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Die Rallye-Welt trauert um Richard Burns

Die Rallye-Welt trauert um Richard Burns. Der Weltmeister des Jahres 2001 erlag am Freitagabend den Folgen seines Gehirntumors. Er wurde nur 34 Jahre alt.

Michael Noir Trawniczek

Nachdem Richard Burns vor zwei Jahren bei der Anreise zur Wales-Rallye am Steuer seines Privatautos ohnmächtig zusammengebrochen war, diagnostizierten die Ärzte einen Gehirntumor. Leider mussten sie ihre erste Diagnose, wonach der Tumor harmlos sei, widerrufen.

"Richard wusste von Beginn an, dass der Kampf fast aussichtslos sein würde, doch er begegnete seiner Krankheit tapfer und hat seinen Humor nicht verloren", erklärte die Familie von Burns in einer Aussendung. "Nach einer Strahlen- und Chemotherapie konnte Richard das Spital im Sommer 2004 verlassen", schreiben die Hinterbliebenen. Doch die Hoffnungen wurden vor rund sechs Monaten jäh zerschlagen - der Tumor kehrte zurück, der Zustand von Burns verschlechterte sich abermals.

Vor wenigen Tagen fiel Richard Burns ins Koma - am Freitagabend verstarb der Weltmeister des Jahres 2001. Das Subaru-WRC-Team, mit dem Burns den Titel holte, erklärte sein "tiefstes Mitgefühl mit der Familie und den Freunden unseres Ex-Teamfahrers Richard Burns, der gestern Abend seinen Kampf gegen den Krebs verloren hat".

Seinen großen Durchbruch im Rallye-Sport feierte Burns 1998, als er auf Mitsubishi erstmals die Safari-Rallye gewinnen konnte. 1999 wechselte er zu Subaru und konnte bereits im Titelkampf mitmischen, wurde Vizemeister. Im Jahr 2000 wurde Burns der erste Engländer, der die Rallye-Weltmeisterschaft anführte, am Ende reichte es aber wieder nur für den zweiten Platz. Ein Jahr später konnte Richard Burns seinen verdienten WM-Titel feiern.

Nach dem Wechsel zu Peugeot wurde Burns im Jahr 2002 nach vielen Ausfällen und ohne Sieg Fünfter, 2003 konnte er wieder um den Titel mitkämpfen - doch der Zusammenbruch bei der Anreise zum Saisonfinale sollte leider das Ende seiner Chancen sowie seiner aktiven Laufbahn bedeuten, seine geplante Rückkehr ins Subaru-Team fand nie statt.

Der umgängliche Richard Burns, der in seiner kurzen WM-Laufbahn zehn WRC-Siege erzielen konnte, lud noch im August dieses Jahres seine Anhänger zu einem von Freunden organisierten Rallye-Tag ein, seine bisherigen Rallye-Autos waren aus nächster Nähe zu betrachten. Richard Burns nahm auf diese schöne Art und Weise Abschied von seinen Fans.

Richards Burns verstarb am vierten Jahrestag seines Titelgewinns. In memoriam lassen wir seine WM-Laufbahn in Bildern Revue passieren:

  • 1993 - 1996
  • 1997 - 1998
  • 1999
  • 2000
  • 2001
  • 2002
  • 2003

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