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Innenraum

Viel dazugelernt haben die Koreaner auch im Bereich der Innenraumgestaltung: Aus der tristen Plastikwüste und den eher geschmacklosen Tapezierungen des Vorgängers hat Kia eine zwar nüchternde, aber durchaus gefällige Wohlfühl-Landschaft gezaubert.

Die Materialien sind strapazierfähig aber keinesfalls billig. Was die Güte der Oberflächen betrifft, so kann es der Rio mit VW, Ford, Opel & Co. allemal aufnehmen.

Aluminiumapplikationen rund um die Instrumente, in der Mittelkonsole und am Schalthebel lockern die Atmosphäre mit Erfolg auf. Die Bedienung gibt ihrerseits keinerlei Rätsel auf. Bis auf den nur mit Verrenkungen erreichbaren ESP-Knopf liegt alles intuitiv parat.

Die Verarbeitung liegt auf sehr hohem Niveau, lediglich auf Kopfsteinpflaster störten unangenehme Resonanzen bisweilen den Seelenfrieden des Fahrers. Ablagen sind reichlich vorhanden, selbst an einen Schlitz für Parkkarten wurde gedacht.

Das Platzangebot ist besonders hinten geradezu sensationell ausgefallen: Auch mit einem Zwei-Meter-Lackel am Volant können sogar Klaustrophobiker angstfrei im Fond auf die Reise gehen.

Die Sitze sind eher komfortabel gepolstert und bieten trotz griffigem Bezug zu wenig Seitenhalt. Da tröstet die serienmäßige Mittelarmlehne auch nur bedingt.

Wenn wir schon bei der Kritik sind: Wieso besitzt ein Fahrzeug keine Außentemperaturanzeige, obschon es mit einer Klimaautomatik ausgerüstet ist? Diese weiß nämlich notgedrungen ganz genau, wie es um das Wetter draußen steht…

Keine Kritik einstecken muss hingegen der Kofferraum: Er ist gut zu beladen und mit 270 Litern Volumen mehr als großzügig ausgefallen. Sollte einen doch einmal das Heimwerkerfieber packen, so lassen sich die Rücksitzlehnen 2:1 umlegen. Danach dürfen bis zu 1145 Liter Holz und andere Baustoffe mit nach Hause genommen werden.

Wie bereits eingangs erwähnt, wartet der Rio in der „Active“-Version bereits ab Werk mit allen wünschens- und begehrenswerten Ausstattungsdetails auf.

Besonders die lückenlose Sicherheitsausstattung sticht im positivsten Sinne heraus: Wo sonst gibt es aufpreisfrei sechs Airbags, ABS, EBV, ESP, aktive Kopfstützen, automatische Türentriegelung im Falle eines Unfalles sowie Isofix-Halterungen inklusive Dreipunktgurten auf allen Plätzen?

Leider ist ESP bei den beiden günstigen Rio-Versionen „Hot“ und „Motion“ weder für Geld noch für gute Worte erhältlich.

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Kia Rio 1,5 CRDi Active - im Test Kia Rio 1,5 CRDi Active - im Test Fahren & Tanken Fahren & Tanken

Kia Rio 1,5 CRDi Active - im Test

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