ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Alles wird gut!

Einige sehen im ID.3 den neuen Golf. Das Auto also, das mehr Volt unters Volk bringen soll. Und vieles spricht tatsächlich dafür.

Roland Scharf

Den Hebel kurz nach oben drücken und nicht nach unten, um einmal zu Wischen – so ziemlich das Einzige, das den ID.3 punkto Bedienlogik von allen anderen VWs unterscheidet. Jeder andere Handgriff erfolgt logisch und intuitiv, was bemerkenswert ist, da der Innenraum mit dem winzigen Display vor dem Lenkrad auf den ersten Blick so völlig anders wirkt. Und auch sonst hat der ID.3 mit seinen fossil betriebenen Kollegen nichts gemeinsam. Heck- statt Frontmotor, Hinterrad- statt Vorderradantrieb und aufgrund des langen Radstands auch eigenständige Dimensionen, die der völlig neuen Plattform geschuldet sind, mit ihren Akkus zwischen den Achsen. Aufgrund des Ladekabelfachs ist der Laderaumboden ungewöhnlich hoch, was dem Kofferraum ein wenig von seiner Praktikabilität raubt. Dafür sitzt es sich in beiden Reihen äußerst bequem. Und ähnlich verhält es sich mit der Bedienung.

Einfache Bedienung, hohe Fahrdynamik
Einsteigen, Fahrstufe einlegen, losfahren – so einfach macht es einem nicht einmal der simpelste up!. VW hat die Leichtigkeit der Ergonomie so weit getrieben, dass der Startknopf nicht mehr notwendig ist. Lenkung, Bremsen und Fahrwerk zeigen, dass man sich hier richtig bemüht hat, der etwas pummeligen Optik mit hoher Fahrdynamik erfolgreich gegenzuwirken. Die gebotene Leistung stellt für die Plattform keine besondere Herausforderung dar und man könnte fast meinen, dass es bis jetzt kaum einen VW gab, der dermaßen exakt eingelenkt hat.

Der „1st Edition“ ist ein bereits ausverkauftes Sondermodell zur Markteinführung. Unsere Empfehlung ist der „Pro Performance Family“ für wohlfeile 44.040 Euro, da er im Vergleich zum „Pro P. Business“ für 43.030 Euro über das große Assistenzpaket inklusive Travel Assist verfügt. Sie merken schon, VW setzt beim ID.3 mehr auf Pakete denn individuelle Extras. Von den zwei Akkuvarianten (58 und 77 kWh, ein 45-kWh-Akku wird nachgereicht) besitzt der „1st“ die kleinere, mit der man auf dem Papier 426 Kilometer weit kommt. Und auf der Straße?

Ordentliche Reichweite
Bei gut zehn Grad Außentemperatur pendelte sich der Verbrauch zwischen 14,2 und 15,3 kWh ein, was sogar einen Hauch unter den Werksangaben liegt. 300 Kilometer Reichweite sind in der kalten Jahreszeit realistisch, was mehr als ausreichend ist und keinen Grund liefert, 6.200 Euro mehr für die – wenngleich deutlich besser ausgestattete – Variante mit 77-kW-Akku auszugeben.

Technische Daten Volkswagen ID.3 1st Edition

Leistung | Drehmoment 204 PS (150 kW) | 310 Nm
0–100 km/h | Vmax 7,3 s | 160 km/h
Getriebe | Antrieb 1-Gang aut. | Hinterrad
Reichweite (max.) | Batterie 426 km (WLTP) | 58 kWh (netto)
Ø-Verbrauch 15,4 kWh/100 km (WLTP)
Ladedauer AC | DC ca. 6 Stunden | 35 min (80 %)2
Kofferraum | Zuladung 385–1.267 l | 466 kg
Garantie Fahrzeug | Batterie 4 Jahre | 8 Jahre/160.000 km
Basispreis | NoVA 36.490 € (30.408 € exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: die sensationelle VW-Bedienlogik
Das vermissen wir: die sensationellen VW-Materialien
Die Alternative: Tesla Model 3, Nissan Leaf, Hyundai Ioniq

Volkswagen ID.3 Volkswagen ID.3 VW ID.3 – schon gefahren VW ID.3 – schon gefahren

VW ID.3 1st Edition - im Test

Weitere Artikel:

Bis zu 6.190 Euro weniger

Tesla senkt die Model 3-Preise

Tesla hat interessanterweise angefangen quer durch Europa die Preise für ihren Bestseller, das Model 3, teils drastisch zu senken. Unter anderem in Deutschland und Frankreich.

Die grüne Zweitbesetzung

Renault Zoe im Familienautostest

Was, wenn Ihr neues Zweitauto für die Familie ein Stromer wird? Das gefällt der „Generation Greta“, denn es ist leise, grün und in. Ganz besonders der neue Renault Zoe. Anna, Carina und Ursula testen den Dunkelvioletten auf seine Alltagstauglichkeit.

Die F1-Zukunft von Red Bull hängt davon ab

Engine-Freeze-Abstimmung am Montag

Nächste Woche fällt eine richtungsweisende Entscheidung: Elektronisch soll über den "Engine-Freeze" und damit die Red-Bull-Zukunft abgestimmt werden.

Johannes Keferböck und Ilka Minor ließen sich in ihrem „Zimmer“ namens Skoda Fabia Rally2 evo von der wenig ansprechenden „Aussicht“ nicht nervös machen...