Autowelt

Inhalt

Wolfgang Porsche feiert 75. Geburtstag Dr. Wolfgang Porsche

Ein Porsche wird 75

Dr. Wolfgang Porsche, Enkel von Ferdinand Porsche und Vorsitzender des Aufsichtsrats von VW-Mehrheitsaktionär Porsche SE, wird 75 Jahre alt.

mid/wal

"Wolfgang Porsche ist nicht nur Namensträger unserer Marke, er ist auch die sympathische Identifikationsfigur unseres Unternehmens", sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. "Er war da, wann immer es nötig war, er ist der Firma treu zur Seite gestanden in guten wie in schlechten Zeiten. Dafür bewundern wir ihn, dafür schätzen wir ihn, dafür gehört ihm unser ganzer Respekt."

Wolfgang Porsche hat in den vergangenen Jahrzehnten alle wesentlichen Entscheidungen des Unternehmens maßgeblich beeinflusst. Hierzu zählen die strategische Neuausrichtung und Sanierung der Porsche AG im Jahr 1992, die Erweiterung des Produktportfolios um zahlreiche neue Modelle und Baureihen wie Boxster, Cayenne, Panamera, Macan und künftig den Elektrosportwagen Mission E sowie die Beteiligung an Volkswagen im Jahr 2005.

Heute hält die im Besitz der Familien Porsche und Piëch befindliche Porsche SE 52,2 Prozent der Stammaktien der Volkswagen AG und bestimmt damit über deren Schicksal. Ferdinand Porsche war nicht nur der Vater von Porsche, sondern auch jener von VW. Sein "Riesenbaby" ist nunmehr in der Hand seiner Enkel, die es zur weltweiten Nummer eins im Automobilbau gemacht haben.

Geboren wurde der "schwäbische Österreicher" Wolfgang Porsche am 10. Mai 1943 in Stuttgart. Die ersten sechseinhalb Lebensjahre verbrachte er auf dem Schüttgut in Zell am See in Österreich, dem Gutshof seines Großvaters Ferdinand Porsche. 1950 kehrte die Familie nach Stuttgart zurück. 1965 absolvierte er an der Odenwald-Schule das Abitur (Matura). Anschließend studierte er an der Hochschule für Welthandel in Wien und schloss ein Studium als Diplom-Kaufmann ab. 1973 wurde er zum Doktor der Handelswissenschaften promoviert.

Seine berufliche Karriere begann er als selbstständiger Unternehmer: Als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Jamoto wurde er Generalimporteur für Yamaha-Zweiräder in Österreich und Ungarn. Seit 1976 arbeitete er in Stuttgart für die damalige Daimler-Benz AG fünf Jahre als Vertriebsmanager in unterschiedlichen Bereichen. 1978 wurde er in den Aufsichtsrat der Porsche AG berufen und unterstützte seither seinen Vater Ferry Porsche in der Sportwagenfirma.

Nach dem Tod seines Vaters 1998 wurde er von der Porsche-Familie zum Sprecher gewählt. Im Januar 2007 übernahm er den Vorsitz des Aufsichtsrates der Porsche AG. Mit Gründung der Porsche Automobil Holding SE im Juni 2007 wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden dieser Gesellschaft gewählt. Seit dem 24. April 2008 gehört er darüber hinaus dem Aufsichtsrat der Volkswagen AG sowie seit dem 10. Mai 2012 dem Aufsichtsrat der Audi AG an.

Wolfgang Porsche lebt heute in Salzburg und auf dem Schüttgut in Zell am See. Er hat vier Kinder und vier Enkelkinder. Im Salzburger Land betreibt er einen alpenländischen Bio-Bauernhof mit rund 200 Rindern. Seit früher Jugend begeistert er sich darüber hinaus für die Sportwagen seines Unternehmens. Aus dieser Leidenschaft entstand im Laufe der Jahrzehnte eine Sammlung seltener Porsche-Fahrzeuge, die er auch regelmäßig selber fährt.

Seine Hauptaufgabe sieht Wolfgang Porsche auf weiterhin darin, das Werk seines Vaters Ferry und seines Großvaters Ferdinand in deren Sinne fortzuführen und die Interessen der Familienmitglieder auszugleichen und zusammenzuführen. Am schwersten funktionierte das jahrelang mit seinem grenzgenialen Cousin Ferdinand Piëch. Doch am Ende hat sich Piëch aus dem Konzern zurückgezogen und Porsche ist immer noch da.

Drucken

Ähnliche Themen:

03.01.2017
Zurück in die Zukunft

In Detroit stehen nicht wie auf der CES in Las Vegas autonomes Fahren oder Elektromobilität im Fokus, sondern SUV, Achtzylinder und Pick-ups.

23.02.2014
Für alle etwas (3)

Von Nissan GT-R Nismo über Opel Astra OPC Extreme, Porsche Carrera Targa, die Peugeot-Neuheiten 108 und 308 SW, bis zu Subaru WRX STI und VW Polo.

Formel 1: Analyse FIA darf künftig alleine entscheiden

Zäsur in der Formel-1-WM: Weil Rahmenverträge auslaufen, können Teams beim Reglement ab 2021 keinen Einfluss mehr geltend machen.

WRX: Interview Rallycross-WM für Scheider ein Thema

Timo Scheider hofft, auch im nächsten Jahr in der Rallycross-WM starten zu können, für deren Zukunft er durchaus optimistisch ist.

Ganz schön aufregend Neuer "Sporttourer": Kymco Xciting S 400i

Der neue Kymco Xciting S 400i - das "S" im Namen steht für "Sporttourer" - trumpft mit feinerem Fahrwerk, digitalisiertem Cockpit und Navi auf.

Starker Auftritt Mitsubishi Eclipse Cross 1.5 4WD - im Test

Der Eclipse Cross setzt bei Mitsubishi optisch neue Akzente und zielt genau in die beliebte Klasse der kompakten SUV. Wir testen die Topversion.