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Aston Martin DB11 V8 Coupe - im Test Aston Martin DB11 V8 Coupe 2018

Blond. James Blond.

Nicht nur berühmte Geheimagenten sitzen am Steuer eines Aston Martin. Diesmal auch wir. Anlässlich des Tests des DB11 Coupés mit V8-Motor.

Jutta Bernhard/mid

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In der Regel werden die Testfahrzeuge per Achse angeliefert - nicht so der Aston Martin DB11. Das Schmuckstück kommt im geschlossenen Transporter. Wie bei "James Bond" in geheimer Mission.

Auf der Straße scharen sich sofort Schaulustige um das Objekt der Begierde. Wie erklärt sich dieser Hype? Weil es ein Traumwagen ist. Luxus pur. Wie der berühmte Geheimagent "007" unauffällig in einem Aston Martin auf Verbrecherjagd gehen konnte, das fragen wir uns. Mit diesem Auto fällt der Pilot auf wie ein bunter Hund.

Mit einem unverwechselbaren Look, dominiert von einem markanten Kühlergrill und einer muschelförmigen Motorhaube macht der Aston Martin DB11 richtig was her. Ganz klar: Dieses Auto ist eine Wohltat fürs Auge. Die Aerodynamik-Elemente Curlicue im vorderen Kotflügel sorgen für eine optimale Luftverteilung und beste Straßenlage. Die Aston Martin Aeroblade nutzt den Luftstrom an den Flanken, stabilisiert das Heck und lässt es flach abfallen. Die gesamte Karosserie besteht aus einer Verbundstruktur mit HFQ-Aluminium, die geringes Gewicht und Festigkeit kombiniert.

Das Interieur wird von hochwertigen Materialien dominiert. Handarbeit und moderne Handwerkskunst so weit das Auge reicht. Das spürt und fühlt man sofort. Unser Brite ist mit dunklem, lilafarbenem Leder ausgestattet. Aston Martin bietet für den DB11 eine bunte Farbpalette mit riesiger Auswahl an, die individuellen Spielraum für jeden Geschmack lässt.

Die sportlich geformten Vordersitze bieten guten Seitenhalt und sind beheiz- und belüftbar. Ein 12-Zoll-Farbdisplay projiziert primäre Fahrzeuginformationen ins Cockpit. Und über den mittig positionierten 8-Zoll-Bildschirm lässt sich das Infotainment-System steuern, das mit einem Satelliten-Navigationssystem und einem Premium-Audiosystem mit Sounderlebnis von Bang & Olufsen ausgestattet ist.

Der DB11 wird als 2+2-Sitzer angeboten, neben dem Coupé gibt es ihn auch als Cabrio ("Volante"). Die Türöffnungen sind größer als bei früheren DB-Modellen und ermöglichen einen komfortablen Einstieg, auch für Großgewachsene.

Passagiere auf den Vordersitzen genießen Geräumigkeit dank der zusätzlichen zehn Millimeter Kopffreiheit. Im Fond fällt das Platzangebot eher mäßig aus und macht die Mitfahrt nur für Kinder zum Erlebnis. Aber welcher Fahrer will seinen Aston Martin schon mit drei Erwachsenen teilen?

Für Komfort auf höchstem Niveau sorgt das perfekt abgestimmte Fahrwerk. Der DB11 überträgt Fahrbahnunebenheiten nur extrem selten an die Lenkung. Das entspricht ganz den Eigenschaften eines Gran Turismo: schnell, luxuriös und total unaufgeregt, fast schon sanft.

Unser Testwagen kommt mit einem V8-Twin-Turbo-Motor daher, sozusagen dem "Einstiegs-Aggregat" - darüber gibt es auch noch den 608 PS starken V12. Der V8 aus dem Hause Mercedes schöpft aus 4,0 Litern Hubraum 375 kW/510 PS. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in rasanten 4,0 Sekunden erledigt. Erst bei 300 km/h hat der Vorwärtsdrang ein Ende. Müde wird der Aston Martin dabei überhaupt nicht. Bis zum Tacho-Anschlag spürt der Pilot volle Power.

Und das führt dazu, dass eine realistische Einschätzung von gefahrener und empfundener Geschwindigkeit nicht mal mehr im Ansatz zusammenpasst. Eine echtes Höllengerät haben die Briten da auf die Räder gestellt - und wenn die linke Spur der (deutschen) Autobahn frei bleibt, schafft es ein Aston Martin DB11 doch in dauerhaft geheimer Mission unterwegs zu sein.

Gran Turismo 2+2 Sitzer, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.739/1.940/1.279/2.805 mm, Leergewicht: 1.760 kg, Tankinhalt: 78 l.
Antrieb: V8-Twin-Turbo, Hubraum: 3.982 ccm, Höchstleistung: 375 kW/510 PS bei 6.000 U/min, max. Drehmoment: 675 Nm bei 2.000-5.000 U/min, 0-100 km/h: 4,0 s, Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h, 8-Gang-Automatikgetriebe in Transaxle-Bauweise mit elektronischer "Shift-by-wire"-Steuerung, Normverbrauch: 9,9 l/100 km, CO2-Emissionen: 230 g/km.
Österreich-Preis: ab 227.206 Euro (Deutschland: ab 184.000 Euro).

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