstraßen-Maximum von 100 km/h ist natürlich ebenso fix überschritten. Also: Schnell wieder runter vom Gas. Auch wenn's noch so viel Spaß macht.

Klar, dass die Mini-Mannschaft den JCW mit nett anzuschauenden Extra-Zutaten versehen hat. Dazu gehören die beiden 95 Millimeter großen Endrohre, diverse Logos, rote Bremssättel auf den 4-Kolben-Brembos, diverse Dekore im Innenraum, die modifizierte Front- und Heckschürze, das Sport-Lederlenkrad mit roter Kontrastnaht, JCW-Sportsitze mit verstellbarer Oberschenkelauflage und integrierter Kopfstütze. Anders ausgedrückt: Man sieht und spürt, dass der sportliche Geist allenthalben durchs Auto schwebt. Und dass der auch zum Clubman gut passt.

Dass einem der Mini-Händler das Gesamtpaket aus Flair und Hardware nicht gerade zum Discount-Tarif über den Tresen schiebt, ist klar. Und richtig: Einen neuen Mini John Cooper Works Clubman zu fahren, das ist mit Ausgaben von mindestens 44.900 Euro verbunden, mit deutlicher Tendenz nach oben nach Studium des Sonderausstattungs-Katalogs. Aber wer Clubman JCW fährt, bewegt ein echt ungewöhnliches Auto: einen Sechstürer mit praktischen Talenten und ordentlich Wumms unter der Haube.

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