Autowelt

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Michael Noir Trawniczek
Fotos: BMW

Weil der BMW 225xe Active Tourer zunächst einmal elektrisch loslegt, hört man nach dem Aktivieren der Zündung naturgemäß nichts. Erst wenn man rasant beschleunigt oder bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der 136 PS starke Verbrennungsmotor dezent und nahezu unmerkbar hinzu. Die 6 Gang-Automatikschaltung verrichtet ihren Job erstklassig, die Gänge werden fließend durchgeschaltet.

Zusammen mit dem 88 PS starken Elektromotor kommt man auf eine Systemleistung von satten 224 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 385 Newtonmeter. Schon aus dem Stand heraus, bis zu einer Drehzahl von 3.000 U/min setzt der Elektromotor seine 165 Nm frei.

So kommt man auf die beachtliche Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit werden vom Werk 202 km/h angegeben.

Zu den bereits aus anderen BMW-Modellen bekannten Fahrmodi "Sport", "Comfort" und "EcoPro" kommen im 225xe Active Tourer die Modi "Auto eDrive", "Max eDrive" und "Save Battery" (Batterie-Sparen für einen späteren Zeitpunkt) hinzu. In der Standardeinstellung "Auto eDrive" ist rein elektrisch eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h möglich, im "Max eDrive"-Modus sind es 125 km/h.

Bei rutschigen Bedingungen kommt der eingangs erwähnte elektrifizierte Allradantrieb zum Tragen, den das System automatisch aktiviert - schließlich treibt der Verbrennungsmotor die Vorderachse an, während der Elektromotor an der Hinterachse seine Kraft abgibt, zusammen sorgen sie für eine perfekte Straßenlage.

Wenngleich der BMW 225xe Active Tourer bemerkenswert straff gefedert ist, was angesichts der Zielgruppe, nämlich Familien, dann doch ein wenig überrascht. Gerade deshalb liegt er aber äußerst stabil auf der Straße und ermöglicht durchaus sportlichen Fahrspaß.

Die rein elektrische Reichweite wird vom Werk mit 41 Kilometern angegeben – im Test kamen wir bei normaler Fahrweise auf runde 30 Kilometer im "Max eDrive"-Modus.

Im "Auto eDrive"-Modus kommt mit einer Batterieladung etwa auf 60 Kilometer bei sehr geringem Benzinverbrauch, der nicht weit über den vom Werk angegebenen 2,1 Litern liegt.

Dann ist auch hier die Batterie leer und muss vom Verbrennungsmotor bzw. durch Rekuperieren soweit am Leben erhalten werden, dass sie den Elektromotor weiter aktivieren kann. Hier liegt der Verbrauch dann bei etwas über sechs Litern.

Bei sehr niedrigem Ladestand der Batterie und bei Geschwindigkeiten über 125 km/h übernimmt der Verbrennungsmotor das alleinige Kommando, auf der Autobahn kommt man so mitunter sogar auf einen Verbrauch von acht Litern.

Gespart wird also in erster Linie auf kurzen Strecken, wenn man beim Reisebeginn darauf achtet, dass die Akkus komplett aufgeladen sind.

Der Kaufpreis des BMW 225xe Active Tourer ist in der Serienausstattung "Advantage" um angesichts des Gebotenen faire 39.650 Euro zu haben, als getesteter "Luxury Line" kostet er 41.510 Euro.

Wer allerdings im riesigen Pool der Sonderausstattungen gustiert, wird am Ende eine deutlich höhere Summe im Kaufvertrag stehen haben. Immerhin entfällt die österreichische Normverbrauchsabgabe (NoVA) auf den Preis des Autos und auf jenen der Extras..

Plus
+ viel Benzinspar-Potenzial auf kurzen Strecken
+ erstklassige Sechsgang-Automatik
+ gutes Raumangebot
+ hochwertiges Interieur
+ fairer Kaufpreis (in Serienausstattung)

Minus
- Hybrid-Technik verringert Laderaum
- wenig Benzinspar-Potenzial im Langstreckenbetrieb

Resümee
Der BMW 225xe Active Tourer verbindet einen praktischen Kompakt-Van mit Alleradantrieb und Plug-In-Hybrid-Technik. Deren größtes Sparpotenzial liegt eindeutig im Kurzstreckenbetrieb. Das straffe Fahrwerk wiederum sorgt für die von BMW-Fahrern geradezu vorausgesetzte Freude am Fahren.

Preise, Ausstattung und Technik
Seite 1 Seite 1 Seite 1 Seite 1

Ähnliche Themen:

BMW 225xe iPerformance Active Tourer - im Test

Weitere Artikel

Renault und Alonso holten 2006 zuletzt gemeinsam den Titel

Alpine: Warum Alonso der richtige Fahrer ist

Renault-Konzernchef Luca de Meo erklärt, warum Alonso der richtige Fahrer für das neue Alpine-Kapitel des Rennstalls ist - Warum er gegen einen Formel-1-Ausstieg war.

Spannungsgeladene Stimmung auf Natschbacher Sand

Stockcar Racing Cup Austria: 4. Renntag

Beim vierten Stockcar-Renntag der Saison durften sich Alexander Gschaider (Jugend), Bernd Herndlhofer (Formel 2), Roland Hofmann (Hecktriebler) sowie Lukas Troll (Saloon Cars) über die Tagessiege freuen.

Er hat es wieder getan

BMW R 18 Blechmann vorgestellt

Wiederholungstäter Bernhard "Blechmann" Neumann aus Österreich hat sich an der BMW R 18 kreativ ausgetobt. Lohn der rund 450-stündigen Arbeit: ein einmaliges Zweirad-Objekt namens Blechmann R 18.

Wird die Rallye W4 Österreichs erste echte Rallye nach dem Ausbruch des Coronavirus? motorline.cc hat sich bei Veranstalter Christian Schuberth-Mrlik erkundigt...