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Hyundai i20 Active 1.4 CRDi - im Test Hyundai i20 Active 2017

Design-Clou

Der Hyundai i20 Active ist ein optisch geschickt in Richtung SUV gepushter i20. Wird er so tatsächlich zum Abenteurer? Wir finden es im Test heraus.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

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Der Hyundai i20 Active wirkt dank Kotflügelverbreiterungen und integrierten Unterfahrschutzblenden gleich einmal viel robuster als sein herkömmlicher Kleinwagen-Bruder i20. Unterstrichen wird die Crossover-Optik noch von der silbernen Dachreling und dem Dachspoiler mit integrierter Bremsleuchte.

Außerdem wurde der i20 Active um zwei Zentimeter höher gelegt, seine Bodenfreiheit beträgt solide 19 Zentimeter. Die höhere Sitzposition sorgt damit für bequemeren Einstieg und mehr Überblick.

Unser Testwagen ist mit einem 90 PS starken 1,4 Liter-Vierzylinder-Dieselmotor ausgerüstet, den Active gibt es auch mit zwei Benziner-Varianten: einem Vierzylinder mit 100 PS und einem 120 PS starken Turbo-Dreizylinder. Die getestete Topausstattung Premium inkludiert Klimaautomatik, Tempomat, Bluetooth, Spracherkennung, Projektions-Scheinwerfer, abgedunkelte hintere Seitenscheiben, Innenspiegel mit Abblendautomatik, Licht- und Regensensor, statisches Kurvenlicht, Lederlenkrad und 16-Zoll-Alus. 17-Zoll-Leichtmetallfelgen sind nur für den Premium um 350 Euro erhältlich.

Für Kälteempfindliche empfehlenswert ist das Winter-Paket (300 Euro) mit beheizbarem Lenkrad und Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer. Ebenfalls zu haben ist ein "Deluxe-Paket", das wiederum exklusiv für die Premium-Ausstattung um 1.100 Euro zu haben ist und Einparkhilfe vorne und hinten, schlüssellosen Zugang sowie eine Rückfahrkamera mit Display im Innenspiegel inkludiert.

Das Cockpit darf man getrost lobend erwähnen, hier wurde bei der Überarbeitung der i20-Modelle ganze Arbeit geleistet: Alles leicht bedienbar, logisch positioniert und hübsch anzusehen. Platz findet man ausreichend, auch im Fond - wenn man bedenkt, dass es sich auch beim i20 Active um einen 4,07 Meter kurzen Kleinwagen handelt. Für diese Fahrzeugklasse sind dann auch die 326 Liter Ladevolumen (1.024 Liter bei Umklappen der Rückbank) alles andere als knausrig.

Ein kleines, aber feines Element ist das oben mittig platzierte Sonnenbrillenfach – gerade jene, die dem Abenteuer-Look des Active erliegen, sind wohl auch passionierte Sonnenbrillenträger und somit erfreut, wenn es dafür einen praktischen und vor allem brillenschonenden Ablageplatz gibt.

Ein weiteres Detail, das für manche von Bedeutung sein könnte: Wer 990 Euro für das Navigationspaket (nur Premium) sparen möchte, wird die ab Ausstattung Comfort mitgelieferte Smartphone-Halterung begrüßen.

Der Turbodieselmotor ist als solcher am Sound sofort erkennbar, jedoch keinesfalls auf unangenehme Art – der Selbstzünder klingt sogar ein wenig angriffslustig, passt sich also der Optik des Active an.

Da man hier selbst schaltet - sechs Gänge stehen zur Verfügung - liegt es am Fahrer, wie sportlich er es anlegen möchte. Das maximale Drehmoment von 240 Nm wird zwischen 1.500 und 2.500 U/min freigesetzt, der Active ist durchaus spritzig und das Getriebe extrem leichtgängig, es wurde beim Facelift verbessert. Für den Sprint von 0 auf 100 braucht der Active 12,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 170 km/h angegeben.

Die Lenkung ist recht sensibel und direkt, das Fahrwerk eher auf Komfort abgestimmt, was aber nicht bedeutet, dass man im Active nicht auch Fahrspaß haben könnte. Gelungen ist auch die gute Geräuschdämmung im Fahrzeuginneren. Im Gelände haben wir den Active trotz seiner Optik nicht getestet, denn der Fronttriebler sucht seine Abenteuer lieber auf asphaltierten Straßen.

Beim Verbrauch werden für Stadt und Überland kombiniert 4,3 Liter angegeben, wie immer konnten wir diesen vom Werk angegebenen Wert nicht erreichen, aber auch die von uns erzielten 5,1 Liter können sich sehen lassen.

Den günstigsten Hyundai i20 Active gibt es in der Ausstattung Life mit 1,4 Liter-Benziner um 16.390 Euro. Den von uns getesteten i20 Active mit 1,4 Liter Turbodiesel in der Premium-Ausstattungsvariante kann man - als teuerstes i20-Active-Modell - um 20.990 Euro erstehen. Der Mehrpreis des Active gegenüber dem fünftürigen i20 beträgt 1.200 Euro, was relativ selbstbewusst ist, aufgrund der nicht enden wollenden Crossover-Begeisterung für die meisten aber kein Hinderungsgrund sein wird.

Plus
+ robuste Crossover-Optik
+ sparsamer, durchaus kräftiger Motor
+ gute Übersicht durch hohe Sitzposition
+ hochwertige Materialien
+ geringes Geräuschniveau

Minus
- relativ hoher "Active"-Aufpreis
- einige Extras nur für die Topausstattung erhältlich

Resümee
Der Hyundai i20 Active sieht mit seiner Mini-SUV-Optik beeindruckend aus, der Übersicht dient die leicht erhöhte Bodenfreiheit außerdem. Den Mehrpreis von 1.200 Euro gegenüber dem "normalen" i20 muss einem der SUV-Look allerdings wert sein.

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